Das Wenige und das Wesentliche

Ein Stundenbuch
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Buchprofile - Rezension
Neujahr - Zeit zum (Nach-/Um-) Denken oder die Auseinandersetzung mit der Sinnhaftigkeit des Seins.
Inspiriert durch Studierende zum Thema Digitalisierung entstand dieses Stundenbuch, das sich mit Askese der Zukunft (bewusstes Weglassen) als Abgrenzung von Askese der Vergangenheit (Verzicht) sowie den Fragen "Wo stehe ich / Wo komme ich her / Wo gehe ich hin / Wie lebe ich richtig oder richtiger?" befasst. Der Erzähler setzt sich auf seinem Weg durch die ligurische Landschaft u.a. mit den Sinnfragen von Ödipus, Sisyphos und Hiob, unserem Umgang miteinander und mit der Natur sowie unserer Vereinnahmung durch die Digitalisierung auseinander. Am Ende des (fiktiven) Tages hat er in 14 Diskursen von Sonnenaufgang bis zum Abend das für ihn Wesentliche zu Papier gebracht. - Die Kunst des Weglassens manifestiert sich hier optisch durch weitgehenden Verzicht auf Interpunktion, was ein bewussteres Lesen erfordert. In den Landschaftsbeschreibungen, besonders des Wassers, tritt neben dem Philosophen der Romanautor ("Vom Wasser" (1998), "Wassererzählungen", BP/mp 14/387, "Der brennende See", BP/mp 20/403, zul. „Die Wütenden und die Schuldigen“, Besprechung online) stärker hervor. Das Werk kann - ähnlich wie religiöse Stundenbücher - mehrfach zu den betreffenden Stunden gelesen werden und Begleiter bei der Suche nach dem Wesentlichen im eigenen Leben sein. - Sehr zu empfehlen, aufgrund des Buchtyps aber eher für größere Bestände.
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Artikelbeschreibung

Ein Neujahrsmorgen im ligurischen Hinterland. Ein klösterliches Zimmer. Eine Landschaft, die zugleich karg ist und grün. In dieser stillen Umgebung, an diesem Tag des Anfangs und des Endes stellt sich die älteste Frage von allen noch einmal neu: Wie lebe ich richtig? Es beginnt ein Gedankengang durch die Stunden des Tages von vor Sonnenaufgang bis nach Sonnenuntergang, von den Anfängen der Lebensbetrachtung bis in die Gegenwart und darüber hinaus. Dieses Buch ist eine Einladung, die Suche nach der richtigen Richtung mitzugehen: im Nachdenken über Sinn und Sein, über die Lebensregeln des Wenigen und Wesentlichen sowie die klassischen Imperative der Schönheit, des Maßes und der Selbsterkenntnis.Der Romanautor und promovierte Philosoph John von Düffel hat mit diesem Brevier keine Geschichte im herkömmlichen Sinn geschrieben, sondern eine kleine Chronik des Klarwerdens darüber, wie sich ein Leben erzählt. Sprachlich verdichtet legt er einen lebensphilosophischen, literarischen Text vor. Die Antwort auf alles liegt in der gesellschaftlichen und zugleich ganz persönlichen Frage: In welcher Geschichte bin ich? An welchem Punkt dieser Geschichte? Und wie gehe ich weiter?

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Personeninformation

JOHN VON DÜFFEL, geb. 1966 in Göttingen, studierte Philosophie in Stirling, Schottland, und Freiburg im Breisgau und promovierte über Erkenntnistheorie. Er arbeitet als Dramaturg am Deutschen Theater Berlin und ist Professor für Szenisches Schreiben an der Berliner Universität der Künste. Seit 1998 veröffentlicht er Romane, Erzählungsbände sowie essayistische Texte bei DuMont, u. a. 'Vom Wasser' (1998), 'Houwelandt' (2004), 'Wassererzählungen' (2014), 'Klassenbuch' (2017), 'Der brennende See' (2020), 'Wasser und andere Welten' (Neuausgabe 2021), 'Die Wütenden und die Schuldigen' (2021) sowie 'Das Wenige und das Wesentliche. Ein Stundenbuch' (2022). Seine Werke wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem aspekte-Literaturpreis und dem Nicolas-Born-Preis.

