Wolf Grau hat gute Laune

Band 1
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Buchprofile - Rezension
Trotz (zunächst) guter Laune scheitert ein Wolf einen Tag lang am Erlegen von Beute.
Eines ist sicher: Ruhiges Anschleichen und überraschungsartige Überfälle sind nicht seine Sache. Wolf Grau braucht die große Bühne. Aber der Reihe nach. Ein Wolf namens Wolf Grau wacht ausgesprochen gut gelaunt auf und findet den Tag sogleich schön – einziges Manko: er hat schrecklichen Hunger. Folgerichtig macht er sich auf die Suche nach Beute und wird auch rasch fündig. Auf einem Berg erblickt er einen imposanten Widder und ruft ihm siegessicher und lautstark zu, dass er ihn fressen werde. Immerhin ist Wooooooolf der Schönste und Stärkste, auch das teilt er dem Widder mit. Dieser trickst ihn jedoch aus, behauptet ihm vom Berg direkt ins Maul zu rollen und rast stattdessen mit gehörigem Karacho direkt gegen seine Stirn und galoppiert davon. Als Wolf Grau nach drei Stunden Ohnmacht mit gehöriger Beule aufwacht, ist er natürlich immer noch hungrig und versucht im weiteren Verlauf des Tages noch einige Male sein Glück. Spoiler: Egal auf wen er trifft, er lässt sich immer hinters Licht führen. Egal ob drei kleine Ferkel, dickes Schaf oder altes Pferd, der Wolf kommt nie zum Zug. Er wird mit zahlreichen zusätzlichen Blessuren, hungrig und desillusioniert ins Bett gehen. – Das Scheitern des Wolfes ist eigentlich von Anfang an gesetzt, sodass das Ende des Ganzen ein wenig unbefriedigend ausfällt. Autor und Illustrator liefern eine lustige Dekonstruktion des stolzen Wolfes mit zahlreichen Slapstickmomenten. Ältere Erwachsene können sich möglicherweise an Tom und Jerry-Szenen erinnern, in denen Kater Tom auch immer als Verlierer aus der Begegnung mit der Maus hervorging. Ähnlich einfältig agiert hier Wolf Grau, ähnlich gewitzt seine Gegner:innen. Ronan Badel (Illustration) ist auch erfolgreicher Comiczeichner, was man in den zugespitzten Szenen, Überzeichnung der Figuren und den feinen Blickvarianten erkennen kann. – Unterhaltsam und schräg.
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Artikelbeschreibung

Wolf Grau wacht auf und ist ausnehmend gut gelaunt. Oh, welch schöner Tag! Selbstbewusst und hungrig macht er sich auf die Suche nach einer Mahlzeit. "He, hallo! Ich bin`s, der Wooooolf, ich bin der schönste, der Stärkste!", verkündet er, als er einen Widder erblickt. "Ich werde dich zum Frühstück verschlingen!" Doch der Tag, der für den Wolf so gut begonnen hat, nimmt einen unerwarteten Verlauf. Denn der Widder und auch die Sau, das pralle Schaf, das Pferd, sie alle sind viel schlauer als er und legen ihn übel rein. Am Abend jedenfalls weiß Wolf Grau: Auch wenn man gut gelaunt aufwacht - es gibt Tage, da bleibt man besser im Bett. Ein Bilderbuch mit Slapstick-Humor über einen Antihelden, so hoffnungslos wie liebenswert!

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Personeninformation

Gilles Bizouerne erfindet und erzählt Märchen und Geschichten - allein auf der Bühne oder zusammen mit Musikant:innen. Seine erfolgreichen Kinderbücher erscheinen in Frankreich unter anderem bei Didier Jeunesse. Zuletzt im Peter Hammer Verlag: "Barnabas sucht das Ende der Welt" und "Barnabas hat keine Angst". Ronan Badel, 1972 in Auray in der Bretagne geboren, studierte Grafik in Straßburg und unterrichtete mehrere Jahre an einer Kunstschule in Paris, bevor er sich - zurück in der Bretagne - ganz dem Schreiben und Illustrieren von zahlreichen Kinderbüchern und Comics widmete. Im Peter Hammer Verlag erschien sein wortloses Bilderbuch "Der faule Freund".

Pressestimmen

"Zum Kaputtlachen (...), eine wölfische Donquichotterie mit peinlichen Fehden gegen Säue, Widder und Wassermühlen." Ruth Rousselange / Eselsohr
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