O Caledonia

Roman | Düster, atmosphärisch, feministisch: Schottischer Gothic-Klassiker & Coming-of-Age Kultbuch
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Buchprofile - Rezension
Die tragische Geschichte von Janet, deren Drang nach Unabhängigkeit und Selbstbestimmung sie in ständige Konflikte mit ihrer Familie bringt.
Janet wächst in den 40er- und 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts im rauen Norden Schottlands auf. Inmitten von Wäldern und Schluchten liegt das einsame Anwesen der Familie, ein unwirtlicher Ort. Janet ist ein hochbegabtes, sensibles, temperamentvolles und eigensinniges Mädchen. Sie lehnt die an sie gerichteten Erwartungen eines mädchenhaften Verhaltens ab. Weil sie deshalb innerhalb der Familie ständig aneckt, sucht sie Trost in der Natur, der Literatur und den Sprachen. Das Motto der Familie – Moriens sed Invictus (Sterbend, aber unbesiegt) – könnte nicht passender sein für die wilde, mutige Janet. Der Roman beginnt mit einem Paukenschlag: Janet wird tot unter einem Buntglasfenster im elterlichen Schloss gefunden. Nur die gezähmte Dohle trauert um sie, ihre Familie möchte sie so schnell als möglich vergessen. Ein ungewöhnlicher Buchanfang, der aber nicht die Suche nach dem Mörder in den Mittelpunkt stellt, sondern die Lesenden tief in die verletzte Seele einer Heranwachsenden blicken lässt. Janet ringt um die Liebe und Aufmerksamkeit ihrer Familie, gleichzeitig strebt sie früh nach Selbstbestimmung und Unabhängigkeit. Diese zwei Pole gehen in der damaligen Gesellschaft nicht zusammen und werden zum tragischen Konflikt, der ihr kurzes Leben dominiert. Mich hat dieser erstmals 1991 erschienene Roman, nun nach mehr als 30 Jahren in einer neuen, atmosphärisch genialen Übersetzung vorliegend, durch die unglaubliche Sprachgewalt gefesselt und tief beeindruckt. Allen literarisch Interessierten sehr zu empfehlen.
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Artikelbeschreibung

In diesem modernen Klassiker erzählt Elspeth Barker meisterhaft die Geschichte einer gescheiterten Erziehung. Janet wächst in den Vierziger- und Fünzigerjahren des letzten Jahrhunderts im rauen, schottischen Norden auf, auf dem abgelegenen Familiensitz inmitten von Wäldern und Schluchten. Janet ist temperamentvoll und eigensinnig, eine hochbegabte Außenseiterin. Weil sie bei ihrer Familie ständig aneckt, sucht sie irgendwann Trost in der Literatur und der Natur. Nur in ihrer exzentrischen Tante Lila glaubt sie eine Verbündete zu haben. Das Motto der Familie - "Moriens sed Invictus" (Sterbend, aber unbesiegt) - könnte nicht passender sein für das wilde und mutige Mädchen. Ihre eiserne Entschlossenheit, sich selbst treu zu bleiben, macht sie zu einer der unvergesslichsten Heldinnen der zeitgenössischen Literatur.

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Personeninformation

Verena von Koskull, geboren 1970, studierte Italienisch und Englisch in Berlin und Bologna. Sie übersetzte unter anderem Carlo Levi, Gianrico Carofiglio und Salman Rushdie ins Deutsche.

Pressestimmen

»(Man) genießt (...) die köstlichen Formulierungen und Gedankenwendungen dieses Romans.« Passauer Neue Presse 20260704
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