Kelheim in den 1950er und -60er Jahren

Wiederaufbau und Wirtschaftswunder
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Bayern im Buch-Rezension
Eine Geschichte von Wiederaufbau und Wirtschaftswunder.
Kriegsschäden und Entnazifizierung beschäftigten die Kelheimer zu Ende der 1940er/Anfang 1950er Jahre. Zudem verdoppelte sich durch den Zuzug Heimatvertriebener die Einwohnerzahl der Donaustadt und die Integration der Flüchtlinge wurde zu einer großen Aufgabe für Politik und Gesellschaft. Nachdem die Donaubrücke in den letzten Kriegstagen von den Nazis gesprengt worden war, um den Einzug der Amerikaner zurückzuhalten, konnte 1952 endlich eine neue Brücke ihrer Bestimmung übergeben werden. Kanalisation, Umgehungsstraße und der Neubau der Altmühlbrücke im Norden der Stadt waren weitere wichtige Infrastrukturprojekte in dieser Zeit. Behörden, Krankenhaus und mehrstöckige Wohnbauten zeugen von den mit dem Bevölkerungswachstum linear einhergehenden Bedarf an Einrichtungen. Neue Stadtteile wie Mitterfeld, Bauersiedlung und Affecking schossen aus dem Boden. Ursächlich hierfür war auch die rasante wirtschaftliche Entwicklung, die Kelheim nahm. Sorgte schon ab den 1930er-Jahren die Zellstofffabrik für Lohn und Brot, so bedingten die "Süddeutsche Chemiefaser AG", die Parkettfabrik "Kelmo" oder der Maschinen- und Apparatebau "Kosik" mehr Arbeitskräfte, die in Kelheim ihre Heimat fanden. Teilweise wurden auch in den 1950ern noch Handwagen zur Warenauslieferung genutzt. Damals spielte die Donaufischerei noch eine wichtige Rolle, aber auch der Fremdenverkehr bekam neuen Schwung - Kelheim hat mit der Befreiungshalle und dem Donaudurchbruch ja touristische Hochkaräter zu bieten. Auch die Bildungslandschaft nahm mit der Gründung des Donau-Gymnasiums einen gehörigen Aufschwung. Man wurde sich seiner Schätze bewusst, gründete ein Heimatmuseum und setzte auf Denkmalschutz, so konnte sich Kelheim bis heute - trotz Kriegszerstörungen - ein authentisches Stadtbild bewahren. Die Eckpunkte in diesen beiden Dekaden werden durch zahlreiche (überwiegend schwarzweiße) Fotos belegt. Wohltuend für den geneigten Leser ist, dass auf Fußnoten verzichtet wurde. Dafür geben eine Zeittafel sowie ein Quellen- und Literaturverzeichnis beredt Auskunft über markante Daten und Ereignisse. Eine überaus interessante Chronik, die generationenübergreifend und nicht nur in Kelheim ihre Freunde finden dürfte. Empfehlenswert!
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Artikelbeschreibung

Das Buch nimmt Sie mit auf eine Zeitreise in die jüngste Vergangenheit der mittel alterlichen Herzogsstadt. Entdecken Sie, wie sich die Stadt im Laufe dieser kurzen Zeitspanne verändert hat.Die Älteren werden bei dieser Zeitreise vieles wiederfinden, an das sie Erinnerungen knüpfen. Die Jüngeren werden erkennen, welch Aufbauwille und Leistungsbereitschaft damals nötig waren, damit man auch in Kelheim von einem "Wirtschaftswunder" sprechen konnte.Nur aus dem geschichtlichen Werden lässt sich heute verstehen, wie sich die Stadt in dieser "bewegten Zeit" entwickelt hat. Vielfach standen sich Tradition und Moderne gegenüber. Was ging verloren - und was blieb?

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Personeninformation

DR. WOLF-HEINRICH KULKE... Jahrgang 1967, ist Stadtarchivar und Kreisheimatpfleger in Kelheim. Die anschauliche Dokumentation historischer Entwicklungen des 20. Jahrhunderts durch zeitgenössische Fotografie ist ihm ein besonderes Anliegen, das auch die Fotosammlung des Stadtarchivs Kelheim prägt.

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