Gegenangriff

Ein Pamphlet
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Buchprofile - Rezension
Böse neue Welt: Nadja Niemeyers Pamphlet gegen Klimakatastrophe und Artensterben lässt allein die Tiere überleben.
Es beginnt harmlos, mit einem Video, das zeigt, wie Katzen in ein Labor eindringen und sich Zugang zu Futter verschaffen. Es folgen ein Aufstand von Rindern, die ein Schlachthaus stürmen, Angriffe von Haien, Schlangen, Ratten, Fledermäusen. Sie legen Stromleitungen lahm und unterbrechen internationale Lieferketten. Vor allem stiften sie Panik. Das Geschehen, dem die Regierenden nur zuschauen, die Zoologen nur ratlos folgen und eine religiöse Sekte allein im Vergleich mit den ägyptischen Plagen beikommen kann, hat einen Grund. Die geschundene und in vielen Arten ausgerottete Tierwelt hat beschlossen, sich der schädlichen Spezies des Homo sapiens zu entledigen. Und das gelingt offenbar am besten, indem die Tiere das Vernichtungspotenzial der Menschen nutzen, das aus einem künstlichen Virus und der Atombombe besteht. - Nadja Niemeyer (der Name der Autorin ist ein Pseudonym) hat eine düstere Dystopie geschrieben. Es wird erzählt, was passiert, wenn sich die Natur ihrer Feinde erwehrt, die sie schädigen und unumkehrbar zerstören. Nicht der Mensch, sondern die konspirative und kollektive Intelligenz der Fauna tritt auf den Plan - und beendet jäh das Anthropozän. Ein friedliches Miteinander von Tier- und Menschenwelt scheint gar nicht möglich, ja überhaupt Relikt eines falschen heteronormativen Denkens zu sein. Das ist alles sehr zugespitzt, aber als Schreckensszenario spannend und des Nachdenkens wert, eine Kampfschrift, die dem Menschen die Krone der Schöpfung abnimmt und Artenvielfalt und Naturschutz obenan stellt. Empfehlenswert.
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Artikelbeschreibung

Je globalisierter die Welt, desto verletzlicher die Menschheit. Zwar weiß das der Homo sapiens, und doch macht er weiter wie eh und je. Er isst zu viel Fleisch, verwendet Pestizide, fährt täglich Auto. Doch eines Tages blasen süße Kätzchen, gutmütige Rinder und scheue Eichhörnchen zum Gegenangriff. Die Ereignisse überschlagen sich - und am Ende ist einfach Schluss. Schluss mit lustig, Schluss mit dem alltäglichen Wahnsinn, Schluss mit dem Menschen.

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Personeninformation

Nadja Niemeyer heißt in Wirklichkeit anders. Sie hat sich für ein Pseudonym entschieden, um nicht an Debatten teilnehmen zu müssen. Es ist ihr ernst mit ihrem Anliegen, und sie hat diesem Buch nichts hinzuzufügen.

Pressestimmen

»Liest sich trotz des geballten Übels als eine wahnsinnig amüsante Farce mit äußerst dringlicher Bewandtnis.« Björn Hayer / Die Zeit online Die Zeit online

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