So wütend wie ich bin muss ich sehr traurig sein

Eine lyrische Autofiktion
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Noch nicht erschienen. Erscheint laut Verlag/Lieferant: 15.11.2026

Artikelbeschreibung

Die Prosa sucht - die Lyrik findet

Ein schonungsloses, zärtliches und schwarzhumoriges Buch über das Ende alter Gewissheiten - gegen fertige Erklärungen, hin zu Unsicherheit und Verletzlichkeit.

Ein Mann sitzt in einem leeren Swimmingpool und schreibt um sein Leben. Was als Versuch beginnt, die eigene Lebensmüdigkeit zu verstehen, wird zu einer literarischen Grenzüberschreitung: Zwischen Gedicht und Prosa, Erinnerung und Wutausbruch, Intimität und Anklage zerlegt er sich selbst - und mit sich eine ganze Welt.

Im Zustand tiefgreifender Erschöpfung, geprägt von beruflicher und existenzieller Krise und dem bevorstehenden Tod des Vaters, schreibt Thomas Andreas Beck über Müdigkeit, Wut, Scham, Sehnsucht nach Verbindung - und über den Versuch, eine andere Sprache für das eigene Leben zu finden. Persönliche Verletzlichkeit trifft dabei auf gesellschaftliche Wirklichkeit: auf tradierte Männlichkeitsbilder, Leistungslogik und ein Österreich, das ebenso mentaler Zustand wie konkreter Ort ist. Wirtschaftswelt und Männerangst, Pflegeheim und Kindheitserinnerung, Burnout und Beerdigung stehen nebeneinander. Es entsteht ein literarischer Raum, der sich den vertrauten Formen entzieht: Direktheit, poetische Verdichtung, Verletzlichkeit und Anklage, schwarzer Humor und Selbstironie, bis hin zur Sprachzertrümmerung. Ein Buch wie ein Selbstgespräch im Dunkeln.

Was liegt hinter der Wut? Und was geschieht, wenn Traurigkeit eine Sprache findet?

Mit "So wütend wie ich bin muss ich sehr traurig sein. Eine lyrische Autofiktion" lädt Thomas Andreas Beck zur Auseinandersetzung mit widersprüchlichen Gefühlen ein. Zwischen Wut und Traurigkeit, Selbstbehauptung und Verletzlichkeit eröffnet sich ein poetischer Raum für die Frage, wie wir uns selbst begegnen.

  • Wut und Traurigkeit
  • Identität und Selbstreflexion
  • Stärke und Verletzlichkeit
  • Zeitgenössische österreichische Literatur:Thomas Andreas Beck verbindet lyrischen Ausdruck mit autofiktionalem Erzählen.

Für Leserinnen und Leser, die moderne Lyrik, poetische Selbstbefragung und autofiktionale Literatur schätzen. Für Menschen, die sich von Sprache berühren lassen und in Büchern Raum für die eigenen Gefühle suchen.

Kritiken:

"überall wird literatur inzwischen gebaut wie ein reihenhaus: grundriss, zielgruppe, thujenhecke. und dann kommt so ein buch daher wie ein leeres schwimmbecken mitten im garten - brüchig, hellblau, zwecklos - und einer setzt sich rein und schreibt, und plötzlich ist es der einzige ort weit und breit, wo man atmen kann."

- Thomas Köck

"Thomas Andreas Beck ist ein zarter Kraftlackl - vielleicht der zarteste Kraftlackl der österreichischen Gegenwartsliteratur."

- Katja Gasser

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Personeninformation

Thomas Andreas Beck, geboren 1968, ist Dichter, Musiker und Aktivist. Der ORF verortet sein Schreiben "zwischen Qualtinger und Jelinek" - einer eindeutigen Schublade hat Beck sich allerdings immer entzogen. Nach Ich lebe sterbe (2003) und Alles in die größte Kraft (2012) erschienen im Goldegg VerlagTexte die was keine Lieder geworden sind (2020) und Der Keller ist dem Österreicher sein Aussichtsturm (2024), mit dem er ein breites Publikum erreichte. Seine Texte, Lieder und Performances verbinden poetische Verdichtung mit politischer Intervention. Beck lebt in Wien und Breitenbrunn am Neusiedlersee und ist seit 2026 Generalsekretär des österreichischen PEN-Clubs.
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