Der Klang der Freiheit

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Buchprofile - Rezension
Ein Mann widersetzt sich dem königlichen Gebot und erhält eine harte Strafe.
Weil ihm der Gesang der Vögel wichtiger ist, als dem königlichen Befehl zu folgen, wird ein Mann festgenommen und verurteilt. Er erduldet die Gefängnisstrafe und Folter. Selbst als er den Vogelgesang nicht mehr hören kann, erinnert er sich an diese Glücksmomente – dies ist sein letzter Akt von Freiheit. Despoten verlangen Unterwerfung – dieses zeitlose "Gesetz" fordert seine Opfer überall auf der Welt. Auch die literarische Form des Märchens greift, wie hier, dieses Thema auf. Die Geschichte eines Mannes, dessen Körper zwar gequält, dessen Mut und Willenskraft sich aber nicht brechen lässt, ist die eines modernen Helden, wie es sie auch heute als populäre politische Figuren oder als unzählige Namenlose gibt. So aktuell dieses Thema auch sein mag, dieses "Epos" fordert jungen Lesern einiges ab. Gerade die so unprätentiöse Sprache mit den refrainartigen Wiederholungen erzielt eine besonders eindrückliche Wirkung. Dies wird von der Illustrierung etwas abgemildert, da sie auf Motive der Märchenwelt setzt und die Abstraktion das Schockierende nicht ausmalt. – Es ist unabdingbar, Kinder bei der Lektüre dieses Buches nicht allein zu lassen. Hier können sich Gespräche mit tagesaktuellen Bezügen anschließen, in denen es um Autorität und Widerstand, um Unterwerfung, Freiheitsrechte und Gewissensentscheidungen gehen könnte.
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Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur Fit für die Zukunft empfiehlt:

Ein tyrannischer König und ein Mann, der sich den Befehlen widersetzt. Es folgen Verhaftung, Folter und dennoch zeigt der Mann Haltung. Es ist der Gedanke an den Gesang des Vogels, der ihm hilft. Beeindruckend werden tradierte Märchenmotive mit Fragen nach Freiheit und dem Mut, seinen Glauben nicht zu verlieren, verbunden. Text und Bild harmonieren miteinander und schaffen ein Plädoyer für Menschenrechte!

Artikelbeschreibung

Ein tyrannischer König beherrscht das Land. Alle müssen sich vor ihm niederwerfen, wenn er vorbeikommt. Doch ein Mann wagt es, sich den Befehlen des Königs zu widersetzen. Er will dem Gesang des Vogels lauschen. Der Mann wird verhaftet, ihm wird erst das Augenlicht und dann das Gehör genommen. Aber der Mann bleibt aufrecht. Der Gedanke an den Vogel lässt ihn die Hoffnung nicht verlieren. Dieses Bilderbuch verbindet die fantastische Märchenwelt mit der heutigen Realität. Es lädt große und kleine Menschen dazu ein, über so wichtige Themen wie Autorität, Gerechtigkeit und Widerstand zu sprechen und das Phänomen von Menschenrechtsverletzungen weltweit besser zu verstehen.

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Personeninformation

Christian Merveille war lange als Lehrer und Schulleiter tätig. Um die Fantasie seiner Schüler:innen auch über das Klassenzimmer hinaus anzuregen, begann er, Lieder und Geschichten zu erfinden. Mittlerweile ist er mit seinen Kinderbüchern und der Musik international erfolgreich. Er leitet Schreibwerkstätten für Kinder und Erwachsene und setzt sich dafür ein, Sprache und Musik miteinander zu verbinden. Valeria Docampo findet die Inspiration für ihre Illustrationen im Alltag. Geboren wurde sie in Buenos Aires, Argentinien, wo sie auch ihr Diplom in Grafikdesign machte. Seit 2003 widmet sie sich ganz der Illustration von Kinderbüchern, darunter auch "Die große Wörterfabrik", die in über 30 Ländern erschien. Anna Taube schreibt und übersetzt seit über fünfzehn Jahren Kinderbücher für verschiedene namhafte Kinder- und Jugendbuchverlage. Für ihre Übersetzungen war sie bereits zweimal für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Sie lebt mit ihrer Familie in Oberfranken.
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