Niemand so wie ich?

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Buchprofile - Rezension
Niki ist weder Mädchen noch Junge und verspürt Druck, sich für ein Geschlecht entscheiden zu müssen.
Eines Tages steht ein für Niki fremder Mann vor der Haustür. Es stellt sich heraus, dass es Nikis Onkel Raimund ist, der lange wegen Brandstiftung und Totschlags im Gefängnis war, und von dem sich die Familie abgewandt hatte. Niki setzt sich für ihren obdachlosen Onkel ein und versucht alles, damit sich die Familie wieder versöhnt, vor allem der Oma zuliebe. Niki weiß, wie es ist, der Norm nicht zu entsprechen. Das 11-jährige Kind ist intergeschlechtlich und lebt mit dem Druck, sich für das eine oder andere Geschlecht zu entscheiden. Der Vater legt jeden Monat Geld zur Seite, um eine Operation für sein Kind finanzieren zu können. Aber Niki spürt nicht, ob ein Leben als Mädchen oder Junge das Richtige wäre und hat große Angst davor, eine falsche, unumkehrbare Wahl zu treffen. Eigentlich möchte Niki so gerne weiterhin Fußball spielen, aber der Trainer stellt Niki nicht im Mädchenteam auf. – Die niederländisch/österreichische Autorin Rachel van Kooij greift erneut ethische, tabubelegte Themen auf. Auf kindgerechte Weise schildert sie empathisch, wie es sich anfühlt, nicht ins geläufige Geschlechterschema reinzupassen und nicht akzeptiert zu werden, so wie man ist. Eine spannende Erzählung über Identität, Zugehörigkeit und Vergebung, eingebettet in die Aufarbeitung einer tragischen Familiengeschichte. Ab 11 Jahren.
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Artikelbeschreibung

Niki ist intergeschlechtlich und sorgt sich darum viel weniger, als Nikis Eltern es tun. Eines Tages steht ein scheinbar Fremder vor der Tür und bringt in der Familie alles durcheinander. Niki geht der Sache auf die Spur und lernt so Onkel Raimund kennen. Neun Jahre war der im Gefängnis, ohne Kontakt zu seinem Bruder oder seiner Mutter, und ist nun einsam und unglücklich. Niki kümmert sich um Raimund - wissend, wie es ist, nicht der Norm zu entsprechen, zwischen den Stühlen zu sitzen und dem eigenen Gespür nicht immer trauen zu können. Dafür nimmt Niki sogar noch mehr Ärger mit dem eigenen Vater in Kauf, als sowieso schon in der Luft liegt. Ein Fußballspiel soll schließlich für gute Stimmung sorgen, doch bleibt Nikis Auftritt in einer reinen Mädchenmannschaft nicht unbemerkt. Und niemand anderer als Raimund setzt sich für Niki ein.

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Personeninformation

Rachel van Kooij wurde 1968 in Wageningen in den Niederlanden geboren. Im Alter von zehn Jahren übersiedelte sie nach Österreich. Nach der Matura studierte sie Pädagogik und Heil- und Sonderpädagogik an der Universität Wien. Rachel van Kooij lebt in Klosterneuburg und arbeitet auch als Behindertenbetreuerin.

Pressestimmen

"Ein Jugendbuch, das über die Brüchigkeit junger Menschen sowie die Verletztheit vieler Erwachsener sinniert" (Dr. Christina Repolust, Welt der Frauen) "eine Geschichte über Toleranz und Vergebung, die zum Nachdenken anregt" (Querlesen) "Rachel van Kooij schreibt mit großer Behutsamkeit und Kreativität über Intergeschlechtlichkeit und dem zwischen den Stühlen stehen" (Manon Adelsberger, 1001 Buch) "ein einfühlsam geschriebener Roman für Kinder über alltägliche Konflikte in der Familie, die Mühen der Identität und das Gefühl, gemeinsam irgendwie anders zu sein." (Nadja Kupsa und Lisa Mayr-Sinnreich, Der Standard) "Van Kooij behandelt die Identitätssuche klug, weil sie immer wieder deutlichmacht: die Antwort ist komplex und hat wenig mit simplen Gegensätzen zu tun." (Helena Schäfer, Frankfurter Allgemeine Zeitung) "Spannend, witzig und ein wenig ernst - eine gelungene Mischung." (Raphaela Brosseron, Verein zur Förderung der Kinder- und Jugendliteratur) "Nach vielen gut erzählten Twists versöhnt Niki die Familie und entwickelt auch kreative Perspektiven für sich" (Ursula Thoma-Stein, Buch & Maus) "Auf kindgerechte Weise schildert sie empathisch, wie es sich anfühlt, nicht ins geläufige Geschlechterschema reinzupassen" Maria Holgersson, medienprofile) "Rachel van Kooij erzählt behutsam von einer Freundschaft zweier Außenseiter" (Bettina Huber, bn.bibliotheksnachrichten)
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