Wenn niemand nach dir sucht

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Buchprofile - Rezension
Eine junge Schwarze verschwindet und niemand interessiert sich dafür - bis auf eine Weiße, die endlich ihr eigenes Leben leben will.
Die junge schwarze Mutter Cleo, die „Lady in the Lake“ (Originaltitel), stellt sich zu Beginn selbst vor: Sie ist die Tote, deren Schicksal nie untersucht wurde, bis Maddie Schwartz, die Gattin eines erfolgreichen Weißen, beschließt, ihren Mann zu verlassen und endlich etwas „aus ihrem Leben (zu) machen“. In ihrem neuen Leben lernt sie Judith, eine junge Jüdin kennen, die sich von ihrer strengen Familie befreien will, und die ihre Wohnungsgenossin wird. Als in der Stadt ein junges Mädchen vermisst wird, beteiligt Maddie sich an der Suche und findet das Mädchen - tot. Maddie ist entrüstet, dass der Mord an einem weißen Mädchen großes Aufsehen erregt, während das Auffinden einer toten Schwarzen im See noch nicht einmal eine Schlagzeile in der Zeitung wert war. „Wenn Farbige sterben, sind das keine großen Storys“. Durch ihre Nachforschungen bekommt sie jede Menge Ärger - bis zum fulminanten Schluss. - Die Geschichte, die in den 1960er Jahren spielt, wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt: Maddie, Judith, ein schwarzer Polizist, der Maddie besucht, ein Kolumnist, der Tatverdächtige und auch aus Cleos Perspektive, deren verkorkstes Leben immer wieder kursiv eingeblendet wird; als Schwarze hatte sie nie eine Chance, besonders nicht mit zwei unehelichen Söhnen. Niemand hat sie vermisst, als sie verschwand. Die US-Autorin Laura Lippman schildert in ihrem Roman, wie rassistisch und sexistisch Mordermittlungen in der rassistischen Gesellschaft der 1960er Jahre waren - und vielleicht noch sind -, ein „uraltes System, in dem Männer Erfolg hatten und unbequeme Frauen einfach verschwanden“. Ein höchst spannender Gesellschaftsroman.
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Artikelbeschreibung

Schon vor acht Monaten ist Cleo Sherwood verschwunden. Abgesehen von ihren Eltern und ihren beiden Söhnen scheint sich niemand darum zu scheren. Im Jahr 1966 interessieren sich weder Polizei noch Öffentlichkeit oder Presse für eine schwarze Frau, die als vermisst gilt. Madeline 'Maddie' Schwartz, die als Redaktionsassistentin beim Baltimore Star arbeitet, hat sich erst vor Kurzem von ihrem Mann getrennt und klare Vorstellungen von ihrem künftigen Leben: endlich nicht mehr bloß das Anhängsel eines erfolgreichen Mannes sein, endlich sich selbst verwirklichen - und den eigenen Namen unter ihren Artikeln lesen. Als Maddie von einer Frauenleiche hört, die im Brunnen eines Parks gefunden wurde, wittert sie die Story ihres Lebens. Ihr Ehrgeiz ist geweckt. Sie ahnt nicht, wie viel Ärger ihr diese Geschichte einbringen wird - eine Geschichte, die niemand hören will.

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Pressestimmen

»Eine brillante Autorin, eine unerschrockene Chronistin des Lebens in den USA.« Gillian Flynn »Laura Lippman zeigt, was Frauen in den sechziger Jahren zu sein hatten - und was sie sein wollten.« Stephen King »Ein packender Roman, der vielstimmig von Sexismus, Rassismus und Emanzipationsbestrebungen zur Zeit der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung erzählt.« Vanity Fair
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