Bluebird, Bluebird

Kriminalroman
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Buchprofile - Rezension
Ein farbiger Texas Ranger ist in einem kleinen texanischen Ort, um zwei Morde aufzuklären.
Texas Ranger Darren Mathews wird von einem Freund beim FBI gebeten, sich in dem kleinen (fiktiven) Ort Lark im Shelby County ohne offiziellen Auftrag umzusehen. Der Freund meint, einer großen Sache auf der Spur zu sein. Mathews hatte schon vorher bei einem halb familiären Einsatz nicht gerade alles korrekt abgewickelt, weshalb er eigentlich suspendiert war. Allerdings deckt ihn nun sein Chef bei dieser neuen Ermittlung. Es geht um zwei Leichen; einen Farbigen aus Chicago, anscheinend nur auf der Durchreise, der tot in einem Fluss gefunden wurde, und eine junge Weiße, ebenfalls leblos im Wasser aufgefunden. Beim Tod des Farbigen soll es sich - laut örtlichem Sheriff - um einen Unglücksfall gehandelt haben. Nicht so bei der Frau, hier geht es eindeutig um Mord. Mathews findet trotz aller Schwierigkeiten heraus, dass die beiden Todesfälle zusammenhängen. Es gibt einige gefährliche Situationen; die örtliche ABT, die Arische Bruderschaft Texas, eine zutiefst rassistische Organisation, bringt Mathews wiederholt in Schwierigkeiten. - Die Autorin erzählt in ihrem preisgekrönten Roman bemerkenswert ruhig. Gerade deshalb wirken die bedrohlichen Szenen noch intensiver. Und es ist nicht nur ein weiterer Krimi mit rassistischem Hintergrund. Die Handlung entwickelt sich zunehmend zu einem verworrenen, vertrackten Familien- und Liebesdrama, ungeachtet der Hautfarben der Beteiligten. Und es ist trotz aller geschilderten Widrigkeiten auch eine Hommage an die Heimat der Autorin. Es ist ein kluges, differenzierendes, spannendes, sehr gut geschriebenes Buch, mit eingängigen Schilderungen der Protagonisten, das gut ankommen dürfte. Sehr gut einsetzbar.
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Artikelbeschreibung

Abseits des Highway 59 in Texas dröhnt in Genevas Café unablässig der Blues aus der Jukebox, und Stammgäste und müde Trucker bekommen einen anständigen Ochsenschwanzeintopf serviert. Eine halbe Meile die Straße runter in Wallys Eishaus sieht das Bild anders aus: Konföderierten-Flaggen, Pin-up-Girls und Countrymusik. Als innerhalb einer Woche im nahe gelegenen Bayou die Leichen eines schwarzen Mannes und einer jungen weißen Frau gefunden werden, sind die Schuldzuweisungen schnell zur Hand.

Der Texas Ranger Darren Mathews vermutet eine Verbindung zur Arischen Bruderschaft und beginnt, sich in der gespaltenen Kleinstadt umzuhören. Er stößt auf steife Höflichkeit, offene Ablehnung und schwelenden Hass - der mit jedem Tag, den das Verbrechen ungeklärt bleibt, gefährlicher wird.

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Personeninformation

Attica Locke (*1974 in Houston) ist Schriftstellerin und Drehbuchautorin, studierte an der Northwestern University und war Fellow am Feature Filmmakers Lab des Sundance Institute. Sie hat mehrere Kriminalromane verfasst und u. a. an den Serien Empire und When They See Us mitgewirkt. Für ihr literarisches Schaffen erhielt sie den Harper Lee Prize for Legal Fiction, den Edgar Award, den NAACP Image Award sowie den Los Angeles Times Book Prize und stand auf der Shortlist für den Women's Prize for Fiction. Locke lebt in Los Angeles. Susanna Mende (*1965) studierte Hispanistik, Kunstgeschichte und Germanistik an der Universität Hamburg. Sie übersetzt Erzählungen, Romane und Essays aus dem Spanischen und dem Englischen, u. a. Werke von Carlos Eugenio López, Antonio Dal Masetto, Raúl Argemí, Attica Locke und Andrew Cartmel. Mende lebt in Berlin.

Pressestimmen

»Wenn ein weißes Mädchen tot aufgefunden wird, interessiert ein toter Schwarzer keinen: In Attica Lockes beunruhigendem Krimi Bluebird, Bluebird zeigt Amerika sein wahres Gesicht.« Katrin Doerksen Frankfurter Allgemeine Zeitung
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