Olaf Gulbransson Museum

Staatsgalerie in Tegernsee
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Bayern im Buch-Rezension
Viele Informationen über den Künstler, "sein" Museum in Tegernsee und die darin befindlichen Ausstellungsstücke.
Dort, wo der Norweger Olaf Gulbransson die wichtigsten Jahre seines Lebens verbrachte - am Ostufer des Tegernsees mit Blick auf den Hirschberg - steht nach der Einweihung 1966 und Erweiterungen in den Folgejahren, der auch architektonisch beeindruckende Bau von Sep Ruf. Er birgt viele Werke, die der Künstler mit seinem unverkennbaren Zeichentalent geschaffen hat. Sein Stil, erfährt man in diesem Katalog, sei "emotional, aber nicht gefühlsselig, elegant und graziös, vor allem aber tief komisch". Zehn Autoren und Autorinnen teilen sich die Beiträge zu den Werken, zu denen auch die vielen Titel des "Simplizissimus" gehören, die Gulbransson als Mitarbeiter der Zeitschrift geschaffen hat. Besonders bemerkenswert ist obendrein, dass im gesamten Buch immer wieder herausgestellt wird, dass Gulbransson einerseits dem Nationalsozialismus kritisch gegenüberstand und später sich immer mehr anpasste, Mitglied der Reichskulturkammer wurde und gut bezahlte Aufträge erhielt. Nach dem Krieg wiederum, 1953 zu seinem 80. Geburtstag, verleiht ihm die Stadt München den Kunstpreis für Malerei und Graphik, 1954 empfängt ihn Bundespräsident Theodor Heuss. - Es ist ein interessantes, überaus lesenswertes Buch mit vielen herrlichen Zeichnungen und vielen Fotos des witzigen Karikaturisten und eines Lebemanns, der sich mit großer Lust verkleidete und ebenso entkleidete… Nicht nur für Besucher im rundum nahen Oberbayern ein Vergnügen.
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Artikelbeschreibung

Der Norweger Olaf Gulbransson (1873-1958) erlangte als Zeichner der legendären Münchner Satirezeitschrift Simplicissimus internationale Bekanntheit und wurde zu einem der scharfsichtigsten Porträtisten seiner Zeit. 1929 ließ er sich am Tegernsee nieder. Das 1966 nach Plänen von Sep Ruf erbaute Olaf Gulbransson Museum in seinem Wahlheimatort Tegernsee ist ein herausragendes Beispiel deutscher Nachkriegsarchitektur.Der neue Sammlungsführer thematisiert einerseits das Werk des Künstlers und andererseits die Geschichte des Museums und seiner Förderer sowie den Museumsbau selbst. Die Autorinnen sind Mitarbeiterinnen der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und Freunde des Museums. Mit großer Expertise und auch auf sehr persönliche Weise nähern sie sich dem nicht unumstrittenen Werk des Künstlers und dem Museumsbau ganz unterschiedlich an.Erstmals wurden die Werke von Olaf Gulbransson für diesen Band mit neuester Technik fotografiert. Damit konnten die feinmalerische Qualität der Gemälde und die feinsten Linien seiner Zeichnungen auf hohem Niveau hervorgehoben werden. Hinzu kommen historische schwarz-weiß Fotografien, die die Kunstfigur Olaf Gulbransson, seinen Körperkult und sein naturverbundenes Leben ausführlich illustrieren.

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Personeninformation

Andrea Bambi ist Oberkonservatorin für die Münchner Pinakotheken und war als Forschungskoordinatorin und Pressereferentin am Kunsthistorischen Institut in Florenz tätig. Seit 2008 leitet sie das Referat für Provenienzforschung bei den Pinakotheken, die Kulturgüterausfuhr für Bayern und ist Referentin für das Olaf Gulbransson Museum in Tegernsee.

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