Trabant

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Buchprofile - Rezension
Himmel und Erde - Familie und Fragen.
Eine SMS seines Vaters veranlasst Georg, Hals über Kopf die Hochzeitsfeier seines Freundes zu verlassen und aus Istrien nach München zurückzufahren. Dabei entsteht ein Familienbild aus verschiedenen Episoden: der Familienurlaub 1999 mit Sonnenfinsternis, Autopannen und Georgs Beinahe-Ertrinken; seine Arbeit im Planetarium, bei der er mit der Technik nicht zurechtkommt; sein wochenlanges Schlafen im Auto auf dem Parkplatz vor dem Möbelhaus, um seinen Protest zum Ausdruck zu bringen usw. Was wäre mit seinen Eltern passiert, so denkt Georg, wenn es ihn nicht gäbe? Welche Entwicklung hätten sie genommen? Und immer wieder der Verdacht, der Vater könnte unheilbar krank sein, oder am Ende der geheimnisvolle Agent, der die Prinzessin entführen will. Reisen die Eltern nach München, um eine Wohnung zu besichtigen oder doch zu einer medizinischen Untersuchung? Dazwischen die Suche am Himmel nach Beteigeuze, dem Schulterstern des Orion, der einen Helligkeitseinbruch erleidet. Die "Welt versinkt im Flüstern der Sterne" (S. 12). So richtig klar erläutert Sommer die Hintergründe jedoch nicht. Dennoch ein guter moderner Roman. Zur Ergänzung des Bestandes an aktueller Literatur sehr empfohlen.
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Artikelbeschreibung

Liegt sein Vater in dieser Nacht im Sterben - oder wurde er als ehemals ostdeutscher Spion enttarnt? Haben seine Eltern gemeinsam Suizid begangen - oder liegen sie auf Madeira am Strand? Oder hat er sich das alles nur ausgedacht? In dieser Spätsommernacht scheint für Georg Himmel alles, aber auch alles möglich zu sein. Als der junge Mann auf der Hochzeit seines besten Freundes in einem istrischen Grand Hotel eine Kurznachricht erhält, die sein Vater wohl eigentlich einer Affäre schicken wollte, beginnt für ihn eine lange Reise. Georg setzt sich in den alten Corsa und fährt los, um den Vater in den frühen Morgenstunden am Münchner Flughafen abzufangen und ein Auseinanderbrechen der Familie zu verhindern. Aber: Ist da überhaupt noch etwas zu retten? Sind die Eltern die, für die er sie immer gehalten hat? Oder wollte er sie dafür halten? Georg spürt Erinnerungen nach, versucht Hinweise zu finden auf Risse in der Ehe seiner Eltern, die er übersehen hat. Er stellt sich Urängsten und Hirngespinsten, seiner Einsamkeit, seinen Enttäuschungen. Zwischen Autobahnraststätten und Umleitungen erzählt "Trabant" vom Hoffen, Zaudern, Wüten und Bangen, vom stillen Gleiten durch die schwarze Nacht, vom Ankommen und einer großen Überraschung.

Produktsicherheit

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Personeninformation

1989 geboren, wuchs in einer kleinen schwäbischen Gemeinde auf. Sein Großvater prophezeite ihm schon als Kleinkind, aus ihm könnte später wohl nur ein Pfarrer oder ein Schauspieler werden. Es kam ähnlich, aber anders. Der vierunddreißigjährige Autor lebt heute in München und arbeitet für die "Süddeutsche Zeitung" und den "Bayerischen Rundfunk". Er schreibt Reportagen und Essays über Popmusik, Gesellschaft, Körperpolitik, Harry Styles, Klimaaktivismus und Datingportale für Impfgegner:innen. Ausgezeichnet mit dem "International Music Journalism Award" 2020 in der Kategorie "Beste musikjournalistische Arbeit unter 30", dem "Ernst Schneider Preis" für Wirtschaftsjournalismus 2021 und einem Literaturstipendium "Junge Kunst und neue Wege" 2021 durch den Freistaat Bayern.
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