Ich würde Hitler erschiessen

Sophie Scholls Weg in den Widerstand. Vom begeisterten BDM-Mitglied zur starken Frau im Widerstand gegen Hitler. Neue Sophie Scholl-Biografie zum 80. Todestag.
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Bayern im Buch-Rezension
Wie aus einer enthusiastischen Anhängerin der NS-Ideologie die unerschrockene, kompromisslose Gegnerin des Nationalsozialismus wurde.
„O, ich freu mich wieder so sehr auf den Frühling. Man spürt und riecht... die Lüfte und Düfte und vernimmt den ganzen Jubel der Vögel und der ganzen Kreatur.“ Diese Worte, die Freude am Leben und an der Schöpfung offenbaren, schreibt Sophie Scholl am 17. Februar 1943, am Vortag ihrer Verhaftung und fünf Tage vor ihrer Hinrichtung. Dieses lebensfrohe Bekenntnis zeigt eine emotional berührte junge Frau, in der man nicht die Widerstandskämpferin vermuten würde, die es als ihre Pflicht – als Mensch und als Christin – ansieht, dem NS-Staat die Stirn zu bieten. Zu ihrem 80. Todestag legt nun Klaus-Rüdiger Mai eine Biografie von Sophie Scholl vor, die anhand von Briefen, Protokollen und Tagebüchern ihren „Weg in den Widerstand“ (Untertitel) nachzeichnet und den Fragen nachgeht, wie aus der enthusiastischen Anhängerin der NS-Ideologie eine unerschrockene, kompromisslose Gegnerin des Nationalsozialismus wurde und was sie zur Umkehr bewegte. Am 9. Mai 1921 in eine religiös wie politisch liberale Familie hineingeboren und zusammen mit ihren Geschwistern nach christlichen Wertvorstellungen erzogen, wird sie zunächst – wie auch die anderen Kinder – von der Begeisterung für den Nationalsozialismus erfasst, der – geschickt die Prinzipien der „Bündischen Jugend“ nutzend – Kinder und Jugendliche durch Gemeinschaft, Abenteuer, Mut, Heldenhaftigkeit, Treue etc. begeistert, an sich bindet und unterordnet. Sophie – wie auch die Geschwister Inge und Hans – engagiert sich im „Bund deutscher Mädel“, wird Scharführerin und tut sich durch Mutproben und Härtetests hervor. Dass dies alles zur Indoktrination der Kinder und Jugendlichen dient, sehen die Scholl-Kinder zuerst nicht, selbst der überall sichtbare Antisemitismus beunruhigt sie nicht. Ab 1936 beginnt bei Hans und 1937 bei Sophie die Abkehr von den NS-Idealen, sie suchen nach ihrer eigenen Rolle und nach dem, was sie selbst ausmacht. Dieser „Weg vom Wir zum Ich“ sowie ihre Suche nach Gott, die Problematik der Willensfreiheit und die daraus resultierende Verantwortung führen zum Kampf gegen den NS-Staat, den Sophie, Hans und die anderen Mitglieder der „Weißen Rose“ mit ihrem Leben bezahlen. – Eine gelungene Darstellung dieser Entwicklung, sehr zu empfehlen!
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Artikelbeschreibung

Mutig, mutiger, Sophie Scholl: Neue Einsichten in das Leben einer Galionsfigur der Weißen RoseGerade einmal 21 Jahre ist sie jung, als Sophie Scholl gemeinsam mit ihrem Bruder Hans Scholl am 22. Februar 1943 hingerichtet wird. Ihr unerschrockener Widerstand gegen den Nationalsozialismus ist bis heute Vorbild für Jugendliche und Erwachsene rund um den Globus. Zum 80. Todestag der Geschwister Scholl erscheint nun eine aufwändig recherchierte Biografie von Klaus-Rüdiger Mai, die emotional berührt. Anhand von Protokollen, Tagebüchern oder ihrem Briefwechsel mit Fritz Hartnagel zeichnet er wichtige Stationen im Leben einer mutigen Frau nach, die stets das Richtige tun wollte. - Ein Inbegriff von Zivilcourage: Die neue Sophie Scholl-Biografie zum 80. Todestag einer Ikone- Erst BDM-Mitglied, dann aktiver Widerstand gegen Hitler: Was bewegte Sophie Scholl zur Umkehr?- Über die Verführung der Jugend im Nationalsozialismus: Ein erkenntnisreicher Essay- Exzellent recherchiert und mit spannenden neuen Erkenntnissen zur Geschichte des Widerstands- Vom beliebten Autor zahlreicher historischer Biografien und Romane, Hans-Rüdiger Mai"Sag nicht, es ist fürs Vaterland." Sophie Scholls Weg in die Widerstandsgruppe Weiße RoseIn jungen Jahren galt Sophie Scholl als glühende Anhängerin des Nationalsozialismus, war engagiertes Mitglied im Bund deutscher Mädel. Schon früh begeisterte sie sich für die Aufbruchstimmung, die sie in der Person Adolf Hitlers verkörpert sah. Nach und nach jedoch wurden ihr die schrecklichen Konsequenzen der nationalsozialistischen Ideologie bewusst. Beseelt vom Gedanken der Wiedergutmachung wandte sie sich in ihrer Studienzeit der Weißen Rose zu.Behutsam zeichnet Mai den Gesinnungswandel von Sophie Scholl nach und setzt einer starken Frau der Widerstandsbewegung ein bewegendes Denkmal.

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