Liesl Karlstadt - Schwere Jahre

1935-1945
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Bayern im Buch-Rezension
Die Schicksalsjahre der beliebten Schauspielerin aufgrund bisher größtenteils unbekannter Briefe und Karten.
Was wäre Karl Valentin ohne Liesl Karlstadt? Sie war nicht nur seine exzellente Bühnenpartnerin, sondern auch Mitautorin vieler Sketche und Theaterstücke, Sekretärin, Managerin, Regisseurin und über viele Jahre hinweg auch seine Geliebte. Elisabeth Wellano hieß die 1892 geborene Schwabinger Bäckerstochter, der Valentin den Künstlernamen Karlstadt gab. Ihr Talent als Soubrette hat Valentin entdeckt und sie zu seinem zweiten Ich erkoren. In den Hosenrollen, beispielsweise als Firmling, Lehrling oder Dirigent, wurde sie vom Publikum geliebt und verehrt. Doch der Meister des skurrilen Humors hat auch ganz gewaltig an den Nerven seiner Kollegin gekratzt, wie die beiden Herausgeber, die Leiterin des Münchner Valentin-Karlstadt-Musäums und der Volkskundler Andreas Koll, hier ausführlich dokumentieren. Grundlage dieses Befundes ist ein Konvolut von 139 bisher größtenteils unbekannten Briefen und Karten, in denen Liesl Karlstadt gegenüber ihrer Freundin Norma Lorenzer ihr Herz ausgeschüttet hat: Seelisch habe er sie zerrüttet, um sie stärker an sich zu binden, und doch kam sie von ihm nicht los, selbst dann nicht, als der verheiratete Valentin eine neue Geliebte hatte. Ein Selbstmordversuch misslingt, Aufenthalte in der Psychiatrie häufen sich und sie stürzt in eine totale Lebenskrise, von der sie sich erst in den 1940er-Jahren erholt, als sie bei einer Gebirgsjägertruppe in Ehrwald in Tirol den „Muli-Führerschein“ erhält. Doch ihre schweren Jahre sind endgültig vorbei, als sie nach Valentins Tod im Jahre 1948 in Film- und Theaterrollen brilliert und in Familiensendungen des Bayerischen Rundfunks zum Liebling der Radiohörer wird. Eine mit einer erfreulich großen Anzahl von Fotos und Dokumenten ausgestattete Biografie, als Ergänzung der Valentin-Bestände hervorragend geeignet.
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Artikelbeschreibung

Liesl Karlstadt (1892-1960) und Karl Valentin waren ein legendäres Paar auf der Bühne, so erfolgreich wie berühmt. Dem Publikum verborgen blieben die schweren Jahre von Liesl Karlstadt, in denen sie in einer tiefen Lebenskrise steckte. Die Jahre von 1935 bis 1945 werden in diesem Buch beleuchtet, mit vielen Fotos und Originaldokumenten. Künstlerisch und privat ging schon seit Jahren für Liesl Karlstadt nichts mehr voran, bevor sie am 6. April 1935 versuchte, sich das Leben zu nehmen. Es gelang ihr nicht, man wies sie in eine Klinik ein, schickte sie zur Erholung, aber wirklich geholfen hat es ihr nicht. Ihre Verzweiflung spiegelt sich in bisher unveröffentlichten Briefen aus dieser Zeit. Karl Valentin konnte sie oft nicht mehr ertragen, aber aufgeben konnte sie ihn auch nicht. Erst nach einem erneuten Zusammenbruch im April 1939 begann sie, sich von ihm zu lösen. Und erholte sich in den Jahren 1941 und 1943 in den Bergen. Das Kriegsende mit allen Schrecken der Zeit erlebte sie dann in München.Mit vielen Bildern, Dokumenten und bisher unveröffentlichten Briefen beleuchtet dieses Buch die schwere Zeit im Leben und Wirken von Liesl Karlstadt und ermöglicht so einen persönlichen Blick auf eine ungewöhnliche Frau, die aus dem Schatten von Karl Valentin, sollte sie je in ihm gestanden sein, endgültig heraustritt.

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Personeninformation

Andreas Koll, Studium der deutschen und vergleichenden Volkskunde in München; anschließend als Musiker und Komponist tätig. Publikationen im Münchner Trikont Verlag, derzeit Mitherausgeber der CD-Reihe Stimmen Bayerns. Seit 2009 betreut er die städtische Sammlung im Valentin-Karlstadt-Musäum. Daneben kuratiert und gestaltet er Ausstellungen.

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