Landsberger Stadtgeschichte(n)

Ein literarischer Streifzug durch die historische Stadt
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Bayern im Buch-Rezension
Zehn Kurzgeschichten erfühlen historische Orte und Gegebenheiten in Landsberg am Lech.
Die "Landsberger Stadtgeschicht(en)" versuchen, den Leserinnen und Lesern Geschichte und Bild der schönen kleinen Stadt am Lech literarisch nahezubringen. Vom Marktplatz bis zum anderen Flussufer führen zehn Kurzgeschichten der versierten Autorin zu Kirchen, Klöstern und anderen Orten, mit denen sich Geschichte am Lech verbinden lässt. Das Spektrum reicht dabei von den Wittelsbachern (Ludwig der Bayer, Herzog Ernst) über brave Ordensleute (Ursulinen, Jesuiten) bis zur Kunst (Dominikus Zimmermann, Hubert von Herkomer, Caroline Kempter) und zum ehrbaren Leben der Landsberger (Spital, Flößer). Alle Geschichten sind gut recherchiert und flott geschrieben und werden durch eine kurze historische Einordnung ("Was wirklich geschah") ergänzt. Allerdings endet die Landsberger Geschichte offenbar am Ende des 18. Jh., lediglich in den Einordnungen wird manchmal weiter nach vorne geschaut, die Zeitgeschichte findet bis auf die spätromantische Episode zum Mutterturm Hubert von Herkomers und das "Malweib" Caroline Kempter nicht statt. Da passt es, dass die Bebilderung oft auf Fresken und Gemälde des 19. Jh. im Historischen Rathaus Landsbergs zurückgreift. In gewisser Hinsicht ist auch die Sprache historistisch. Sadegor bemüht einen Stil, der in "historischen" Romanen recht üblich ist, aber hier in der kleinen Form meist unfreiwillig komisch wirkt. Man hätte sich mehr gewünscht. So bleibt ein Büchlein, das nach der Lektüre kaum Spuren hinterlässt. In Landsberg am Lech selbst ist ein Ankauf des Buchs überlegenswert.
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Artikelbeschreibung

Zehn spannende Geschichten und Histörchen erzählen vor dem Hintergrund realer Stadtgeschichte von Liebe und Leid, Freude und Schrecken vergangener Zeiten. Beginnend beim Besuch von König Ludwig dem Bayer im Jahr 1315 bis hin zum Jahr 1902, in dem Hexen ihr Quartier in Landsberg aufschlugen, wird an teils vergessene Persönlichkeiten erinnert und Schicksale aus der Stadtgeschichte werden wieder lebendig. Ein literarischer Führer durch Landsberg am Lech.

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Personeninformation

Monika Sadegor, Jahrgang 1953, aufgewachsen in München und Passau, lebt heute zwischen Ammersee und Lech. Nach dem Studium der Psychologie, Verwaltungswirtschaft und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München war sie lange Zeit als Führungskraft und Trainerin in der Wirtschaft tätig. Ihr lebendiger Erzählstil und die wortgewaltige Sprache lassen den Leser eintauchen in die Gegenwart ihrer Texte. Ihre bildhafte und ausdrucksstarke Sprachschöpfung, untermalt mit psychologisch-philosophischem Gedankengut, erzeugt so ein ganz eigenes Sprachgefühl voll Sinnlichkeit und Emotionalität. Ästhetik der Sprache und Klarheit des Geistes gehen in ihrer Lyrik und Prosa eine gelungene Synthese ein. Ihre Bücher sind stets von wahren Begebenheiten inspiriert, die - literarisch überformt - von zeitloser Aktualität sind.
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