Die Wölfe aus dem Wald der Ewigkeit

Band 2
Roman
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Buchprofile - Rezension
Familiensaga um vier Kinder von vier (Stief-) Vätern und zwei Müttern.
Von den fünf Ich-Erzähler:innen bestreiten der Südnorweger Sywert und die Russin Alvetina das Gros dieser Familiensaga um vier Kinder von vier (Stief-) Vätern und zwei Müttern. Minutiös geschilderte Pubertäts- und Adoleszenzerfahrungen zwischen Kindern und Eltern, die Berufswahl, das in der Lebens- und Erwerbsarbeit Selbständigwerden, das Sich-miteinander-Vergleichen und die Suche nach unbekannten, von den Eltern nicht berichteten Erfahrungen und Begegnungen ihres Lebens sind die durchgehenden Themen, die rund zwei Drittel des Buches ausmachen (die erste Hälfte und das letzte Viertel). Dazwischen liegt eine - noch - nicht ausgefüllte Lebensstrecke der Protagonisten von etwa 25 Jahren. Am Ende scheint der "Morgenstern" des gleichnamigen Vorgängerwerkes (BP/mp 22/747) wieder auf. Doch nicht dessen apokalyptische Wirkung bestimmt den gedanklichen, sehr von Erkenntnissen der Naturwissenschaft, Theologie und Philosophie des 19. Jh. geprägten roten Faden dieses Werkes. Diesmal geht es um den Aspekt der Ewigkeit in der Evolution des Lebens, geprägt von der Zusage aus der Offenbarung des Johannes (21,4): "Er wird alle Tränen ... abwischen." Dieses stark theoretisch referierende dritte Viertel des Textes, meist von der Icherzählerin Vasilisa als alter ego des Autors erzählt, bringt keine Entwicklung in die spannende Familiensaga, stellt sie jedoch in einen größeren Kontext: Es geht bei diesen Erzähler:innen, ihren Familien pars pro toto wie bei vielen, ja allen Familien - früher, heute und morgen. Und als Familien werden hier nicht nur die Bünde des Homo sapiens angesprochen, sondern alle Verbindungen von Zellen, von Urbeginn an. - Soweit sich Knausgard auf die Familiengeschichten konzentriert, ist ihm erneut ein spannender Stoff mit zeithistorischen Bezügen und literarischen Anleihen insbesondere an die russische Literatur des 19. Jh. gelungen. Das dritte Viertel verlangt hohe Leser:innendisziplin. Für Knausgard-Fans und anspruchsvolle Lesende, auch ohne Kenntnis von "Morgenstern".
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Artikelbeschreibung

Ist das menschliche Leben wirklich das Zentrum der Welt?'Ich liebe dieses Buch. Es liegt eine solche Zärtlichkeit in dieser Geschichte.' Dagens Nyheter'Literarische Magie!' AftonbladetWoher kommt es, das Leben, und was bedeutet es eigentlich? Um diese beiden Fragen kreist der neue Roman von Karl Ove Knausgård - der in einem inneren Zusammenhang zu seinem letzten Buch "Der Morgenstern" steht. Was ist geschehen, bevor dieser unerklärliche, weithin sichtbare Stern am Himmel auftauchte und anscheinend sämtliche physikalische Regeln außer Kraft setzte? Alles beginnt 1986 im Süden Norwegens. Der junge Syvert Løyning kehrt vom Militärdienst zu seiner Mutter und seinem Bruder ins Haus der Familie zurück. Im fernen Tschernobyl ist gerade ein Atomreaktor explodiert, Norwegen selbst wird von einer Regierungskrise erschüttert. Syvert weiß nicht wirklich, wohin mit sich. Was hält die Zukunft für ihn bereit? Eines Nachts träumt er von seinem toten Vater, und ein unheimliches Gefühl beginnt sich in ihm festzusetzen: sein Vater will ihm eine Botschaft übermitteln. Aber welche könnte das sein? Ratlos beginnt er sich die nachgelassenen Sachen von ihm genauer anzuschauen. Und muss schließlich feststellen, dass es ein anderes Leben gab, das sein Vater führte. Eines, das bis in die Sowjetunion führt. Ein Leben, das mit der russischen Wissenschaftlerin Alevtina zu tun hat, die viele Jahre später an einem Wochenende mit ihrem Sohn nach Samara reist, um den achtzigsten Geburtstag ihres Vaters zu feiern, und da noch nicht weiß, dass sie bald Besuch aus Norwegen bekommen wird. Und mit ihrer alten Freundin Vasilisa, einer Lyrikerin, die ein Buch über einen eigenwilligen und alten Zug der russischen Kultur schreibt: den Glauben an ein ewiges Leben ...

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Pressestimmen

»Spannender als jeder Krimi.« Stefan Kister / Stuttgarter Zeitung
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