Zuflucht im Gelobten Land

Deutsch-jüdische Künstler, Architekten und Schriftsteller in Palästina/Israel
29,00 €
(inkl. MwSt.)
Versandkostenfrei in DE
Sofort lieferbar
Buchprofile - Rezension
Deutsche Juden nach dem Krieg in Israel - zwischen Heimat und Exil.
Ita Heinze Greenberg, die über 10 Jahre in Israel lebte, gewährt in diesem Buch einen intensiven Blick auf die Situation der deutschen Juden, die kurz vor oder während der NS-Herrschaft nach Palästina auswanderten. Aufgrund vielschichtiger Archivrecherchen, Interviews mit Zeitzeugen und eigenen Erfahrungen während ihrer dortigen Lehrtätigkeit gelingt ihr eine differenzierte, lebendige und authentische Darstellung der vielfältigen Probleme - u.a. Klima, Lebensweise, Berufsanforderungen -, mit denen die hier vorgestellten Immigranten (Architekten, Künstler, Schriftsteller) in ihrer neuen Heimat konfrontiert waren. Diese für viele sehr belastende Situation beschreibt der in München geborene und 1935 nach Palästina ausgewanderte Schalom Ben-Chorin folgendermaßen: "So bleibt es unser Schicksal, in dem Land unserer Auswanderung nicht mehr und im Land der Einwanderung nicht ganz heimisch zu sein." Dieses Dilemma, nicht für alle im gleichen Maß zutreffend, war für die Schriftsteller besonders schwerwiegend, da nur ganz wenige die hebräische Sprache beherrschten. Ganz anders erging es den dringend benötigten Architekten, die - meist der Bauhausarchitektur verpflichtet - mit ihren eindrucksvollen Bauten bis heute das Gesicht Israels prägen. Da Palästina keine nennenswerte Filmindustrie und Theaterlandschaft besaß, emigrierten die meisten Schauspieler, Regisseure, Kameraleute etc. in die USA (Hollywood) und die wenigen, die Palästina als neue Heimat wählten, mussten in verwandte Tätigkeiten wechseln, speziell in das Feld der Fotografie. Die Autorin beendet ihre absolut lesenswerten Ausführungen über die an Einzelschicksalen festgemachte Situation der deutsch-jüdischen Emigranten mit Hinweisen auf die sich vielfach anbahnende Verständigung zwischen der BRD und Israel.
Weiterlesen

Artikelbeschreibung

Der Verleger Martin Feuchtwanger eröffnete eine Suppenküche in Tel Aviv, Max Bronstein brachte das Bauhaus nach Jerusalem und Gabriele Tergit sezierte die neue Heimat literarisch. Die Malerin Lea Grundig zählte zu den Überlebenden des Flüchtlingsschiffs "Patria".

60.000 Juden flüchteten zwischen 1933 und 1941 aus Nazi-Deutschland nach Palästina. Darunter waren Else Lasker-Schüler, Hans Jonas, Erich Mendelsohn und Martin Buber. Die Architekten, Künstler und Schriftsteller setzten sich in ihrem kreativen Denken und Handeln auf ganz unterschiedliche Weise mit der fremden Umgebung auseinander. Ita Heinze-Greenberg hat über ein Jahrzehnt in Israel gelebt. In diesem Buch fasst sie erstmals ihre langjährigen Archivrecherchen und Interviews mit Zeitzeugen zu einer Gesamtschau zusammen, in der individuelle Schicksale und politische Katastrophen verwoben werden.

Produktsicherheit

Hersteller: Verlag Herder GmbH
Anschrift: Verlag Herder GmbH
Kontakt: produktsicherheit@herder.de

Bewertungen

Die Bewertungen werden vor ihrer Veröffentlichung nicht auf ihre Echtheit überprüft. Sie können daher auch von Verbrauchern stammen, die die bewerteten Produkte tatsächlich gar nicht erworben/genutzt haben.