Celeste

Das versteckte Kind
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Buchprofile - Rezension
Unerwünscht, entrechtet – das Schicksal eines italienischen Saisonnierkindes in der Schweiz.
Erst 1997 wurde allen Kindern ohne Papiere das Schulrecht in der Schweiz zugestanden und Familienzusammenführung aus EU-Ländern sogar erst fünf Jahre später rechtlich geregelt. Bortune und Bozzoli erzählen sehr eindrucksvoll die Geschichte der 12-jährigen Celeste in Wort und Bild mit dem Hintergrund eigener familiärer Erfahrungen mit Saisonarbeit bzw. Einwanderung in die Schweiz. Celeste wird 1964 nach dem Tod ihrer Mutter von ihrem Vater in einem Koffer über die Grenze in die Schweiz geschmuggelt, wo sie abgeschirmt von der Außenwelt einen Großteil ihrer Kindheit verbringt. Nach ihrer Heirat mit einem Italiener gelingt es ihr, sich beruflich auf eigene Füße zu stellen und Teil der schweizerischen Gesellschaft zu werden. Diese Einblicke in ihr Leben gewährt sie dem Nachbarsmädchen Léane, das ebenfalls italienische Wurzeln hat und für die Schule ein Interview zur Einwanderung in die Schweiz führen soll. Aufgrund misslicher Umstände geht das Interview verloren, der persönliche Vortrag Celestes in Léanes Klasse ist dafür umso beeindruckender. – Ein äußerst lesenswerter Comic, der sensibel, aber dennoch deutlich das Schicksal vieler Saisonnierkinder widerspiegelt, die ohne Aufenthaltsrecht ein armseliges Leben am Rande der Gesellschaft führten und die Kluft zwischen Wohlstand und Armut, zischen Akzeptanz und Ausgrenzung am eigenen Leibe erlebten. Migration damals und heute – ein hervorragender Sachcomic, sehr gut geeignet, um sich mit den Problemen von Migranten auseinanderzusetzen, besonders auch im schulischen Bereich. Sehr eindrucksvoll auch die aufs Wesentliche reduzierten Illustrationen in Schwarz-Weiß und Sepia, um die verschiedenen Zeitebenen voneinander abzugrenzen. – Unbedingt empfehlenswert für größere Bestände.
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Artikelbeschreibung

Léane, eine Teenagerin mit italienischen Wurzeln, lernt ihre Nachbarin Celeste kennen. Als Tochter eines italienischen Saisonniers erfuhr Celeste die Auswirkungen des Saisonnierstatuts, das den Familiennachzug in die Schweiz untersagte, am eigenen Leib. Als Kind war sie in den 1960er und 1970er Jahre gezwungen, sich zu verstecken und im Verborgenen zu leben. Durch Léanes Augen lebt die Ge- schichte vieler immigrierter italienischer Familien in der Schweiz auf.

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