
Artikelbeschreibung
Landschaft gehört zu einem auf vielfältige Weise alltagsweltlich verankerten Begriff und Konzept. Nachdem die Landschaftsgeographie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts noch den Kern des Faches der deutschsprachigen Geographie ausmachte, geriet sie in den 1960er Jahren im Zuge einer Ausrichtung auf quantitative Raum -Forschungsansätze in den Hintergrund und in Verruf. Seit den 2000er Jahren wird sich Landschaft nun aus konstruktivistischen Perspektiven erneut mit anderer Ausrichtung angenähert. Nicht mehr die Suche nach der Essenz von Landschaft steht im Mittelpunkt des Interesses, sondern die Frage, wie diese sozial hergestellt wird. In dieser Publikation werden Meilensteine des skizzierten Perspektivwechsels beleuchtet und diese als Propädeutik einer neopragmatistischen Landschaftsgeographie verstanden. Deren Beitrag liegt in einer anti-essentialistischen, pluralitätssensiblen wie auch problemorientierten Redeskription der Landschaftsforschung.
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Personeninformation
Prof. Dr. Dr. Olaf Kühne, Forschungsbereich Geographie, Eberhard Karls Universität Tübingen
Prof. Dr. Florian Weber, Fachrichtung Gesellschaftswissenschaftliche Europaforschung, Universität des Saarlandes
Dr. Corinna Jenal, Forschungsbereich Geographie, Eberhard Karls Universität Tübingen
Dr. Karsten Berr, Forschungsbereich Geographie, Eberhard Karls Universität Tübingen