Die Filioque-Kontroverse zwischen Ost- und Westkirche im Frühmittelalter

Band 82
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Artikelbeschreibung

Die intensiv diskutierte ökumenische und systematisch-theologische Frage, ob der Heilige Geist allein aus dem Vater oder auch aus dem Sohn hervorgeht (ex Patre Filioque), wird kirchen- und dogmengeschichtlich analysiert. Ausgehend von der differenzierten Rezeption des Nizäno-Konstantinopolitanums im lateinischen Sprachraum wird nach den Ursprüngen der Filioque-Kontroverse zwischen dem 8. und 12. Jahrhundert gefragt. Dabei werden die pneumatologischen und bekenntnishermeneutischen Differenzen sowie die politischen und ekklesiologischen Rahmenbedingungen dargestellt. Der Streit um das Filioque erweist sich als Schlüssel zu einer theologischen Divergenzbewegung zwischen griechischem Osten und lateinischem Westen, deren Ursprünge bereits in den trinitätstheologischen Grundentscheidungen des 4. Jahrhunderts liegen. Eine "Lösung" der Filioque-Problematik ist daher nicht durch die Streichung eines Wortes zu erreichen, sondern nur im Dialog zweier irreduzibler Ausgestaltungen des trinitarischen Dogmas.

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Pressestimmen

"[...] hat G. Maßstäbe gesetzt. Für die weiteren Diskussonen um das Filioque-Problem wird sein Buch deshalb [...] unentbehrlich bleiben."
Bernd Oberdorfer in: Theologische Literaturzeitung 1/2006

"Es handelt sich um einen wichtigen Beitrag zur Geschichte der Beziehungen zwischen dem Papst und Byzanz vom 9. bis zum 12. Jahrhundert, der gerade in der Auswertung der Filioquetraktate die Forschung oftmals ein großes Stück weiterbringt."
Axel Bayer in: Zeitschrift für Kirchengeschichte 1/2005

"[...] hilft Peter Gemeinhardt mit einer präzisen und gründlichen kirchengeschichtlichen Untersuchung, die bislang schwammig und unübersichtlich behandelten Zusammenhänge von Textgeschichte und Konfliktgeschichte zu erleuchten, verstehbar zu machen und zu entkrampfen."
Reinhard Thöle in: Materialdienst des konfessionskundlichen Institus Bendheim 1-2005

"In der Fülle des Quellenmaterials, mit der die Studie eine häufig vernachlässigte Epoche der Theologiegeschichte erschließt, in der gelungenen Kombination von ideen- und ereignisgeschichtlicher Darstellung, in der souveränen Auswertung, die den minutiös erhobenen Fakten durchweg zuteil wird, und schließlich in der tadellosen formalen Gestalt [...] stellt die Studie eine hervorragende Forschungsleistung dar, von der historisch wie systematisch orientierte Theologen gleichermaßen profitieren werden."
Thomas Marschler in: Archa Verbi 1/2004

"Ein hochinteressantes und sehr nützliches Buch, das besonders für Studierende, aber auch für mit der Materie Vertraute einen exzellenten Zugang zum Problem bietet."
Alexandra Riebe in: Byzantinische Zeitschrift 2/2004

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