Amberg

Eine bewegende Bilderreise in die 20er- bis 80er-Jahre
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Bayern im Buch-Rezension
Eine Amberg-Zeitreise ohne (viele) Worte.
Dieter Dörner verliert an Worten nur die nötigsten und setzt ansonsten auf die Sprache der Bilder. Der Leiter des Stadtarchivs Amberg, Dr. Andreas Erb, animierte wohl den Autor, seine Forschungen in eine Publikation zu packen. So geschah es, dass 3.500 Fotos der "Fotografendynastie" Paulus dem Werk zugrunde gelegt wurden. Max Paulus sen. und jun. waren preisgekrönte Fotokünstler, deren Aufnahmen 2023 durch eine Nachfahrin dem Amberger Stadtarchiv übergeben wurden. Nach einer kurzen Einführung zur reichen Geschichte Ambergs geht es auch schon los mit der Bilderreise. Die überwiegend farbigen Fotos zeigen Gebäude, Menschen und Situationen aus verschiedenen Jahrzehnten zwischen den 1920ern und 1980ern. So ist die Stadtbefestigung beliebtes Motiv und auch der "Hausberg" Maria-Hilf, auf dem alljährlich die bekannte Bergwallfahrt mit Festbetrieb stattfindet und Tausende auf die Anhöhe über der Stadt lockt. Natürlich darf in einem Fotobuch über Amberg das Brauchtum nicht fehlen, wozu das Bergfest allemal gehört, aber auch die Dult sowie das Kirwatreiben. Der Fokus der Fotografen und ihrer von Dieter Dörner sorgsam ausgewählten Schnappschüsse richtet sich auf Menschen in verschiedenen Situationen: Zeitung lesend, betrachtend, im Zwiegespräch, rastend oder eilend. Es entstehen einzigartige Momentaufnahmen, die Alltagsgeschichten gleichsam "einfrieren", so wie der Maurer - wohl in den späten 1940ern - an der Hauswand, der Frau, die am Ufer der Vils ihren Teppich reinigt, dem Kunstmaler bei seinem Schaffen, dem Pfarrer auf dem Weg zur Beerdigung oder auch Frauen in der Munitionsfabrik. Mit wachem Auge werden verborgene Dinge sichtbar gemacht, Details gezeigt und Sachen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Nicht nur die aussagekräftigen Fotografien, sondern auch die gekonnte Auswahl und die sparsamen Texte machen das Werk - vor allem für Amberger - zu einem Schatz. Für regionale Bestände ausgesprochen empfehlenswert.
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Artikelbeschreibung

Kreisheimatpfleger Dieter Dörner präsentiert rund 140 zumeist unveröffentlichte Aufnahmen, die eindrucksvoll die Stadtentwicklung und den Alltag der Menschen in Amberg zwischen den 20er- und 80er Jahren dokumentieren. Die beeindruckenden Fotografien erinnern an bewegte Zeiten und gravierende Einschnitte. Ein Muss für alle, die sich für Amberg und seine wechselvolle Geschichte interessieren.

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