Der Fluss der Götter

Die abenteuerliche Expedition zu den Quellen des Nils
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Buchprofile - Rezension
Mitte des 19. Jh. gelingt es britischen Abenteurern und Forschungsreisenden, das Geheimnis der Quelle des Weißen Nils in Ostafrika zu lüften.
Nach längerer Vorbereitung versuchten 1857 zwei von Herkunft, Vorbildung und Charakter sehr gegensätzliche Personen des britischen Kolonialreiches, Richard Burton und John Speke, von der Sansibar gegenüberliegenden Küste in einer Expedition in das Innere Ostafrikas zu gelangen, um das seit der Antike bestehende Rätsel, wo der Weiße Nil entspringt, zu lösen. In den Diensten der mehrjährigen Unternehmung, die von der Royal Geographical Society unterstützt wurde, stand mit dem befreiten Sklaven Sidi Bombay ein aus der Gegend stammender, sehr sachkundiger Führer. Während und besonders nach der Expedition brach die Rivalität zwischen beiden Forschern vehement aus. Glaubte Burton fälschlicherweise, der Nil stamme aus dem Tanganjikasee, vertrat Speke die Auffassung, der Nil entspringe im riesigen Victoriasee und versuchte, dies durch eine weitere Reise zu belegen. Nur Speke hatte diesen aufgrund der schweren Erkrankung Burtons 1858 erstmalig erreicht. Die Feindschaft der beiden setzte sich bis zu Spekes plötzlichem Tod 1864 in aller Schärfe fort. – Das von einer britischen Sachbuchautorin verfasste Buch stellt die Expeditionen und die Rivalität Burtons und Spekes in den Mittelpunkt ihrer Darstellungen; bemüht sich aber auch, den Anteil des einheimischen Führers Bombay zu würdigen, und skizziert die beiden Hauptprotagonisten biografisch. Bei Burton wird auch sein weiterer Lebensweg dargestellt. Breit für Büchereien empfohlen, die Bestände mit historischen Reiseschilderungen pflegen.
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Die amerikanische Historikerin erzählt von der vielleicht spannendsten Mission des 19.Jahrhunderts. 1857 machten sich zwei Engländer auf, das Geheimnis des Ursprungs des Nils zu erkunden. Sich in Afrika auf die Suche zu machen, hatte etwas mit dem neu erwachten Interesse an der ägyptischen Geschichte zu tun. Das exzentrische Sprachgenie Richard Burton und der fromme, adelige Soldat und Jäger John Speke waren allerdings kein harmonisches Gespann und wahrscheinlich hätten sie ohne ihren indischen Reisegefährten Bombay, einem ehemaligen Sklaven, keinen Erfolg gehabt. Hier trifft historische Exaktheit auf hohe Erzählkunst.

Susanne Steufmehl, Medienberaterin Belletristik und Sachbuch

Artikelbeschreibung

Antike Kulturen, Heldenmut und ein unverzeihlicher Verrat: Die größte Abenteuergeschichte des 19. Jahrhunderts - Der »New York Times«-Bestseller in wunderschöner Ausstattung

Während die europäischen Großmächte zahllose Entdecker entsenden, um die unbekannten Winkel der Welt zu erforschen, entflammt auf dem Kontinent eine rauschhafte Faszination für das Alte Ägypten. Um das jahrtausendealte Geheimnis um den Ursprung des Nils zu lüften, begeben sich der exzentrische Richard Burton, ein Sprachgenie und dekorierter Soldat, und der fromme Aristokrat und passionierte Jäger John Speke im Auftrag der englischen Krone auf eine gefährliche Mission. Als wahrer Held ihres Abenteuers entpuppt sich jedoch der befreite Sklave Sidi Bombay, dessen Mut und Einfallsreichtum von der imperialen Geschichtsschreibung vergessen wurden.

Vor dem Hintergrund der europäischen Ausbeutung des afrikanischen Kontinents erzählt Candice Millard in »Der Fluss der Götter« mitreißend und fundiert von einer der wichtigsten Expeditionen der Geschichte. Mit Goldveredelung, gestaltetem Vorsatzpapier und Bildteil.

»Millard ist eine herausragende, historisch versierte Erzählerin, die die Gabe besitzt, längst vergessenen Geschichten neues Leben einzuhauchen.« Bookreporter

»Millards Recherche und ihre sehr lesbare Erzählweise sind bewundernswert.« Wall Street Journal

»New York Times«-Bestseller und bestes Buch des Jahres 2022 u.a. bei »Washington Post«, Amazon, Barnes & Noble, »NPR« und »Goodreads«

Produktsicherheit

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Personeninformation

Candice Millard, geboren 1968, ist freie Autorin und Journalistin. Ihre historischen Sachbücher wurden in Amerika allesamt zu Bestsellern und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Award für Research Nonfiction des PEN Zentrums der USA und dem Edgar Allan Poe Award für Best Fact Crime. Sie war langjährige leitende Reporterin des »National Geographic« und schreibt regelmäßig für »The Guardian«, »TIME« oder »New York Times Book Review«. Mit »Der Fluss der Götter« erscheint zum ersten Mal ein Buch der Autorin, die für ihre historische Genauigkeit und große Erzählkunst bekannt ist, in deutscher Übersetzung. Um den Spuren von Richard Francis Burton, John Hannig Speke und Sidi Mubarak Bombay zu folgen, recherchierte sie in Kenia, Sansibar, Tansania, Uganda und England. Candice Millard lebt in Kansas City, Kansas.

Irmengard Gabler war nach dem Studium der Anglistik und Romanistik in Eichstätt und London einige Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für romanische Literaturwissenschaft an der Universität Eichstätt tätig. Seit 1993 übersetzt sie Belletristik und Sachbücher aus dem Englischen, Französischen und Italienischen (u.a. Cristina Campo, Serena Vitale, Philippe Blasband, Christopher J. Sansom, John Dickie, Adam Higginbotham). Die Übersetzerin lebt in München.

Pressestimmen

Mit diesem Buch kommt Abenteuer in den Urlaub, selbst wenn man nur am Strand liegt. Rheinische Post 20240706
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