Diktatoren als Türsteher Europas

Wie die EU ihre Grenzen nach Afrika verlagert
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Buchprofile - Rezension
Beitrag zu Ursachen von Flucht und Migration mit Ausblick auf die Folgen politischen Handelns in der EU.
Die europäische Flüchtlingspolitik ist und bleibt ein Dauerthema. In einer kritischen Studie zur aktuellen Afrikapolitik der EU beschreiben und erläutern die beiden Journalisten eine Politik, die die Außengrenzen in den nordafrikanischen Ländern (Bsp. Libyen) sieht und eine Kontrolle der Flüchtenden in den Herkunftsländern vorsieht. Das hat einen Wandel der außen-, wirtschafts- und entwicklungspolitischen Fragen zur Folge und es wird über Abschottung, militärische Aktionen, Grenzsicherung oder die Rücknahme von Migranten diskutiert. Da es sich bei den entsprechenden Staaten nicht immer um demokratische oder gar sichere Länder handelt, sind negative Folgen und Schäden wahrscheinlich. Ursachen und Entwicklung von Flucht und Vertreibung werden so jedenfalls nicht aufgehoben. - Informativer, diskussionswürdiger und kritischer Beitrag, der ab mittleren Büchereien einen Platz im Bestand finden sollte.
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Artikelbeschreibung

Europa zieht seine Grenzen durch Afrika. Migrationskontrolle ist in der EU zu einer Frage von höchster innenpolitischer Bedeutung geworden. Mit Hochdruck baut sie daher ihre Beziehungen zu den Regierungen auf dem afrikanischen Kontinent aus. Diese sollen ihre Bürger daran hindern, nach Europa zu gelangen. Die EU bietet dafür Militär- und Wirtschaftshilfe in Milliardenhöhe. Sie arbeitet mit Regimen zusammen, die schwere Menschenrechtsverletzungen begehen, und bildet deren Polizei und Armeen aus. Die Bewegungsfreiheit in Afrika wird eingeschränkt, Entwicklungshilfe wird umgewidmet und an Bedingungen geknüpft: Wer Migranten aufhält, bekommt dafür Geld. Am meisten profitieren IT-Unternehmen sowie Rüstungs- und Sicherheitskonzerne in Europa.
Seit Jahren recherchieren Simone Schlindwein und Christian Jakob zu diesem Thema. Ihr Buch ist die erste umfassende Darstellung der neuen europäischen Afrikapolitik.
»Von geschützten Grenzen und der Öffnung der Märkte träumt die EU. Von geschützten Märkten und offenen Grenzen träumt Afrika. Solange dieses Interessensdilemma nicht gelöst ist, wird es keine echte Partnerschaft geben.«
Christian Jakob, Simone Schlindwein

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Personeninformation

Jahrgang 1979, Studium der Soziologie, Volkswirtschaft, Philosophie in Bremen und Mailand, Global Studies in Berlin, Buenos Aires und Delhi. Seit 2006 Redakteur der tageszeitung, zuerst bei der taz Nord in Bremen, seit 2014 Redakteur im Reportage und Recherche-Ressort. 2020/2021 Journalist in Residence am Max-Planck-Institut für Völkerrecht in Heidelberg. Für seine Berichterstattung wurde er 2017 mit dem Otto-Brenner-Preis für für kritischen Journalismus ausgezeichnet. Der Autor auf Twitter: @chrjkb.

Simone Schlindwein, Jahrgang 1980, lebt seit 2008 in Uganda und ist Korrespondentin der Tageszeitung (taz) für die Region der Großen Seen: DR Kongo, Ruanda, Burundi, Uganda, Zentralafrikanische Republik, Südsudan. Von 2006 bis 2008 war sie u.a. Moskau-Korrespondentin des Spiegel. Für ihre Arbeit wurde sie u.a. mit dem Journalistenpreis »Der lange Atem« sowie dem Otto-Brenner-Preis ausgezeichnet. Zuletzt veröffentlichte sie die Bücher »Diktatoren als Türsteher Europas« (mit Christian Jakob) und »Tatort Kongo« (mit Dominic Johnson und Bianca Schmolze).

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