Pressestimmen

»Was das Buch leistet, ist eine Umkehrung der Perspektive: Askese emanzipiert sich vom Verzicht. John von Düffels hellsichtiges Stundenbuch ist das Buch der Stunde: in der Klimakrise, die das Wachstumsdenken an sein Ende führt.« Begründung der Jury, ZUKUNFTSBUCH 2023 »Ein reizendes Buch« Hilmar Klute, SÜDDEUTESCHE ZEITUNG »'Was wir gesagt und getan haben / ist in der Welt.' Was geschrieben wurde, zum Glück auch. Denn dieses Buch macht sie um vieles reicher.« Barbara Weitzel, WELT AM SONNTAG »'Das Wenige und das Wesentliche' von John von Düffel ist eine Anleitung, wie man heute lebt, ohne ein Entsagungsnarr zu werden.« BELLEVUE NZZ »Klug und poetisch, kristallin, erfrischend und wesentlich ist dieses Stundenbuch, das mit seiner zutiefst menschlichen Haltung geradezu frohen Trost bietet.« Brigitte Schmitz-Kunkel, KÖLNISCHE RUNDSCHAU »John von Düffels 'Stundenbuch' ist das Buch zur Stunde.« Jutta Duhm-Heitzmann, WDR LESESTOFF »Es sind wunderbare Themen, die [John von Düffel] aufgreift. [...] Es ist einfach schön, es zu lesen. [...] Ein Buch, das erfreut.« Margarete von Schwarzkopf, NDR DIE BÜCHERWELT »Manchmal sind es die kleinen Bücher, die sich den ganz großen Fragen widmen. Der Schriftsteller und Dramaturg John von Düffel hat jetzt ein [...] Buch über eigentlich alles geschrieben.« Ronald Meyer-Arlt, HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG »Das Buch lädt dazu ein, sich Gedanken zu machen, wie man leben möchte [...] angesichts der Krisen unserer Zeit.« Nadine Kreuzahler, RBB INFORADIO »Dieses Stundenbuch ist eine Einladung zur kontemplativen Wanderschaft, Wegzehrung für Seele und Geist und ein sehr persönliches Bekenntnis des Autors.« Katrin Krämer, NDR KULTUR »Eine der klügsten Auseinandersetzung mit der Figur Ödipus, die mir seit langem untergekommen ist.« Nora Karches, DEUTSCHLANDFUNK »Ein nachdenkliches und nachdenklich machendes Buch.« Thomas Plaul, SR2 LITERATUR IM GESPRÄCH »Er [John von Düffel] versucht uns mit diesem Buch zum Denken anzuregen. Und das funktioniert mit diesem Buch. Ich würde es vielen Leuten in die Hand geben wollen.« Katrin Schumacher, 3SAT BUCHZEIT »Es ist ein Buch zur Stunde« Sandra Kegel, 3SAT BUCHZEIT »Klug, tiefgründig und poetisch. Das Buch gibt keine Antworten, aber es stellt die richtigen Fragen. [...] Ein Buch zum Immer-wieder-lesen.« ECHO »Das Buch 'Das Wenige und das Wesentliche' lädt ein zur Besinnung auf das eigene Leben.« Stefan Seifel, DER SONNTAG »Ein Buch, das anregt und nachhallt.« Jan Draeger, RHEIN-NECKAR-ZEITUNG »John von Düffel hat mit diesem Brevier für die wichtigen Tage keine Erzählung im herkömmlichen Sinn geschrieben, sondern eine kleine Chronik des Klarwerdens darüber, wie sich ein Leben erzählt.« SCHAUMBURGER NACHRICHTEN »[E]in großes Nachdenken darüber, worauf es ankommt im Leben. Es blendet alles Oberflächliche aus, dass unsere Aufmerksamkeit zu verzwecken und zu vermarkten versucht.« Tomas Gärtner, DRESDNER NEUESTE NACHRICHTEN »Ein inspirierendes Buch.« Ruth Lehnen, KIRCHENZEITUNG Mit sanften und präzise gesetzten Wörtern durchleuchtet [John von Düffel] selbst auferlegte Lebensregeln, preist den Minimalismus und eine daraus entstehende Schönheit und Selbsterkenntnis.« Hannah Krug, BREMER NACHRICHTEN »Jede Seite lesenswert - und das 'Stundenbuch' - schön und schlicht ausgestattet mit schwarzer Schrift auf gelbem Umschlag (mit gelbem Lesezeichenbändchen) - ist selbst im Regal noch ein leuchtendes Juwel«. Ulrich Fischer, THEATERFISCHER »Ein ebenso minimalistisch wie hochwertig aufgemachtes Buch zum kurzen Innehalten und Immer-mal-wieder-reinschauen.« Christoph Walter, BUCHBUBE
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