Der Chevalier Des Touches

Band 13
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Buchprofile - Rezension
Romanbiografie des französischen Adligen aus der Zeit der französischen Revolution und der Regierung Napoleons.
Jules Barbey d' Aurevillys (1808 - 1889) Roman "Der Chevalier des Touches" wurde von der Wissenschaft stiefmütterlich behandelt, von Kollegen jedoch hochgeschätzt. Heinrich Mann (sein Essay ist in dem Buch abgedruckt) lobte den Roman, der von "Ritterlichkeit, Frauenverehrung und romantischem Christentum" erzählt, als "Meisterwerk". Die Handlung orientiert sich am Lebenslauf von Jacques Destouches de la Fresnay (1780-1858), der als Kurier zwischen normannischen Royalisten und emigrierten Adligen tätig war, 1798 verhaftet und zum Tode verurteilt wurde, befreit, später nach Kanada deportiert und, wieder in Frankreich, in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen wurde. Die Erzählung lehnt sich mit burlesker Absicht an die Evangelien an, der Autor hat viele Szenen hinzuerfunden und die Lebenserzählung ausgeschmückt. Eine interessante historische Lektüre aus dem Frankreich des 19. Jahrhunderts, für größere Bestände. (Übers.: Caroline Vollmann u. Gernot Krämer)
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Artikelbeschreibung

»Ein Epos großen Stils.« Heinrich Mann Ist er es, oder ist es ein Gespenst? Der verwirrte alte Mann, der an einem windigen Abend auf dem Kapuzinerplatz in Valognes steht, weckt die Erinnerungen an einen großen Coup des Widerstands gegen die Revolution: die Befreiung des zum Tode verurteilten Chevalier Des Touches 1799. Die Ereignisse liegen drei Jahrzehnte zurück und man wähnte den Chevalier längst tot. Aufgeschreckt durch seine vermeintliche Wiederkehr, erzählen sich in einem Salon bei knisterndem Feuer ein paar Landadlige, die schon bessere Zeiten gesehen haben, seine abenteuerliche Geschichte. Unter ihnen die taube Aimée de Spens, die darin eine zentrale und einigermaßen pikante Rolle spielt und nicht ahnt, dass man von ihr spricht. Der Chevalier Des Touches, einer der wichtigsten Romane von Jules Barbey d'Aurevilly, erscheint in dieser Ausgabe mit den Texten von Heinrich Mann und Michel Serres und den Illustrationen von Félix Buhot zum ersten Mal auf Deutsch.

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Personeninformation

Jules Barbey d'Aurevilly, 1808 in Saint-Sauveur-le-Vicomte geboren, verfasste Romane und Essays. Der schon zu Lebzeiten berühmte und umstrittene Dandy stammte zwar aus der Normandie, lebte jedoch in der Hauptstadt, wo er 1889 starb. Bewunderer loben seinen geschliffenen Stil und erfreuen sich an seiner faszinierenden Persönlichkeit. Feinde werfen ihm seine Intoleranz und reaktionäre Haltung vor. Huysmans beschreibt ihn in seinem Roman Gegen den Strich als »Hengst unter den Wallachen, die die klerikalen Pferdeställe füllten.«

Gernot Krämer, 1968 in Hamm geboren, aufgewachsen in Westafrika und in Westfalen, studierte Komparatistik, Germanistik, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften sowie Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum und lebt als Redakteur der Literaturzeitschrift Sinn und Form in Berlin. Bei Matthes & Seitz Berlin gibt er die Barbey-d'Aurevilly-Ausgabe heraus und hat einige der Bände auch übersetzt.

Gernot Krämer, 1968 in Hamm geboren, aufgewachsen in Westafrika und in Westfalen, studierte Komparatistik, Germanistik, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften sowie Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum und lebt als Redakteur der Literaturzeitschrift Sinn und Form in Berlin. Bei Matthes & Seitz Berlin gibt er die Barbey-d'Aurevilly-Ausgabe heraus und hat einige der Bände auch übersetzt.

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