Der Rosengarten

Rosa, der Krieg und das Niemandsland. Ein historisch versiert erzählter Jugendroman über die Emanzipation einer jungen Frau in Wien zur Zeit des Ersten Weltkriegs
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Buchprofile - Rezension
In den Kriegsjahren 1916-1917 kämpft die Waise Rosa ums Überleben und darum, Menschlichkeit, Mitgefühl und Hilfsbereitschaft zu bewahren.
Im Ersten Weltkrieg wird das Elend der Bevölkerung Wiens immer größer. Doch nicht alle leiden und hungern. Einigen gelingt es, durch so genannten Schleichhandel und illegal gehortete Lebensmittel ein komfortables Leben zu führen. Das erfährt Rosa, die mit vierzehn zur Waisen wird, zunächst das Elend in einem Kinderhaus erlebt und dann den Haushalt der kranken Frau Gruber versorgt. Dort erfährt sie Undankbarkeit und Gier, findet aber auch ihre große Liebe, als ein schwer verletzter Deserteur sich in einem verlassenen Haus versteckt, sie ihn pflegt und mit Essen versorgt. Denn Lebensmittel hat Frau Gruber im Überfluss, ist aber nicht gewillt, mit den Hungernden zu teilen. - Anschaulich und spannend erzählt, begleitet der Leser Rosa durch das Elend bis zum für sie glücklichen Ende und lernt dabei viel über historische Fakten und über Menschen in Extremsituationen, denen sie mit positivem oder negativem Verhalten begegnen.
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Artikelbeschreibung

Herbst 1916 - gefühlt ist die ganze Welt im Krieg. Die jugendliche Rosa hat in dieser schweren Zeit zusätzlich noch einen eigenen Kampf zu bewältigen. Denn nach dem tödlichen Arbeitsunfall ihres Vaters wird sie zur Vollwaise und muss daher ins Heim. Keine schöne Erfahrung im kriegsgebeutelten Wien. Als ihr angeboten wird, als "Kostkind" zu einer alten Frau zu ziehen, ergreift sie daher die Chance, auch wenn dort das Leben nur unwesentlich besser ist. Denn die alte Wirtshauswitwe ist verhärmt, streng und hart. Aber immerhin gibt es dort genug zu essen - was Rosa in ein moralisches Dilemma bringt. Sollten in diesen knappen Zeiten doch Lebensmittel und sonstige Materialien gerecht unter der Bevölkerung aufgeteilt werden. Was eigentlich Gesetz ist, scheint allerdings niemanden zu interessieren, wenn man nur genug Geld hat. Verraten kann Rosa die alte Frau jedoch auch nicht, denn ins Waisenhaus will sie auf keinen Fall zurück. So findet sie ihre eigenen Wege, um ihr Gewissen zu erleichtern. Und sie findet einen seelischen Zufluchtsort - das alte benachbarte und nun verlassene Gasthaus der Frau, den "Rosengarten". Hier findet sie nicht nur Ruhe, sondern eines Tages auch den verletzten Simon. Einen Deserteur von der Isonzo-Front ... Ein historisch versiert erzählter Jugendroman über eine junge, starke Frau im Ersten Weltkrieg auf ihrem Weg zu Emanzipation und Selbstbestimmung sowie über einen Alltag voller Knappheit und Mangel. "Bist du jetzt zufrieden?", fragte Simon. "Ja", sagte Rosa. "Jetzt ist alles dort, wo es sein soll."Auszeichnungen:IBBY Honour List 2026 in der Kategorie "Author"Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2025 Empfehlungsliste Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2025Die BESTEN 7 des Deutschlandfunks im Monat Februar 2024Wiener Kinder- und Jugendbuchpreis 20242018 Kinder- & Jugendbuchpreis des Landes Steiermark für das Manuskript "Der Rosengarten"

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