Sinn-Fragen

Denkversuche in unsicheren Zeiten
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Buchprofile - Rezension
Sinnerfahrungen für den modernen Menschen.
Unsere Leistungsgesellschaft verführt dazu, nicht mehr über das letzte Ziel ihres Handelns und Strebens nachzudenken. Die Folge sind Sinnkrisen, verbunden mit einem Gottesverlust, der dem ganzen Leben den Stempel der Sinnlosigkeit aufdrückt. Zaborowskis Buch setzt allerdings nicht an dieser letzten Demütigung des Gottesverlustes an, sondern greift zuerst die Alltäglichkeiten menschlicher Existenz auf und steuert dann in einer Tiefenbohrung des Fragens und der Selbstbesinnung auf den äußersten und umfassendsten Horizont, den Sinn als Thema von Theologie und Glaube zu. Es ist also ein Denkweg, den der Autor behutsam mit seinen Lesern beschreiten möchte. Dieser beginnt mit der Reflexion über die eigene Leiblichkeit, die zwischenmenschliche Nähe, vor allem die Liebe, oder auch das Eingebundensein in eine zu respektierende Natur. Auch Arbeit, Spiel und die heute oft verdrängte und verkannte Muße gehören zu diesen Existenzialien, die nach ihrem immanenten Sinngehalt befragt werden. Erst in einem letzten Schritt folgt der Überstieg ins Offene menschlicher Transzendenz: Die Innenerfahrung spiritueller Sehnsucht wie auch allgemein menschlicher Hoffnungen, der Heiligkeit des Mitmenschen in seiner absoluten Würde und schließlich Gottes selbst, der die Grenzen menschlicher Vernunft übersteigt, treten in ihrer das Menschsein konstituierenden Rolle in den Blick.
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Artikelbeschreibung

Holger Zaborowski versammelt in diesem Band kleine Versuche des Nachdenkens über gelingendes Leben. Es sind Annäherungen an das, was Menschen tun oder bewegt: an das Gärtnern, das Spielen, die Muße, die Leiblichkeit, die Beziehung zu Gott oder auch das Hoffen. Menschsein, so zeigt sich, ist nichts Abstraktes. Es geschieht in konkreten Tätigkeiten, in Vollzügen, die uns so vertraut sind, dass wir gar nicht mehr über sie nachdenken. Aber es lohnt sich, manchmal über das Vertraute, das Selbstverständliche nachzudenken: Denn dann kann einem nicht nur bewusstwerden, was man immer schon - irgendwie - gewusst hat. Alltägliches zeigt sich als Schlüssel zu tieferen Ebenen, im Alltäglichen lässt sich Sinn erfahren, in Gefährdungen finden sich Spuren der Hoffnung. Dieser Band hilft dabei, Sinn-Fragen neu zu stellen. Im konkreten Leben zeigen sich dabei gangbare Wege in unsicheren Zeiten. Im Nachdenken zeigen sich Perspektiven, die Hoffnung schenken.

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