"Für gutes Bier ist bestens Sorge getragen"

Brauerei- und Wirtshausgeschichte in und um Regensburg
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Bayern im Buch-Rezension
Standardwerk zur Regensburger Bierkultur.
Das über 500 Seiten starke, großformatige Buch nimmt sich Regensburger Brauereien an und betrachtet sie aus verschiedenen Blickwinkeln unter Darstellung einer ungeheuren Vielzahl an "Requisiten": Bierfilzl zieren schon die Innenseite der Buchdeckel, Etiketten, Bierkrüge, Flaschen und natürlich Fotos der Brauereien und Wirtshäuser zeigen ein wahres Universum der Bierkultur. Hinzu kommen alte Fotoaufnahmen, Lagepläne, Ansichtskarten, Firmendokumente u.v.m., die die reiche Geschichte des Bieres in Regensburg anschaulich machen. An die 30 Brauereien versorgten im ausgehenden 19. Jh. die Bewohner noch mit dem beliebten Gerstensaft, darunter so klangvolle Traditionshäuser wie der Bischofshof oder der Augustinerbräu. Der Brandl- sowie der Auerbräu sind heute noch ein Begriff in Regensburg, auch wenn das Bier, das dort ausgeschenkt wird, mittlerweile von anderen Lieferanten stammt. Die Bier- bzw. Sommerkeller waren ehedem wichtige Einrichtungen, um den "güldenen Gerstensaft" haltbar zu machen. Die "Kühlmasse", um den Hopfentrunk angenehm temperiert zu halten besorgte man sich im Winter aus Flüssen, wie dem Regen, oder von sogenannten Eisgalgen. Die Holzgerüste wurden im Winter mit Wasser besprüht, so dass sich Zapfen bildeten, die man dann in die Keller verbrachte. Weitere klangvolle Namen in der Regensburger Brauereiwelt sind Spital, Kneitinger und Thurn- und Taxis, deren Werdegang in diesem Buch natürlich auch nachgezeichnet wird. Im näheren Umfeld Regensburgs gab und gibt es noch namhafte Brauereien bzw. Brauereigasthöfe: so der Prößlbräu auf dem Adlersberg, den Röhrl in Eilsbrunn, nachgewiesenermaßen das älteste Wirtshaus der Welt, die Schlossbrauerei Eichhofen... Nicht nur aufs Bier sondern auch auf die "Umgebung" der Brauereien und Wirtshäuser blickt Franz Herrmann: Er thematisiert das Reinheitsgebot, die Kleinkunstszene, die allgemeine Entwicklung in der jüngsten Vergangenheit, den bayerischen Masskrug an sich und all die Feste und Veranstaltungen, die ohne Bier nicht denkbar wären, wie die Dult oder das Bürgerfest. Dieses Buch kann wohl ohne Übertreibung als Standardwerk bezeichnet werden. Absolut empfehlenswert und für jeden Bestand eine Anschaffung wert.
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Artikelbeschreibung

Wie wurde Regensburg zur Bierstadt mit über 70 Brauereien? Wo finden sich heute noch Spuren dieser Tradition? Und wie entstanden die Sommerkeller rund um die Stadt? Dieser Band stellt längst erloschene, aber auch noch existierende Brauereien in und um Regensburg vor. Die Geschichte der Brauereien, Schenken und Bierkeller sowie ihrer Besitzer- und Pächterfamilien wird ebenso lebendig wie die vielen ehemaligen Wirtshäuser und Restaurationen. Doch auch die Entstehung des bayerischen Maßkruges, die Entwicklung der Bierflasche sowie die lebhafte Kleinkunst-Szene um die Jahrhundertwende werden beleuchtet. Dieser Band nimmt Sie mit auf eine bildgewaltige Reise in die Vergangenheit. Hunderte von Bierkrügen, Zinndeckeln und Werbeschildern sowie Fotos, Zeitungsannoncen und Postkarten erwecken ein spannendes, stimmungsvolles Kapitel der Regensburger (Kultur-)Geschichte zum Leben

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