Dechbetten, Ziegetsdorf und Königswiesen

damals und heute
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Bayern im Buch-Rezension
Gut gemachte Chronik der drei Orte, die 1938 nach Regensburg eingemeindet bzw. überbaut wurden.
Gabriele Deml und Fritz Rehbach legten mit ihrem ersten Buch "Großprüfening" schon die beeindruckende Dorfchronik eines Regensburger Vorortes vor. Weiter, auf derselben Seite der Donau, erstrecken sich Dechbetten, Ziegetsdorf und Königswiesen. Dechbetten, einst Eremitenklause, an deren Stelle wohl später eine Kirche errichtet wurde. Um dieses Gotteshaus herum bildete sich eine Siedlung samt Landgut und Wasserschloss. Heute empfiehlt sich Dechbetten als Sitz für mittelständische Unternehmen und Wohnstätte für Erwerbstätige im Raum Regensburg. Königswiesen besaß bis in die 1970er Jahre einen Gutshof, der auch Herrensitz war. Nachweise hierfür reichen bis ins frühe Mittelalter zurück. Dann entstand auf dem "Königsberg" eine Trabantenstadt, von Wohnsilos geprägt, zudem eine Kirche, ein Einkaufszentrum sowie das Viertel prägende KönigsTOR, ein Geschäfts- und Wohnkomplex. Ziegetsdorf liegt seit Beginn des 19. Jh. auf dem einst dicht bewaldeten Ziegetsberg. Der relativ junge Stadtteil gab in den 1930er Jahren Überreste eines römischen Merkur-Tempels frei. Dieser ist nun im Historischen Museum der Stadt Regensburg zu bewundern. Antike und Moderne liegen am Ziegetsberg nah beisammen, denn dem Fernsehsendemasten auf dem Jahr 1961 folgte ab 1976 der Fernmeldeturm "Sender Regensburg-Ziegetsberg". Allen drei Orten ist gemeinsam, dass sie durch den Bau der Autobahnen A93/A3 an Zuwachs gewannen, aber auch gleichsam durchtrennt wurden und so den dörflichen Charakter verloren. Die alten Ortskerne gibt es schon lange nicht mehr, Straßenzüge, Neubauten und Umbauten, die selten zum Vorteil des Ortsbildes gereichten, verdrängten das Heimelige. Mit zahlreichen sw-Bildern demonstrieren Deml und Rehbach die Entwicklung der Dörfer. Einwohnerverzeichnisse, Luftbilder und Kartenausschnitte verdeutlichen das Einst und Jetzt. Ein "Glücksgriff" sind auch die vielen Privatfotos, die Menschen, Architektur und in gewisser Weise auch das Leben in den ehemaligen Dörfern enorm veranschaulichen. Eine zum Buch gewordene Erinnerungskultur - sehr zu empfehlen.
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Artikelbeschreibung

Dechbetten und Ziegetsdorf waren beschauliche Dörfer mit zahlreichen Bauernhöfen, etlichen Geschäften und einigen größeren Betrieben. 1938 wurden die beiden Dörfer zusammen mit Großprüfening nach Regensburg eingemeindet. Zwischen den Orten lag das herrschaftliche Gut Königswiesen, das in den 70er Jahren der fortschreitenden Bebauung durch Hochhäuser weichen musste. Einschneidend war der Bau der Autobahn mitten durch die Dörfer. Gabriele Deml und Fritz Rehbach sammelten wie schon bei ihrem ersten Buch "Großprüfening. Das Dorf im Stadtwesten - damals und heute" zahlreiche Bilder und Geschichten, sprachen mit den Einheimischen und recherchierten in den Archiven. Mit ihrem Buch möchten sie Erinnerungen bewahren: an Häuser, an Ereignisse, an Menschen.

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