Palmengrenzen

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Buchprofile - Rezension
Ein Notar wird in die Geschäfte der italienischen Mafia im Allgäu verwickelt.
Als der Eurocity aus Bologna in München einfährt, wird der pensionierte Notar Bruno Ziegler tot auf seinem Sitz aufgefunden, erschossen aus nächster Nähe. Ein guter Freund beschließt, Zieglers Aufzeichnungen über seine zunehmende Verwicklung in mafiöse Geschäfte zu veröffentlichen, um die Aufklärung des Falls zu befördern. Darin dokumentiert der Notar die Anfänge der Ausbreitung der italienischen Mafia im Allgäu, ihre zunehmende Expansion und Internationalisierung sowie ihre Methoden, die heutzutage viel mehr in geschickter Einflussnahme statt plumper Brutalität bestehen. Nachdem Ziegler selbst mit der Annahme eines Forschungsstipendiums zunächst unwissentlich in das mafiöse Umfeld gerät, wird er zunehmend in ihre Geschäfte eingespannt - bis er einen Ausstieg nicht mehr überleben kann. - "Palmengrenzen" ist kein Krimi im klassischen Sinne, sondern erkundet vielmehr die gesellschaftlichen Verflechtungen der Mafia, ihr unerkanntes Wirken im Hintergrund und ihr professionelles Unternehmertum. Gleichzeitig erzählt der Roman, wie in den internen Strukturen gegenseitigem Respekt höchste Bedeutung beigemessen und die Achtung der familiären Interessen im Zweifelsfall gewaltsam durchgesetzt wird. Zu empfehlen.
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Artikelbeschreibung

Die schönsten Stunden im Leben liegen häufig ein wenig außerhalb der Legalität, sagte Alain Delon. Das gilt auch für den pensionierten Notar Bruno Ziegler, der während eines Arbeitsaufenthaltes im Grand Hotel Garibaldi in den idyllischen Allgäuer Bergen wie zufällig in die Kreise der Mafia gerät. Was ihn mehr und mehr fasziniert, wird ihm schließlich zum Verhängnis. Er wird Zeuge, wie sich eine neue geräuschlose Generation der Ehrenwerten Gesellschaft ausbreitet, die nicht mehr wild um sich schießt und Staatsanwälte in die Luft jagt, sondern diskret und klammheimlich wächst und gedeiht, auch weil ihre Existenz von der offiziellen Politik geleugnet wird. Während einer Zugfahrt schreibt er seine Beobachtungen über die Verschiebung der Palmengrenze ins Allgäu nieder. Er tut dies nicht zuletzt in Hinblick auf seinen neuen Mandanten, einen Mann, den alle nur den Commendatore nennen. Außerdem ist da noch die rätselhafte attraktive Witwe des Hoteliers, die ein Auge auf den Notar geworfen hat: privat, aber auch geschäftlich

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