Fürst und Residenzstadt

München und die Fürstenhöfe im Alten Reich (1350-1650)
44,00 €
(inkl. MwSt.)
Versandkostenfrei in DE
Fehlt kurzfristig am Lager
Bayern im Buch-Rezension
Beitragssammlung zum Verhältnis von Stadt und fürstlichem Hof in München von 1350 bis 1650.
Das Buch sammelt die Beiträge einer interdisziplinären Tagung „Fürstliche Residenz und städtische Gesellschaft (1350-1650)“ des verdienstvollen Arbeitskreises Stadtgeschichte München mit Autoren aus der Mediävistik, der Rechts- und Kunstgeschichte. Die Autoren dieses Bandes erzählen aus unterschiedlichen Perspektiven, wie in München im Verhältnis zwischen Stadt und Residenz der Fürst langfristig eine beherrschende Stellung erhielt. Die Wittelsbacher Herzöge und Kurfürsten mit ihrer Münchner Residenz und die städtische Gesellschaft waren eng aufeinander angewiesen. Die Stadt, der Hof, die Bürger und der Fürst bildeten ein spannungsvolles Geflecht mit mancherlei Reibungen. Der fürstliche Hof konnte auf Arbeitskräfte und Handwerker zugreifen und die wichtige Versorgung mit Lebensmitteln sicherstellen. Die fürstliche Hofhaltung versprach im Gegenzug Wachstum, Wohlstand und eine begrenzte politische Autonomie. Zu den aufwändigen Festlichkeiten wie Hochzeiten, Turnieren und Bällen war auch die städtische Oberschicht geladen. Die Mehrheit der Stadtbevölkerung war dabei staunende Staffage. Beste Stadtgeschichte bieten die Beiträge zur Sozialtopografie – wo wohnen die Spitzen-Steuerzahler und wo die kleinen Leute – oder die Untersuchungen zu Salz und Fisch als zentrale Versorgungsgüter des Hofes. Die Lebensbedingung in der Residenzstadt um 1500 waren vom Bemühen um eine stabilere Wasserversorgung, bessere hygienische Bedingungen und die Hebung der Lebensmittelqualität geprägt. Die Stadt, seit 1506 Haupt des Herzogtums, profitierte durch die verschiedenen Residenzbauten und konnte sich seit 1638 „Kurfürstliche Haupt- und Residenzstadt“ nennen. Der Ruhm hatte aber auch seinen Preis. Die Verschuldung des städtischen Haushalts durch Kriegsfolgen und fehlende staatliche Zahlungen führte nach dem 30jährigen Krieg zu einem spürbaren wirtschaftlichen Niedergang München. Von den vielen baulichen Höhepunkten, wie der neuen Residenz unter Kurfürst Maximilian, zehrt München und seine Besucher aus aller Welt noch heute. Erfolglos blieben die Bemühungen der Wittelsbacher, in München ein eigenes Landesbistum zu installieren. Der hinhaltende Widerstand der Freisinger Bischöfe vereitelte trotz päpstlicher Unterstützung die fürstlichen Pläne, die erst 1821 mit der Gründung des Erzbistums München-Freising realisiert wurden. Die Beiträge dieses mit vielen Abbildungen versehenen Bandes wenden sich nicht nur an Fachleute, sondern sind auch für ein breites Lesepublikum sehr geeignet. Allen, die sich über die wechselvolle Geschichte der Stadt München und den Wittelsbachern fundiert informieren wollen, sei unbedingt dieser stattliche Band empfohlen.
Weiterlesen

Artikelbeschreibung

Der fürstliche Hof und die städtische Gesellschaft begegneten sich in den weltlichen Residenzstädten des Alten Reiches auf vielfache Weise: herrschaftlich und sozial, räumlich und kulturell. Die 20 Beiträge dieses Bandes untersuchen das komplexe Beziehungsgefüge zwischen Stadt und Hof anhand zentraler Kategorien wie Austausch und Kommunikation, Konkurrenz und Konflikt sowie Koexistenz und Integration. Exemplarische Studien zu Residenzorten wie München, Berlin oder Innsbruck zeigen eindrucksvoll, wie sich die immer engere Vernetzung von Hof und Stadt auf die jeweilige Herrschaft, Sozialstruktur, Architektur und Kultur auswirkte.Die interdisziplinären Beiträge aus der Mittelalterlichen, Kunst- und Rechtsgeschichte sowie aus der Bayerischen Landesgeschichte bieten zahlreiche Anknüpfungspunkte für künftige vergleichende Forschungen

Produktsicherheit

Hersteller: Friedrich Pustet GmbH & Co. KG
Anschrift: Gutenbergstraße 8
Regensburg
DE
Kontakt: verlag@pustet.de

Bewertungen

Die Bewertungen werden vor ihrer Veröffentlichung nicht auf ihre Echtheit überprüft. Sie können daher auch von Verbrauchern stammen, die die bewerteten Produkte tatsächlich gar nicht erworben/genutzt haben.