Kaiserin Elisabeth im Fokus der Fotografie

29,90 €
(inkl. MwSt.)
Versandkostenfrei in DE
Fehlt kurzfristig am Lager
Bayern im Buch-Rezension
Kaiserin Elisabeth als Meisterin der Selbstinszenierung.
Im Prolog zu diesem detailreichen Text/Bild-Band verweist der Autor, Produktdesigner (Fotografie und Kunstgeschichte) sowie umfassender Kenner der Lebensgeschichte von Kaiserin Elisabeth (1837-1898), auf die Intention seines Buches, das Verhältnis der Kaiserin zu den damaligen Medien herauszustellen, denn „Fotografie war für Elisabeth nicht bloß Technik – sie war Inszenierung, Projektionsfläche und, letztlich, ein Instrument der persönlichen Freiheit“. Um dies zu verdeutlichen, verortet der Autor die einzelnen Aspekte in Elisabeths Leben: geboren am 24.12.1837 in München als Tochter von Herzog Max in Bayern und seiner Frau Ludovika, aufgewachsen in großer Freiheit – kaum Abbildungen -, die durch die überraschende Verlobung mit Kaiser Franz Joseph (1853) abrupt beendet wurde – festgehalten in nur einer Lithografie und Fotografie. Auch von der prachtvollen Hochzeit (1854) gibt es keine authentischen Abbildungen, nur Berichte und später gestaltete Lithografien und Gemälde. Das starre Hofzeremoniell und streng geregelte Konventionen bewirken bei Elisabeth eine starke innere wie äußere Isolation, die sie durch übermäßige Konzentration auf ihren Körper kompensiert. So gibt es z.B. kaum Fotografien vom Kaiserpaar bzw. von der kaiserlichen Familie, dagegen entstehen ab 1860 großartig inszenierte Porträtaufnahmen von Elisabeth in exklusiven Ateliers - noch Jahre danach durch immer ausgefeiltere Technik bearbeitet, koloriert und idealisiert -, um als junge, außergewöhnlich schöne Herrscherin nicht nur in Österreich-Ungarn, sondern in ganz Europa präsent zu sein. Bis zu ihrem 32. Lebensjahr ordnete sie alles ihrer Schönheit und ihrer Schlankheit unter, ließ zahlreiche Fotografien anfertigen und verbreiten, danach verweigerte sie jegliche Abbildung und vermied konsequent die Öffentlichkeit, um als „schönste Kaiserin Europas“ in Erinnerung zu bleiben. - Interessante Analyse, ergänzt durch aussagekräftige Fotografien, die nicht die Ikone, sondern eine schwierige, getriebene und enttäuschte Frau in den Mittelpunkt stellt.
Weiterlesen

Artikelbeschreibung

Kaum eine historische Figur schwebt so zwischen Mythos und Realität wie Kaiserin Elisabeth von Österreich. Umgeben von romantischen Legenden, tragischen Erzählungen und anhaltender Faszination, war sie zugleich ein Kind ihrer Zeit und ihrer eigenen Widersprüche. Zwischen Hofzeremoniell und Freiheitsdrang, Schönheitspflege und Melancholie, Disziplin und Eskapismus war Sisi auch eine Frau, die sich intensiv mit dem Bild beschäftigte, das sie von sich zeigen oder lieber verbergen wollte.In diesem Spannungsfeld war die Fotografie ein noch junges und doch schon machtvolles Instrument der Inszenierung. Elisabeth, die öffentliche Zurschaustellung verabscheute, nutzte sie zunächst zögerlich, dann gezielt. Sie erkannte die Wirkung der Bilder, kontrollierte ihre Entstehung und strebte nach einer Form von Unsterblichkeit, die sich nicht über Porträts in Öl, sondern über Fotografien vermitteln ließ - flüchtig und doch bleibend.Ein faszinierender Blick auf eine Herrscherin, deren Abbild zur Ikone wurde - und deren wahres Gesicht bis heute im Schatten liegt.

Produktsicherheit

Hersteller: info@buchmedia.de
Anschrift: Merianstraße 24
München
DE
Kontakt: info@buchmedia.de

Bewertungen

Die Bewertungen werden vor ihrer Veröffentlichung nicht auf ihre Echtheit überprüft. Sie können daher auch von Verbrauchern stammen, die die bewerteten Produkte tatsächlich gar nicht erworben/genutzt haben.