Das Päckchen

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Buchprofile - Rezension
Ein Bibliothekar erhält durch Zufall das Exemplar eines frühmittelalterlichen Buches und versucht, seine Geschichte in Erfahrung zu bringen.
Der Bibliothekar Ernst Stricker führt ein beschauliches Leben. Er ist verheiratet, kinderlos und arbeitet in der Zentralbibliothek Zürich. Durch Zufall gerät er an ein Exemplar des "Abrogans", eines wertvollen lateinischen Wörterbuchs aus dem frühen Mittelalter. Möglicherweise handelt es sich sogar um das Original. Als er versucht, die Geschichte dieses Exemplars aufzuklären, erlebt er einige Abenteuer und muss schließlich von der Bergwacht aus einer Gletscherspalte gerettet werden. In einem zweiten Handlungsstrang wird die Geschichte des Mönchs Haimo erzählt, der im Jahr 772 in Regensburg an diesem Wörterbuch schreibt. Sein Abt beauftragt ihn, das Buch über einige Zwischenstationen nach Montecassino zu bringen. Aber dort kommt er nie an ... Kunstvoll führt Franz Hohler die beiden Geschichten nebeneinander her und schließlich aufeinander zu. Gute Unterhaltung für alle Bestände.
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Dr. Thomas Steinherr empfiehlt:
Als am Berner Hauptbahnhof ein öffentlicher Telefonapparat klingelt, greift der Bibliothekar Ernst Stricker spontan zum Hörer – eine weibliche Stimme bittet ihn, Ernst, um Hilfe. Aus einer merkwürdigen Neugier heraus sucht Ernst die ältere Dame daraufhin tatsächlich auf und erhält von ihr ein Päckchen, es sei bei ihr nicht mehr sicher, man habe schon mehrmals danach gefragt. Zu Hause öffnet Ernst das Päckchen heimlich,ohne seine Frau einzuweihen, und hält ein handgeschriebenes Buch aus Pergament in seinen Händen. Sollte das wirklich die Urschrift des Codex Abrogans sein, des ältesten Buches in mittelhochdeutscher Sprache? Das wäre nicht nur eine germanistische Sensation, sondern auch ein immenser finanzieller Wert. Ernst versucht, der Sache auf den Grund zu gehen, und gerät dabei von einer abenteuerlichen Situation in die nächste. Er stellt bald fest, dass tatsächlich auch Andere hinter diesem vermuteten Schatz her sind, und als die ehemalige Besitzerin bei einem mysteriösen Treppensturz ums Leben kommt, muss Ernst auch noch vor der Polizei fliehen. Doch je mehr er sich in die Sache hineinverstrickt, umso größer wird seine Neugier, wie dieses einzigartige Buch in den Besitz der verstorbenen alten Dame gelangt sein könnte. Dem Leser werden die Zusammenhänge dabei immer klarer durch eine eingeschobene Parallelhandlung um den jungen Benediktinermönch Haimo, der 772 im Kloster Weltenburg zum Skriptor ausgebildet wird – Auftakt einer lange Jahre dauernden, abenteuerlichen und beschwerlichen Reise von Bayern über die Schweiz bis nach Italien, wo er sein Leben schließlich beenden wird. Der vielfach mit Kulturpreisen ausgezeichnete Schweizer Schriftsteller Franz Hohler hat hier einen bezaubernden kleinen Roman verfasst, eine Mischung aus Krimi, Liebesgeschichte(n) und historischem Roman, der – zum Teil spannend zu lesen wie Dan Brown – seine Leser/innen nicht nur bestens unterhält, sondern ihnen einmal mehr auch die kulturgeschichtliche Bedeutung des Buches vor Augen ruft.
Dr. Thomas Steinherr, Lektorat Buchprofile

Artikelbeschreibung

Als er gerade dienstlich in Bern ist, erreicht den Zürcher Bibliothekar Ernst ein offensichtlich irregeleiteter Anruf. Am anderen Ende der Leitung ist eine ihm unbekannte Frau, die ihn anfleht, umgehend zu ihr zu kommen. Aus einer Augenblickslaune heraus begibt sich Ernst zu der nahe gelegenen Adresse. Dort erwartet ihn eine alte Frau und drückt ihm ein Päckchen in die Hand mit der Bitte, es zu verwahren, damit es nicht in falsche Hände gerate. Zu seiner eigenen Verblüffung kommt Ernst der Bitte nach. Als er das Päckchen bei sich zu Hause öffnet, entdeckt er eine alte Handschrift, die er als ein Exemplar des "Abrogans" erkennt, eines lateinisch-althochdeutschen Wörterbuchs, das als ältestes deutschsprachiges Buch überhaupt gilt. Sollte es sogar das bisher verschollene Original sein? Was, fragt sich Ernst, hat es mit diesem Fund auf sich? Und was soll er jetzt am besten tun ...

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Pressestimmen

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