Stabat mater

Band 271
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Buchprofile - Rezension
Ein Waisenkind in Venedig um 1700 wächst im klösterlichen Waisenhaus auf, wo sie Antonio Vivaldi als Musiklehrer hat.
Cecilia, als Neugeborene vor einem von Nonnen betriebenen Waisenhaus abgelegt, wächst in der klösterlichen Umgebung auf und reift zu einer Spitzengeigerin heran. Der in der Ich-Perspektive in Tagebuchform an "Frau Mutter" gerichtete Lebensbericht wird getrieben von der Suche nach den Motiven und Lebensumständen ihrer Mutter. In zahlreichen inhaltlichen Anleihen wird das Leben der Waisen hinterfragend an die "Stabat mater", die schmerzhafte Mutter Christi, vorgestellt. Ein zweiter Erzählstrang widmet sich der frühen musikalischen Förderung der Waisen, die im Kloster hohe Tradition hat und durch Don Antonio, einen jungen komponierenden Priester, auch in der Stadtgesellschaft und bei den Förderern des Klosters hohe Anerkennung findet. Der anfängliche Zorn Cecilias gegenüber der Mutter, sie dem Klosterleben, der Musik, der Liturgie ausgesetzt zu haben, entwickelt sich zur Freude, durch die eigenen Fähigkeiten Anerkennung zu finden und endlich auch ohne Maske auftreten zu dürfen. - Scarpa zeichnet - in hoher Verehrung für die Musik von Antonio Vivaldi - ein reflexionsreiches Mädchen- und Frauenleben nah an dem historischen Wissen über die kirchlichen Waisenhäuser als frühe Musikschulen in Venedig um 1700. Die geringe Seitenzahl sollte angesichts der kleinen Schriftgröße kein Anschaffungshemmnis sein. Ebenso nicht die Tatsache, dass der Roman erstmals 2009 in der Reihe Wagenbach Quartbuch erschien. Empfehlenswert.
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Artikelbeschreibung

Venedig im 18. Jahrhundert. Im Ospedale della Pietà, einem Kloster und Waisenhaus, können Neugeborene abgelegt werden, deren Mütter unerkannt bleiben wollen. So erging es auch Cecilia. Inzwischen ist sie sechzehn und die Begabteste im Orchester des Waisenhauses, das über Italien hinaus berühmt ist. Mehr noch als von Musik ist sie von der Frage besessen, wer ihre Mutter war und weshalb sie sie weggeben hat. Ruhelos streift sie nachts durch die verborgensten Winkel des Klosters und schreibt Briefe an eine imaginierte Mutter.Als ein neuer Musikmeister eintrifft, ändert sich ihr Leben. Es ist Antonio Vivaldi. Der junge Komponist mit dem roten Haarschopf erkennt das große Talent Cecilias und verspricht ihr, sie zur gefeierten Musikerin zu machen. Aber er knüpft daran eine Bedingung, die Cecilia vor die Entscheidung stellt, welchen Weg sie wählen will.

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Hersteller: Verlag Klaus Wagenbach GmbH
Anschrift: Emser Str. 40/41
Berlin
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Kontakt: mail@wagenbach.de
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