Die Bayerischen Ministerpräsidenten

1918-2018
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Bayern im Buch-Rezension
Lebensbilder der Ministerpräsidenten von 1918 bis 2018 einschließlich der jeweiligen Zeitumstände.
Die beiden Historiker Rainald Becker und Christof Botzenhart fassen in dieser informativen Überblicksdarstellung aufschlussreiche Beiträge namhafter Wissenschaftler/innen zusammen, die sich nicht nur den Lebensbildern der bayerischen Ministerpräsidenten von 1918 bis 2018 - von Eisner bis Seehofer - widmen, sondern kenntnisreich die jeweiligen Zeitumstände aufschlüsseln. Um die Rechtsgrundlage und den Aufgabenbereich des Ministerpräsidentenamtes verständlich vermitteln zu können, werden eingangs die unterschiedlichen Entwicklungsphasen anschaulich erörtert, wobei deutlich wird, dass Bayern im innerdeutschen Vergleich schon 1818 mit einer Art Gewaltenteilung (Zwei Kammer-Landtag) punkten konnte. Doch erst 1918 nach Ende der Monarchie und den revolutionären Umsturzaktionen der Arbeiter- und Soldatenräte werden Parlamentarismus und Föderalismus zu den Grundpfeilern der Politik (1. Ministerpräsident: Eisner, USPD). Die äußerst schwierigen Anfangsjahre der Weimarer Republik (katastrophale wirtschaftliche und soziale Lage, Bedrohung von linken, v.a. rechten paramilitärischen Gruppierungen) ließen den nachfolgenden Amtsinhabern kaum Raum für zukunftsorientierte Maßnahmen. Nach NS-Diktatur und 2. Weltkrieg erfolgte die Übernahme der Regierungsgewalt durch die US-Army, die zum Aufbau der Verwaltung und zur Sicherung der Grundversorgung den unbelasteten Juristen Fritz Schäffer (Gründungsmitglied der CSU) zum Ministerpräsidenten ernannte, der von Wilhelm Hoegner (SPD, Vater der Bayerischen Verfassung) abgelöst wurde. Alle folgenden Ministerpräsidenten (CSU) setzten unterschiedliche Akzente, um Bayern als erfolgreiches Bundesland zu stärken und zu fördern: u.a. Hanns Seidel (Reformer und Modernisierer), Alfons Goppel (Weltoffenheit und bayerische Identität), Franz Josef Strauß (Wirtschaft und Technologie, außen- und weltpolitische Aktivitäten), Edmund Stoiber (Macher und Manager von Bayerns Spitzenstellung), Seehofer (Sozialpolitiker, Bürgernähe). - Für einen geschichtlich und politisch interessierten Leserkreis sehr zu empfehlen!
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Artikelbeschreibung

Genau einhundert Jahre liegen zwischen der Revolution von 1918, in deren Folge sich Kurt Eisner zum ersten Ministerpräsidenten Bayerns erklärte, und 2018, als Horst Seehofer die Münchner Staatskanzlei verließ, um Bundesminister in Berlin zu werden. In diesen beiden so unterschiedlichen Persönlichkeiten deutet sich die ganze Bandbreite des höchsten bayerischen Staats- und Regierungsamts an. Erstmals stellt dieser Band in 16 biographischen Porträts die Lebenswege aller Ministerpräsidenten vor. Zusammen mit weiteren Beiträgen zur Herausbildung des Amts seit der Vormoderne und während des Nationalsozialismus, zu seiner verfassungsrechtlichen Entwicklung sowie zu den wechselnden Amtssitzen entfaltet dieses Werk ein großes Panorama der Geschichte Bayerns in den letzten einhundert Jahren. Dafür konnten ausnahmslos herausragende Expertinnen und Experten gewonnen werden

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