Widerstand ist notwendig, wenn das Gute bedroht ist

Band 2
Das mutige Leben des Alfred Delp.
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Buchprofile - Rezension
Graphic Novel über das Leben des Jesuitenpaters, der als Mitglied des Kreisauer Kreises 1945 hingerichtet wurde.
Wie viel Mut braucht es, den eigenen Überzeugungen treu zu bleiben, wenn Freiheit, Menschlichkeit und Gerechtigkeit mit Füßen getreten werden? Die Graphic Novel „Widerstand ist notwendig, wenn das Gute bedroht ist“ erzählt vom Leben des Jesuitenpaters Alfred Delp (1907–1945), der sich dem nationalsozialistischen Unrechtsregime widersetzte und dafür mit seinem Leben bezahlte. Stephanie Lunkewitz zeichnet den Weg eines außergewöhnlichen Menschen nach, dessen christlicher Glaube untrennbar mit gesellschaftlicher Verantwortung verbunden war. Als Mitglied des Kreisauer Kreises beteiligte sich Delp an Überlegungen für eine gerechtere Ordnung nach dem Ende der NS-Diktatur. Im Juli 1944 wurde er verhaftet, im Februar 1945 in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Selbst unter den unmenschlichen Bedingungen seiner Haft blieb er seinem Gewissen und seinem Glauben verpflichtet. Die besondere Stärke dieser Graphic Novel liegt in ihrem erzählerischen Zugang: Die Verbindung von konzentriertem Text und ausdrucksstarker Bildsprache macht ein schwieriges Kapitel deutscher Geschichte auf unmittelbare Weise zugänglich. Dabei steht nicht allein der Widerstandskämpfer im Mittelpunkt, sondern auch der Mensch Alfred Delp mit seiner inneren Stärke, seiner Glaubensüberzeugung und seiner Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. So wird aus der historischen Lebensgeschichte zugleich eine hochaktuelle Auseinandersetzung mit Zivilcourage, Menschenwürde und persönlicher Haltung. Gerade für jüngere Leserinnen und Leser eröffnet die grafische Erzählform einen niedrigschwelligen Zugang zu einer Persönlichkeit, deren Vermächtnis weit über ihre Zeit hinausreicht. Eine bewegende und wichtige Veröffentlichung, die historische Erinnerung lebendig hält und eindrucksvoll dazu anregt, über Mut, Gewissen und die eigene Verantwortung nachzudenken. Besonders empfohlen für Büchereien, Schulen, die historisch-politische Bildungsarbeit und alle, die sich mit christlich motiviertem Widerstand beschäftigen möchten.
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Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur Buch des Monats empfiehlt:

München 1944: Mit wenigen Farben und einer eindringlichen Bildsprache erzählt Stephanie Lunkewitz das Leben Alfred Delps, eines Mannes, der an Menschlichkeit und Gerechtigkeit glaubte und sich dem menschenverachtenden Denken des Nationalsozialismus widersetzte. Der Jesuitenpater wurde verhaftet und im Februar 1945 hingerichtet. Lunkewitz zeichnet seinen Weg in den Widerstand in eindrucksvollen Panels nach und macht dabei nicht nur die historischen Ereignisse, sondern auch die Haltung eines Menschen sichtbar, der seinen Überzeugungen treu blieb. Dabei greift sie ihren charakteristischen Zeichenstil auf, entwickelt ihn für diese Graphic Novel weiter und spielt gekonnt mit Perspektiven und Bildfolgen. So entsteht eine dichte, eindringliche Erzählung, die Alfred Delp aus dem Vergessen holt und seine Geschichte für junge Leserinnen und Leser zugänglich macht. Gerade die Verbindung von Text und Bild eröffnet dabei besondere Möglichkeiten: Geschichte wird nicht bloß vermittelt, sondern in ihrer menschlichen Dimension erfahrbar. Eine beeindruckende Graphic Novel!

RegalGeflüster empfiehlt:
Eva-Maria Pachur empfiehlt:

Diese eindrucksvolle Graphic Novel erzählt die Lebensgeschichte des Jesuitenpaters Alfred Delp, der 1944 von der Gestapo verhaftet und am 02. Februar 1945 in Berlin-Plötzensee hingerichtet wurde. Trotz Verhören, Gewalt und Folter hielt er an seinem Glauben und seinen Überzeugungen fest. Die ausdrucksstarke Bildsprache vermittelt Delps Schicksal auf bewegende Weise und verleiht seiner Geschichte eine besondere Intensität. Zugleich regt sie dazu an, über Mut, Verantwortung und die Bedeutung der eigenen Werte nachzudenken.

Ein bewegender und wichtiger Titel, der im Gedächtnis bleibt und den ich sehr gerne weiterempfehle.

Christine Paxmann empfiehlt:

