Kali kann Kanari

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Buchprofile - Rezension
Der Nymphensittich Hubert bringt die Wohngemeinschaft von Lisbeths Familie durcheinander.
Lisbeth lebt mit ihrer Mama, ihrem kleinen Bruder Kali, ihrer Oma Magda und ihrem Opa Udini, einem ehemaligen Zauberer, zusammen in einer Wohnung. Eines Tages fliegt ihnen ein Nymphensittich zu, den sie Hubert nennen. Opa Udini will Hubert sofort ein paar Tricks beibringen und mit ihm eine Zaubershow aufbauen. Lisbeth und ihre Freundin Mika werden in der Schule immer von Ken, genannt Kentucky, einem Angeber, geärgert. Durch Zufall treffen Kali und Lisbeth Ken in der Zoohandlung, als sie Futter für Hubert kaufen wollen. Ken verhält sich dort sehr merkwürdig. Beim Einkaufen für Oma Magda entdecken die Geschwister am Schwarzen Brett einen Zettel, auf dem nach dem Vogel gesucht wird. Sie beschließen die angegebene Telefonnummer anzurufen und herauszufinden, wem Hubert gehört. Ihre Nachforschungen führen sie in eine sozialpädagogische WG, in der acht Kinder zusammen mit ihren Betreuern wohnen, unter ihnen auch Ken. In der Zwischenzeit ist Hubert bei einem der Zaubertricks von Opa Udini verschwunden. - Lisbeth muss sich in der Geschichte mit ihren Gefühlen für oder gegen Ken auseinandersetzen. Erst empfindet sie ihn als Erzfeind und die beiden ärgern sich ständig. Als sie ihn in der Zoohandlung trifft und eine ganz andere Seite von ihm sieht, fängt ihr Feindbild auf einmal an zu bröckeln. Als sie mehr von Ken erfährt, wandeln sich ihre Gefühle. Für witzige Momente sorgt die Schwerhörigkeit von Opa Udini, der alles falsch versteht, verdreht und sehr vergesslich ist. Es ist schön zu lesen, wie liebevoll innerhalb der Familien-WG mit ihm umgegangen und auf ihn eingegangen wird. Auch Kali sorgt für lustige Einlagen, wenn er davon überzeugt ist, etwas zu können und dabei alles durcheinanderbringt. Ganz nebenbei werden unterschiedliche Formen von Wohngemeinschaften vorgestellt und erklärt. Das hinten angestellte Glossar erläutert einige österreichische Worte. Ein wunderschönes Buch, auch gut zum Vorlesen geeignet und für alle Bestände empfohlen.
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Artikelbeschreibung

Auf dem Balkon der Wohnung, in der Lisbeth und Kali mit ihrer Mutter, mit Oma Magda und Opa Udini wohnen, sitzt ein Nymphensittich und pickt Popcorn. Die Kinder holen ihn ins Haus und wollen ihn natürlich behalten, aber so einfach geht das nicht. Es stellt sich heraus, dass der Sittich aus einer Jugend-Wohngemeinschaft entflogen ist. Und in der wohnt ausgerechnet der Kentucky, Lisbeths Erzfeind aus ihrer Klasse. Ab da passt nichts mehr: Was der Kentucky über seine Familie erzählt, stimmt offenbar nicht. Mika, Lisbeths beste Freundin, ist plötzlich nett zum Kentucky und Lisbeth fühlt sich verraten. Papa arbeitet als asiatische Nudelbox.Aber, wie so oft im Leben, hilft das Aufeinanderzu-Gehen: Lisbeth und Mika finden heraus, wie wichtig ihnen ihre Freundschaft ist, und dass darin auch Platz für andere ist. Und Lisbeth erkennt, dass sie mit dem Kentucky Mitgefühl hat, auch wenn ihr das vorerst einmal gar nicht passt.

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Personeninformation

Michael Roher wurde 1980 in Niederösterreich geboren und verbrachte seine Kindheit und Jugend in Krems. Nach Matura und Zivildienst zog er nach Wien, wo er die Ausbildung zum Sozialpädagogen absolvierte. Seine Liebe zum Zirkus führte ihn schließlich in die spiel- und zirkuspädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Zeichnen ist, seit er denken kann, eine seiner Lieblingsbeschäftigungen.2021 wurde er als Erster mit dem Christine-Nöstlinger-Preis ausgezeichnet.
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