Frauenwunderland

Die Erfolgsgeschichte von Ruanda
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Buchprofile - Rezension
Dokumentation über die erfolgreiche Emanzipation der Frauen im zentralafrikanischen Ruanda.
Ruanda - den Namen des kleinen zentralafrikanischen Landes verbinden viele mit dem brutalen Völkermord in den 90er Jahren, dem ein Großteil der dortigen Tutsi-Bevölkerung zum Opfer fiel. Allmählich hat sich das vom Genozid verwüstete Land gemausert und zeigt eine durchaus beachtliche Entwicklung. Vor allem die Frauen des Landes haben es geschafft, sich eine wichtige Rolle in der Gesellschaft und Politik des Landes zu erkämpfen. Das zeigt die Journalistin Barbara Achermann in ihrer Dokumentation: So ist Ruanda das Land mit dem höchsten Frauenanteil an Parlamentsmitgliedern weltweit. Und auch im täglichen Leben zeigt sich, wie sehr Frauen sich emanzipiert haben. Das dokumentiert die Autorin anhand verschiedener Fallbeispiele: Da ist die knapp 60-jährige Epiphanie, die quasi aus nichts eine florierende Kaffeeplantage aufgezogen hat. Oder die alte Zula, eine Kräuterkundige, die als Hexe verschrien ist und unter Einsatz ihres Lebens viele Menschen zu Zeiten des Bürgerkrieges gerettet hat. Die Jungunternehmerin Joselyne produziert Kleidung für die stetig wachsende Mittelschicht. Und die Radiomoderatorin Vestine betreibt über den Äther landesweite Sexualaufklärung, während die IT-Unternehmerin Clarisse das Land informationstechnologisch auf Zukunft polen will. - Es sind beeindruckende Beispiele an "Frauenpower", die Achermann vorstellt. Da mag man es ihr gern verzeihen, dass sie Ruanda, immerhin noch immer eines der weltweit ärmsten und sozial schwächsten Länder der Welt, bisweilen zu rosig als Vorzeigestaat präsentiert. Ab mittleren Beständen gut geeignet.
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Artikelbeschreibung

Dieses Buch erzählt die Erfolgsgeschichte eines afrikanischen Landes, in dem vor knapp einem Vierteljahrhundert noch ein grausamer Krieg tobte - eine Erfolgsgeschichte, die Ruandas Frauen schrieben. Noch vor zwei Jahrzehnten durften sie weder ein Bankkonto eröffnen noch in der Öffentlichkeit sprechen. Heute hat das Land mehr Frauen im Parlament als jedes andere auf der Welt, und über die Hälfte der Unternehmen sind in Frauenhand. Ohne diese Express-Emanzipation wäre das rasante Wirtschaftswachstum Ruandas nicht möglich gewesen. Die wirtschaftliche Entwicklung ist eindrucksvoll, doch noch eindrücklicher sind die Menschen, die dahinter stehen. Das Buch wirft einen neuen Blick auf den afrikanischen Kontinent, der für uns in Europa immer größere Bedeutung gewinnt.

Produktsicherheit

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Personeninformation

Barbara Achermann, geb. 1979, ist Redakteurin im Ressort Schweiz-Seiten (DIE ZEIT). 2016 wurde sie für ihre Reportage über Ruanda mit dem Schweizer Medienpreis »real 21 - Die Welt verstehen« ausgezeichnet. Für die Recherche zu diesem Buch ist sie 2017 erneut nach Ruanda gereist. Der Fotograf Espen Eichhöfer, geb. 1966 in Norwegen, ist Mitglied der Agentur »Ostkreuz« und lebt in Berlin.

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