
Artikelbeschreibung
Die Geschichte einer weiblichen Obsession"Denn du scheinst und bist der Weg, der Weg ins Paradies ..."1920 begegnet die Malerin Baladine Klossowska dem Dichter Rainer Maira Rilke wieder. Sie, die geschiedene Mutter zweier halbwüchsiger Söhne - einer ist der Maler Balthus -, verliebt sich leidenschaftlich in ihn. Nach einer kurzen Amour fou geht Rilke immer mehr auf Abstand zu der Geliebten. Wo sie unbedingte Nähe und Gemeinschaft sucht und sich in der Liebe zu ihm verliert, braucht er Abstand und Ruhe, um schreiben zu können. Sie schreiben sich sehnsuchtsvolle Briefe, immer auf der Suche nach dem richtigen Maß von Nähe und Distanz. »Mouky«, nennt Rilke seine Freundin darin zärtlich. Ein Brief an sie wird der letzte sein, den er kurz vor seinem Tod schreibt ...Julia Franck nähert sich dieser letzten Geliebten Rilkes literarisch.
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Personeninformation
JULIA FRANCK, geboren 1970 in Berlin, wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Schiller-Gedächtnispreis, dem Marie Luise Kaschnitz-Preis und dem Deutschen Buchpreis. Zwei ihrer Romane, Lagerfeuer (unter dem Titel Westen) und Die Mittagsfrau wurden verfilmt. Ihre Romane sind in vierzig Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien von ihr Welten auseinander (2021).
Pressestimmen
»Ihr Buch glüht vor Empathie für die unglücklich Liebende - und bringt das Kunststück fertig, einerseits akribisch die Lebensspuren von Rilkes 'letzter Geliebten' zu rekonstruieren. Andererseits schmiegt es sich schwärmerisch dem hohen Ton von Merlines Liebesdiskurs an. Julia Franck lässt Merlines Liebe wieder aufleben in iherer ganzen verzehrenden Intensität.« Welt am Sonntag »Ein sehr eindringliches und gründlich recherchiertes Werk, das zugleich den Menschen Rilke in seiner Ganzheit sowie seine Schwächen aufzeigt.« der-kultur-blog.de »Von der literaturwisenschaftlichen Detektivarbeit, die sie bis in die Schweizer Fondation Martin Bodmer führte, an deren Ende nun aber keine germanistische Studie steht, sondern ein mitreißend empathischer Text, der zugleich auf kluge Weise Distanz zu wahren weiß [...]« Berliner Morgenpost
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