Baden in bayerischen Denkmälern - Thermen, Schwimmhallen, Naturbäder

Band 3
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Bayern im Buch-Rezension
Führer zu historischen Badeanlagen in Bayern.
Der Volk-Verlag hat jüngst eine mehrbändige Reihe gestartet unter dem Titel „Genuss mit Geschichte. Ein Band dieser Reihe widmet sich historischen Badeanlagen in Bayern. Diese vielen sicher nicht so bekannten, aber gerade deswegen umso reizvolleren Denkmalorte reichen von den römischen Badeanlagen in Weißenburg über die historischen Kuranlagen in Bad Brückenau und Bad Kissingen über die städtischen Brausen- und Wannenbäder in München bis zum Strandbad im Bad Schachen am Bodensee. Das Ernst-Sachs-Bad in Schweinfurt wurde erst kürzlich zur Kunsthalle umgestaltet, das Felsenbad in Pottenstein in der Fränkischen Schweiz wurde durch eine Bürgerinitiative wieder der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt. Die Kneippanlagen in Bad Wörishofen erfreuen sich bis heute großer Beliebtheit bei den Kurgästen. Die Texte über die Bäder sind fundiert recherchiert und ausführlich, gut bebildert und werden mit einem kurzen, informativen Absatz mit Adresse und Öffnungszeiten abgerundet. – Ein schöner Band, der sich mit weniger bekannten Denkmälern befasst, die aber unbedingt einen Besuch wert sind. Breit einsetzbar.
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Artikelbeschreibung

Sei es aus hygienischen, medizinischen oder religiösen Gründen, zum bloßen Vergnügen, zur Erfrischung oder Entspannung - das Baden gehört seit jeher zu den zentralen Bedürfnissen des Menschen. Die ersten öffentlichen, der gesamten Bevölkerung zugänglichen Badeanlagen wurden schon von den alten Griechen errichtet. Deren Vorbild folgend, tauschten bald die expansionsfreudigen Römer ihr Bad im Tiber gegen den komfortablen Besuch prächtiger Thermen ein. Ihrer Liebe zum wohltuenden Bad verliehen sie auch in ihren zahlreichen Provinzen - darunter der Süden des heutigen Bayerns - mit dem Bau wahrer Schwimmtempel Ausdruck.Die in der bayerischen Denkmalliste verzeichneten historischen Badestätten sind wesentliche Zeugnisse unserer Kulturgeschichte und hinsichtlich ihrer Gestaltung und Funktion vielfältig: Architektonische Schätze stehen neben reinen Zweckbauten wie Brause- und Wannenbädern, Fluss- und Strandbäder, ein Moor-, ein Pfahl- sowie ein Felsenbad gesellen sich zur Olympiaschwimmhalle und reizvolle Volksbäder und Kuranlagen oder höfische Bäder zeigen ihre Pracht gegenüber nicht minder faszinierenden mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Badhäusern.Die beiden Autorinnen Eva Maier und Katrin Vogt haben die Route einer außergewöhnlichen Zeitreise abgesteckt: von der römischen Antike bis in die 1970er Jahre, von Unterfranken bis Oberbayern geht es der Geschichte der Badekultur folgend durch Bayerns Vergangenheit. Ausgewählt wurden die 34 Baudenkmäler dabei mit besonderem Blick auf ihre Erlebbarkeit. Der Sprung ins geschichtsträchtige Nass, der nostalgische Charme und das besondere Ambiente der teils museal aufbereiteten, einstigen Badetempel sorgen dabei für echten Hochgenuss. Mit Informationen zu Lage und Öffnungszeiten bringt dieser bayerische Bäderführer Geschichtsbegeisterte und Badelustige gemeinsam auf Tour.

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Personeninformation

Maier, EvaDie gebürtige Münchnerin und Kunsthistorikerin Dr. Eva Maier war nach dem Abschluss ihres Magisterstudiums 2007 für das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege tätig. Vogt, KatrinKatrin Vogt M.A. studierte Kunstgeschichte in Dresden und Denkmalpflege in Bamberg; seit 2011 lebt und arbeitet sie in München, bis 2015 am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege.
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