111 Kirchen in der Oberpfalz, die man gesehen haben muss

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Bayern im Buch-Rezension
111 Oberpfälzer Kirchen, dazu angetan, auch "eingefleischte Heiden" zu berühren?
Der Kirchen gibt es viele in Ostbayern, jede ist wohl auf ihre Art sehenswert. Ob barock, romanisch oder gotisch, Abtei, Schlosskirche oder Basilika, Wehrkirche, Moschee oder Holzkapelle, die Vielfalt an Gotteshäusern scheint schier unerschöpflich. Um viele ranken sich anrührende, kuriose und auch legendenhafte Geschichten. So singt in der Franziskanerkirche zu Dietfurt alljährlich beim traditionellen Fastenspiel ein stimmgewaltiger Bub aus dem zur Bühne verwandelten Hochaltar. Unter der Wallfahrtskirche Heilbrünnl bei Roding fanden Archäologen einen heidnischen Kultplatz und die - profanierte - Minoritenkirche zu Regensburg diente gar als überdachter Exerzierplatz. Der bekannteste Oberpfälzer Wallfahrtsort dürfte Neukirchen beim Heiligen Blut sein. Hier reihte sich einst Wunder an Wunder, beginnend mit einer Hostie auf einem Baumstumpf, zu deren Schutz eine Kapelle errichtet wurde. Hussitenführer Krcma vermochte 1450 nicht, die Zeichen katholischer Frömmigkeit zu vernichten: eine Statue, die er dreimal in den Brunnen warf, kehrte stets wieder an ihren Platz zurück. Nicht alle Gebetsstätten der Region haben derart Spektakuläres in ihrem Geschichtsbuch stehen, doch irgendein Merkmal, das sie für die Aufnahme in Martin Droschkes "Top 111" legitimiert, weisen sie alle auf. Die kompakten Infos auf der, jeder Kirche zur Verfügung stehenden Doppelseite weisen den Weg und geben Tipps zum Entdecken weiterer Sehenswürdigkeiten. Das Bildmaterial ist noch verbesserungswürdig, insgesamt aber ein adäquater Wegweiser zu Kirchen in der Oberpfalz.
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Artikelbeschreibung

Maria hilft noch immer.

In Bayerns hinterstem Winkel, der Oberpfalz, sind die Menschen noch eins mit ihrem Glauben. Weihrauch liegt in der Luft. Man ist stolz darauf, ein ganz eigenes Völkchen zu sein. Und man wüsste nicht, weshalb die Heilige Jungfrau und Muttergottes plötzlich damit aufhören sollte, gelegentlich ein Wunder zu vollbringen. Erst der Himmelskönigin seine Aufwartung machen. Dann zum Schlachtschüssel-Essen ins Wirtshaus. Herzlich willkommen auf einer Entdeckungsreise durch die vom Aussterben bedrohte Welt des Volkskatholizismus.

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Personeninformation

Droschke, MartinMartin Droschke, geboren 1972 in Augsburg, zog 1992 zum Studium der Philosophie, Pädagogik und Geschichte nach Nürnberg. Er arbeitete als freier Journalist und Literaturkritiker u.a. für den »Tagesspiegel«, die »taz« und die »Süddeutsche Zeitung« und lebt heute als freier Werbetexter und Autor in Coburg. Martin Droschke durchstreift bevorzugt Regionen, die zu Unrecht ins Abseits geraten sind, immer auf der Suche nach unscheinbaren Kuriositäten.
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