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200 Jahre Bibliothek des Metropolitankapitels
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Bayern im Buch-Rezension
Erlesene Stücke aus der beeindruckenden Sammlung von 200.000 Bänden.
In dem Titel des Bandes, der anlässlich der gleichnamigen Ausstellung vom 2. 7. bis 13.9.2022 im Diözesanmuseum Bamberg veröffentlicht wurde, schwingt u.a. wohl die Bedeutung des "Kostbaren" mit, auch die Bedeutung des "Sammelns", hier nicht von Reben, sondern von Büchern und Schriften der Bibliothek, "die in den letzten 200 Jahren auf über 200.000 Bände angewachsen ist und den Ruf einer ausgezeichneten Fachbibliothek genießt", wie Maria Kunzelmann, die Leiterin der Sammlung, einleitend in ihrem Rückblick auf die Geschichte der Bibliothek von ihrer Stiftung durch den ehemaligen Dominikanerpater Pius Brunnquell bis zur Gegenwart hervorhebt. Bei der Nennung der Jahreszahl 200 Jahre, "mag man im ersten Moment zur Unterschätzung neigen", "doch die 1822 gegründete Bibliothek des Metropolitankapitels ist eine wieder erstandene Bibliothek", so erinnert Birgit Kastner in ihrem Gruß- und Dankwort, "die ihrer Vorgängerin, der von Kaiser Heinrich II. gestifteten Dombibliothek […], durchaus zur Ehre gereicht." Das ist mit einigem Selbstbewusstsein gesagt im Blick auf die alte Dombibliothek, die 1802/03 in staatlichen Besitz übergegangen war, die heutige Staatsbibliothek Bamberg. Im sog. Bamberger Katalog, erstellt auf der Grundlage des Verbundkatalogs, ist die Kapitelsbibliothek (vereint mit der Seminarbibliothek zur Diözesanbibliothek mit einem Gesamtbestand von 400.000 Bänden) online zugänglich wie auch die Staatsbibliothek und die Universitätsbibliothek. Der Beitrag von Gisa Hasselhuhn vermittelt eine konkrete Vorstellung von den hohen Anforderungen, die dieser Bücherschatz an die fachkundige Pflege stellt, zu der vermehrt die Übernahme der Bibliotheksbestände von Ordensniederlassungen gehört. Fesselnd veranschaulicht der Beitrag von Martin Brandl am Beispiel der Bibliothek des Karmeliterklosters Bamberg diese Aufgabe der Traditionspflege. Jeder Beitrag des Bandes ist für sich ein eigener Lektüreschatz, der zu den in der Ausstellung gezeigten Schätzen hinführt und die Kommentare des Katalogs zu den Objekten im zweiten Teil des Bandes vertieft. Der Auftrag einer Bibliothek, das Sammeln, Bewahren und Weitergeben, wird über die Zeit der Ausstellung hinaus in diesem schönen und reichhaltigen Band augenfällig.
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Artikelbeschreibung

200 Jahre nach der Gründung der Bibliothek werfen wir einen Blick auf erlesene Stücke aus der beeindruckenden Sammlung von 200.000 Bänden, darunter bedeutende Handschriften, Inkunabeln, liturgische Bücher, Gebet- und Gesangbücher. "Erlesen" zeigt die Bibliothek als Bewahrerin von kirchlichem Kulturgut. Prachtvolle Bücher vermitteln gemeinsam mit Zeugnissen des Volksglaubens einen Einblick in die Sammlungsgeschichte einer geistlichen Bibliothek nach der Säkularisation. Die Werke aus Klöstern, Sakristeien oder von privat erzählen die bewegte Geschichte der Entstehung einer neuen Sammlung nach dem Verlust der seit dem Mittelalter bestehenden Dombibliothek. Hinweise wie Exlibris, Stempel und Besitzeinträge dokumentieren die Provenienz der Bücher. Neu beleuchtet wird die Bedeutung des bibliophilen Paters Pius Brunnquell, dessen Vermächtnis den Grundstock für die Sammlung legte. Nachkommende Generationen von Geistlichen und Bücherfreunden bereicherten und bereichern den Bestand bis auf den heutigen Tag.

Produktsicherheit

Hersteller: Schnell & Steiner
Anschrift: Leibnizstr. 13
DE-93055 Regensburg
Kontakt: bestellung@schnell-und-steiner.de

Personeninformation

Mit Beiträgen von: Maria Kunzelmann, Gisa Hasselhuhn, Martin Brandl, Norbert Jung, Andreas Hölscher, Bettina Wagner, Christoph Müller, Carola Marie Schmidt, Erik Dremel, Ludmila Kvapilová-Klüsener und Bernd Goldmann

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