Zehn Biografien über den Jesuitenpfarrer Alfred Delp hat Stephanie Lunkewiz gelesen, um eine Graphic Novel von 48 Seiten zu schaffen, die das Leben des Widerstandskämpfers nachzeichnet. Sie verdichtet, pointiert und schafft mit Panels
in Schwarz, Beige und Weiß ein eindrückliches Lebensbild. Delp wurde in Plötzensee von den Nazis hingerichtet, sein Vergehen: Er war Jesuit und er war Teil des Kreisauer Kreises, der ein Gesellschaftsleben nach der Nazidiktatur entwarf.
Es ist gerade die Verkürzung, die das Regime der Mörder so klar umreißt. Vielleicht muss man an der ein oder anderen Stelle noch im Glossar und Anhang nachlesen, wie die Zusammenhänge sind, aber das schadet sowieso nicht. Lunkewitz,
selbst ist in der DDR geboren und aufgewachsen, engagiert sich seit Jahren mit Lesungen aus dem von ihr illustrierten Buch über die HolocaustÜberlebende Eva Diamant (Ariella Verlag) gegen das Vergessen. Und Widerstand gegen Regime
kennt sie aus der eigenen Familie, ihr Großvater saß wegen staatskritischer Illustrationen in der DDR in Haft. Lunkewitz, die mit ihrer Familie seit einigen Jahren in Los Angeles lebt und dort auch im Wende-Museum aktiv ist, hat mit Widerstand
ist notwendig, wenn das Gute bedroht ist ein schultaugliches Bändchen geschaffen, das aktueller denn je ist. In Zeiten, da rechtsextreme Bewegungen die Demokratie gefährden, muss man aus der Geschichte lernen. Lunkewitz zeichnet am Tablet mit Gouache- und Pencil-Werkzeugen. So mobil kann sie auf den langen Transatlantikflügen und während Lesereisen illustrieren und schreiben. Neben Eva Diamant und der Delp-Biografie hat sie für ihre engagierte Lesetätigkeit noch die Synagoge von Siegen im Gepäck, die in der Anthologie Bin Mensch nicht auch ich (Ariella Verlag) enthalten
ist. Lunkewitz tourt mit den drei Büchern republikweit durch Schulen und spricht aus drei Perspektiven mit Schüler*innen über den Faschismus und andere Diktaturen. Ihre eigene DDR-Biografie macht sie als Botschafterin glaubwürdig.

Christine Paxmann, Herausgeberin Eselsohr

Artikelbeschreibung

Diese Graphic Novel erzählt die Lebensgeschichte von Pater Alfred Delp SJ. Er wurde am 28. Juli 1944 in München von der Gestapo verhaftet und Anfang 1945 vor dem Volksgerichtshof wegen Hoch- und Landesverrats angeklagt. Trotz unzähliger Verhöre, Gewalt und des Angebots, durch den Austritt aus dem Jesuitenorden freizukommen, blieb er seinen Überzeugungen treu. Die Zeit in Haft, die von Isolation, Hunger und Folter geprägt war, veränderte ihn zwar, brach ihn jedoch nicht. In dieser Zeit verfasste er zahlreiche theologische und philosophische Texte, die bis heute als sein bedeutendes Vermächtnis gelten. Pater Alfred Delp wurde am 2. Februar 1945 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.
Eine Graphic Novel ist von reduzierter Sprache und eindringlicher Bildsprache geprägt und transportiert den erschütternden Inhalt auf besonders wirkungsvolle Weise. Die Darstellungsform eröffnet einen niederschwelligen Zugang zu einem schwierigen Kapitel der deutschen Geschichte.


Zusatztext/Klappentext:
München, 1944: Ein Jesuitenpater wird verhaftet, weil er an Menschlichkeit, Freiheit und Gerechtigkeit glaubt, während ein Regime das genaue Gegenteil verlangt. Diese Graphic Novel erzählt das Leben von Pater Alfred Delp SJ, Seelsorger, Widerstandskämpfer und Märtyrer. Zwischen Kanzel und Kreisauer Kreis, zwischen Hoffnung und Todeszelle zeigt sein Weg, was es heißt, den eigenen Überzeugungen bis zuletzt treu zu bleiben. Eine bewegende und eindringlich illustrierte Geschichte über Zivilcourage, Glauben und die Frage, wozu ein Mensch bereit ist, wenn das Gute in Gefahr gerät.


Reihe: Erinnerung Zukunft geben Band 2

Wie viel Mut braucht es, den eigenen Überzeugungen treu zu bleiben, wenn Freiheit, Menschlichkeit und Gerechtigkeit mit Füßen getreten werden? Die Graphic Novel „Widerstand ist notwendig, wenn das Gute bedroht ist“ erzählt vom Leben des Jesuitenpaters Alfred Delp (1907–1945), der sich dem nationalsozialistischen Unrechtsregime widersetzte und dafür mit seinem Leben bezahlte. Stephanie Lunkewitz zeichnet den Weg eines außergewöhnlichen Menschen nach, dessen christlicher Glaube untrennbar mit gesellschaftlicher Verantwortung verbunden war. Als Mitglied des Kreisauer Kreises beteiligte sich Delp an Überlegungen für eine gerechtere Ordnung nach dem Ende der NS-Diktatur. Im Juli 1944 wurde er verhaftet, im Februar 1945 in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Selbst unter den unmenschlichen Bedingungen seiner Haft blieb er seinem Gewissen und seinem Glauben verpflichtet. Die besondere Stärke dieser Graphic Novel liegt in ihrem erzählerischen Zugang: Die Verbindung von konzentriertem Text und ausdrucksstarker Bildsprache macht ein schwieriges Kapitel deutscher Geschichte auf unmittelbare Weise zugänglich. Dabei steht nicht allein der Widerstandskämpfer im Mittelpunkt, sondern auch der Mensch Alfred Delp mit seiner inneren Stärke, seiner Glaubensüberzeugung und seiner Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. So wird aus der historischen Lebensgeschichte zugleich eine hochaktuelle Auseinandersetzung mit Zivilcourage, Menschenwürde und persönlicher Haltung. Gerade für jüngere Leserinnen und Leser eröffnet die grafische Erzählform einen niedrigschwelligen Zugang zu einer Persönlichkeit, deren Vermächtnis weit über ihre Zeit hinausreicht. Eine bewegende und wichtige Veröffentlichung, die historische Erinnerung lebendig hält und eindrucksvoll dazu anregt, über Mut, Gewissen und die eigene Verantwortung nachzudenken. Besonders empfohlen für Büchereien, Schulen, die historisch-politische Bildungsarbeit und alle, die sich mit christlich motiviertem Widerstand beschäftigen möchten.

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