Die Tochter des Bildschnitzers

Band 1
Historischer Roman
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Bayern im Buch-Rezension
Erster Teil der Geschichte von Luzia Magdalena Riemenschneider, einer adoptierten Tochter des Würzburger Bildschnitzers.
Es ist das Jahr 1525. Die Zeiten sind unruhig; es ist der Vorabend der Bauernkriege. In Würzburg ist auch für Tilman Riemenschneider, Ratsherr und etablierter Künstler, das Leben schwierig, vor allem die Frauen seines Haushalts bereiten ihm Sorgen. Da ist Margaretha, seine vierte Frau, eitel, selbstsüchtig, die mit Luzia auf Kriegsfuß steht. Diese Luzia will unbedingt auch Bildschnitzerin werden, was aber in jenen Zeiten so gut wie unmöglich ist. Ein Straßenmaler, den sie auf einem der Streifzüge durch die Stadt kennenlernt, Wenzel Lautenschläger, will ihr zumindest das Malen zeigen. Aber als Sympathisant des Bundschuh ist Lautenschläger arg gefährdet; schließlich wird es ihm auch zum Verhängnis. Bischof Konrad von Thüngen hofft zwar, dass es schon nicht so arg kommen wird mit den rebellierenden Bauern und Handwerkern, will aber vorsichtshalber doch mehr Söldner anwerben. Margaretha will Luzia unbedingt mit dem Sohn des reichen Weinbauern Häfner, einem Schläger und Trunkenbold verheiraten. Das Mädchen weigert sich aber strikt. - Der Autor hat hier Tilman Riemenschneider einfach ein fiktives weiteres Kind zugeteilt, eben die rebellische Luzia. Die Geschichte des Bauernkrieges hat so einen Aufhänger für die Ereignisse. Die Verhältnisse, das Leben in einer Stadt wie Würzburg, wird eingehend geschildert. Neben Personenverzeichnissen gibt es eine Stadtskizze, Tabellen für Löhne und Preise, Honorare für Werke Riemenschneiders, Tagesablauftabellen für Klöster. Das ist alles gut recherchiert und übersichtlich dargestellt. Was aber stört, ist der Schreibstil und vor allem die Dialoge. Permanente Frotzeleien in den Gesprächen, beliebige Texte und neuzeitliche Begriffe beeinträchtigen die an sich interessante Geschichte. Wer sich an derlei Unzulänglichkeiten nicht weiter stört, findet in dem Buch schon interessantes. Da sollte auch die Beschreibungen mancher Grausamkeiten, wie die Folterungen der Inquisitionshenker, nicht allzu sehr die Laune verderben. Gezielt einsetzbar.
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Artikelbeschreibung

Würzburg, April 1525. Luzia Magdalena, Tochter des Bildschnitzers Tilman Riemenschneider, hadert mit ihrem Schicksal. Ihr Vater, ein langjähriger Ratsherr der Stadt, will sie unter die Haube bringen. Luzia indes möchte auf eigenen Füßen stehen - und das Kunsthandwerk bei ihm erlernen. Doch dann nimmt ihr Leben eine unerwartete Wendung. Wenzel, der Straßenmaler und Parteigänger der aufrührerischen Bauern, schlägt Luzia vor, ihr die Kniffe beim Anfertigen von Porträts beizubringen. Eine Offerte, die auf fruchtbaren Boden fällt ...

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Personeninformation

Uwe Klausner wurde in Heidelberg geboren und wuchs dort auf. Sein Studium der Geschichte und Anglistik absolvierte er in Mannheim und Heidelberg, die damit verbundenen Auslandsaufenthalte an der University of Kent in Canterbury und an der University of Minnesota in Minneapolis/USA. Heute lebt Uwe Klausner mit seiner Familie in Bad Mergentheim. Neben seiner Tätigkeit als Autor hat er bereits mehrere Theaterstücke verfasst, darunter »Figaro - oder die Revolution frisst ihre Kinder«, »Prophet der letzten Tage«, »Mensch, Martin!« und erst jüngst »Anonymus«, einen Zweiakter über die Autorenschaft der Shakespeare-Dramen, der 2019 am Martin-Schleyer-Gymnasium in Lauda uraufgeführt wurde.
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