Das Herz von allem

1796 - ein deutscher Auswanderer kommt in die USA, um an einer Expedition teilzunehmen. Ein packender Abenteuerroman über Schuld und Unschuld einer jungen Nation.
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Buchprofile - Rezension
Abenteuerroman über die Suche nach Unsterblichkeit im 18. Jh.
Unter dem Einfluss der Illuminaten und Freimaurer ist der Ich-Erzähler John aus seinem Orden ausgetreten und hat sich von dem reichen amerikanischen Abenteurer Oliver für die Suche nach dem Behemoth, dem mystischen Urtier (siehe auch Hiob 40,15), das es in den Osten Nordamerikas verschlagen haben soll, anheuern lassen. Die kunterbunt zusammengestellte Gruppe, die Olivers Geld, die Hoffnung auf Freiheit und Unsterblichkeit durch die Körpersäfte des Behemoths zusammenhält, startet in New York und erreicht das Gebiet der Lakota in der Mitte Nordamerikas. John kommt auf Olivers Befehl die Rolle zu, durch das Tragen seines Ordensgewandes bei Siedlern und Indigenen möglichst befriedenden Eindruck zu machen. Die Mühen des Reisens bringen es mit sich, dass er für die Teilnehmer zunehmend zu einem gesuchten Gesprächspartner für ihre Fragen nach dem Sinn ihres Lebens und der Schöpfung wird. Die Lakota durchschauen schnell, dass mit den Eindringlingen irgendetwas nicht stimmt. Allein John, den Oliver als Chefvermittler bestimmt hat, wird als Gesprächspartner vom Stammeshäuptling akzeptiert. In intensiven Gesprächen tauschen sich der Oberschamane Old Smoke und John über die Grundlagen ihrer Spiritualität aus. Und John wird mit Oliver zu dem Tal geführt, das die Abenteurer als Aufenthaltsort des Behemoths suchen. – Ein spannend geschriebener Abenteuerroman, gerade für alle Karl May Leser eine willkommene Auffrischung. Nußbaumeder gelingt eine literarisch gekonnte Verknüpfung europäischer Geistesgeschichte mit amerikanischem Unabhängigkeitsstreben, konfrontiert mit der Entzauberung durch die Lebensweisheit der Indigenen Nordamerikas. Breit empfohlen.
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Artikelbeschreibung

Johannes Gottstein flieht 1796 aus Deutschland nach New York. Der junge Pfarrer war zu freigeistig, wurde exkommuniziert. In den frisch gegründeten USA soll «John» eine Expedition des vermögenden Oliver Hancock begleiten, der ein rätselhaftes Tier aufspüren will, von dem man bisher nur Knochen findet: das «American Incognitum», ein Mammut, das in einem unzugänglichen Landstrich lebt, und dessen Entdeckung Reichtum, ja ewigen Ruhm verheißt. Dreizehn Männer ziehen los, ein bunter Haufen. Sie erleben Eisstürme, Überfälle, begegnen Natives. Die waghalsige Reise fordert bald ihre Opfer. Und sie stellt alle auf die Probe, den Humanisten John genauso wie den träumerischen Idealisten Hancock, der doch Sklaven besitzt. Tiefe Konflikte brechen auf: Wem gehört die Welt? Was darf der Mensch mit ihr tun? Bei den Lakota findet die Truppe riesige Stoßzähne, auch hören sie von einem mysteriösen Tal. Doch je weiter sie in dieses verborgene Herzland vordringen, desto tiefer geht es auch ins Unbekannte der Seele.

Der zweite Roman des Dramatikers Christoph Nußbaumeder - nach seinem vielgelobten Debüt «Die Unverhofften» - spielt im wahrhaft wilden, unbekannten Westen. Auf der legendären Lewis-und-Clark-Expedition fußend, erkundet er den Geist von Freiheit und Menschlichkeit in den ganz jungen USA und überhaupt - in einem packenden, funkelnden Abenteuer.

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Personeninformation

Christoph Nußbaumeder, 1978 in Eggenfelden geboren, ist ein preisgekrönter, vielgespielter Dramatiker und Autor. Er studierte Rechtswissenschaften, Germanistik und Geschichte in Berlin. Seine Stücke wurden unter anderem an der Berliner Schaubühne, am Schauspielhaus Bochum und am Schauspiel Köln uraufgeführt. «Die Unverhofften», sein erster Roman, ausgezeichnet mit dem Grimmelshausen-Preis, fand große Beachtung beim Publikum. Die FAZ schrieb: «Mit dem Gespür des Dramatikers, der Zeitsprünge in symbolträchtigen Szenen und zwischenmenschlichen Begegnungen pointieren kann, hat Nußbaumeder ein Familienepos geschrieben, das eine große literarische Überraschung ist.» Christoph Nußbaumeder lebt in Berlin.

Pressestimmen

Eine fantastische Wildwestgeschichte ... in eindrucksvollen und originellen szenischen Darstellungen und in starken Bildern. Cicero
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