Der Löwe Gottes

Roman
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Buchprofile - Rezension
Fiktives Bekenntnis eines israelischen Mossad-Agenten, der Rache an ehemaligen Nazis nimmt.
In einem Kaufhaus spricht ein Unbekannter die Ich-Erzählerin an. Ihm gelingt es, sie in sein Haus mitzunehmen, wo er ihr eröffnet, er habe ein Buch von ihr gelesen und wünsche, dass sie eines über ihn schreibe. Der Unbekannte ist Halbjude und arbeitet im florierenden Geschäft seines Großvaters, aber auch als Spion des israelischen Geheimdienstes Mossad. Er spürt einstige Nazis in aller Welt auf und wird zu deren Mörder. Friedländer versteht es, Ariels in der Ich-Form erzählten Bericht immer wieder durch die diesen gegenübergestellten Gedanken der Ich-Erzählerin zu durchbrechen. Hin- und hergerissen zwischen Abscheu und Faszination zu Ariels Bericht erträgt Letztere ihre platonische Liebe zu ihm, der eine andere liebt. Wie aus dem Klappentext ersichtlich, handelt es sich um ein persönliches Buch der Autorin - Journalistin beim ZDF -, in dem sie Erzählungen aus ihrer Familie zu einer fiktiven Erzählung eines an der Shoa Rache nehmenden Juden verwoben hat, die wie ein reales Bekenntnis wirkt. Ein mitreißender Roman, das folgende Zitat aus dem Buch passt wie angegossen: "Er hatte mich ergriffen und ich war ihm willenlos gefolgt."
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Artikelbeschreibung

Dies ist die Geschichte von Ariel, dem Löwen Gottes. Und es ist die Geschichte einer großen Liebe, die eine Zuhörerin braucht. Der im Jahr 1939 geborene jüdische Junge Ariel vagabundiert mit seinen wohlhabenden Eltern durch die Welt, während die Nazis in Deutschland morden. Ariels Vater stirbt bei seinem Einsatz für den britischen Geheimdienst. Der Sohn wird zum Nazi-Jäger, zum Rächer. Er ist der Löwe Gottes. Dies ist die Geschichte von Vergangenheit, die nie vergeht - und einer großen Liebe.

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Personeninformation

Maren Friedlaender, in Kiel geboren. Journalistin beim ZDF, Studium der Psychologie, Kommunalpolitikerin. Mit dem Fahrrad erobert sie ihre Wohnorte: Hamburg, Wiesbaden, Berlin, Köln. Die Entdeckung der Städte durch das Unterwegssein in verschiedenen Welten: schreibend, aber auch aktiv in der Politik; für einige Jahre Mitglied des Kölner Kulturausschusses. In dem Roman "Der Löwe Gottes" verarbeitet sie das Schicksal der Emigration ihrer jüdischen Familie, die während der Nazi-Zeit und des Krieges in Liechtenstein ausharrte und sich danach für ein vereintes Europa engagierte. Es sind die in Jahrzehnten am Familientisch ausgetauschten Geschichten, die sich in der jetzt vorliegenden fiktiven Erzählung niederschlugen.
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