Knallkrebse

Band 328
Roman | "Ein wichtiges literarisches Zeugnis der 'Wir schaffen das'-Aufbruchsära" - Süddeutsche Zeitung
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Buchprofile - Rezension
Die Freundschaft zwischen einem jugendlichen Geflüchteten und einem jungen Physiker.
Mit Mitte zwanzig wird der Münchner Physikdoktorand Tom Pate für den 16-jährigen Afghanen Farid. Aus anfänglicher Unsicherheit wird bald eine Freundschaft. Farid hat schnell Deutsch gelernt und einen Schulabschluss gemacht. Häufig treffen sich Tom und seine Freundin Laura mit dem Jungen. Doch Farid geht es nicht gut, immer wieder erleidet er depressive Zustände. Er fühlt sich verantwortlich für seine Familie, die nach Pakistan geflohen ist. Außerdem vermisst er Pari, eine junge Frau, die er auf seiner Flucht kennengelernt hat. Als Farid beschließt, auf eigene Faust nach Pari zu suchen, zerrt Tom ihn in letzter Minute am Münchner Hauptbahnhof aus dem Zug. Er befürchtet, dass der Junge nach Verlassen des Landes nicht nach Deutschland zurückkehren darf. Nach einem psychischen Zusammenbruch kommt Farid in die Psychiatrie. Als Tom ihn dort besucht, bittet der Junge ihn um eine Geschichte. Tom beginnt aus den Bruchstücken, die Farid ihm anvertraut hat, die jahrelange Flucht des jugendlichen Farid zu rekonstruieren und gibt dem Sprachlosen seine Stimme zurück. – Der Mathematiker Mitzenmacher thematisiert in seinem Debüt humorvoll und bewegend unsere Haltung gegenüber Geflüchteten sowie die Bedeutung von Freundschaft und Achtsamkeit im gesellschaftlichen Miteinander. Gerne empfohlen!
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Artikelbeschreibung

Eine Flucht, eine ungleiche Freundschaft, ein Verrat - ein souveräner erster Roman über große globale Fragen, dessen Leichtigkeit umso deutlicher werden lässt, dass einfachen Antworten nicht zu trauen ist.

Tom und Farid spielen Tischtennis, fahren Skateboard, baden in der Isar: Sie sind Freunde. Am Anfang ihrer Freundschaft stand eine Patenschaft, die der Physikdoktorand Tom für den sechzehnjährigen aus Quetta geflüchteten Farid übernommen hatte. Zusammen mit Laura, Toms Freundin, bilden sie ein ungewöhnliches Dreiergespann - bis Farid einen riskanten Entschluss fasst. Inmitten der sich überschlagenden Ereignisse drängen sich Tom Fragen auf: nach Lauras angeblicher Loyalität, seinen eigenen Intentionen und Zielen und nicht zuletzt nach Farids Erlebnissen auf der Flucht, über die er beharrlich schweigt.

Christian Mitzenmacher nähert sich in seinem Debüt nicht nur großen gesellschaftlichen Themen wie Flucht und dem Umgang mit Geflüchteten, sondern er stellt sich auch der Problematik, wie und aus welcher Perspektive davon erzählt werden kann. Er findet keine einfachen Antworten, dafür aber viele kluge Fragen, überraschende Wendungen, einprägsame Figuren, originelle Dialoge und angesichts gewichtiger Themen eine erstaunlich schwerelose, oftmals sogar hochamüsante Prosa.

»Ein Roman über Freundschaft, Vertrauen und die ehrliche Auseinandersetzung mit den eigenen Motiven. Diese Geschichte hat mich nach dem Lesen noch eine ganze Weile begleitet.« Laura Beck, Bayerischer Rundfunk

»In seinem so reflektierten wie warmherzigen Debütroman erzählt Christian Mitzenmacher die Geschichte einer immer tieferen Freundschaft. Bei allen aufscheinenden Problemen rund um das Thema Flucht kommt dabei auch einige jugendliche Leichtigkeit durch. Und so ist dieser Roman in all seinen Schattierungen ein wichtiges literarisches Zeugnis der 'Wir schaffen das'-Aufbruchsära, die heute so nah und fern zugleich erscheint.« SZ, Antje Weber

»Ein erfrischendes Debüt mit präzisen, scharfsinnigen Dialogen, das gekonnt die Komplexität menschlicher Beziehungen ausleuchtet.« Demian Lienhard

Produktsicherheit

Hersteller: Frankfurter Verlagsanstalt GmbH
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Personeninformation

Christian Mitzenmacher wurde 1986 geboren und wuchs in Bad Buchau, Oberschwaben, auf. Er ist Mathematiker, forschte an der TU München und dem M.I.T. in Cambridge und promovierte in Operations Research. Er war Stipendiat der Bayerischen Akademie des Schreibens (2014), Finalist beim 24. open mike (2016) und Stipendiat der LCB-Autor·innenwerkstatt Prosa 2019 mit dem Romanmanuskript »Knallkrebse«. Er lebt in Berlin.

Pressestimmen

»Ein erfrischendes Debüt mit präzisen, scharfsinnigen Dialogen, das gekonnt die Komplexität menschlicher Beziehungen ausleuchtet.«
Demian Lienhard

»Ein Roman über Freundschaft, Vertrauen und die ehrliche Auseinandersetzung mit den eigenen Motiven. Diese Geschichte hat mich nach dem Lesen noch eine ganze Weile begleitet.«
Bayerischer Rundfunk

»Großartige Dialoge, trockener Witz! Die Geschichte der als Patenschaft beginnenden Freundschaft des Physikdoktoranden Tom und des 16-jährigen Flüchtlings Farid vermeidet mit traumwandlerischer Sicherheit fast jede der bei diesem zentnerschweren Thema lauernden Klischeefallen. Nicht nur aufgrund der großartigen Dialoge und des trockenen Witzes möchte man das Buch schleunigst Markus Söder auf den Nachttisch legen (der im Roman auf einer Facebook-Party der CSU prompt ein Bier gezapft bekommt).«
Börsenblatt

»In seinem so reflektierten wie warmherzigen Debütroman erzählt Christian Mitzenmacher die Geschichte einer immer tieferen Freundschaft. Bei allen aufscheinenden Problemen rund um das Thema Flucht kommt dabei auch einige jugendliche Leichtigkeit durch. Und so ist dieser Roman in all seinen Schattierungen ein wichtiges literarisches Zeugnis der 'Wir schaffen das'-Aufbruchsära, die heute so nah und fern zugleich erscheint.«
Süddeutsche Zeitung

»Am Anfang von Christian Mitzenmachers wunderbarem Debütroman steht eine Szene, die wie der Beginn eines Films erzählt ist [...] Knallkrebse ist ein nicht nur wichtiges, sondern exzellent geschriebenes Buch und eigentlich sollte es Schullektüre werden.«
BR, Neues vom Buchmarkt

»Herausragendes Debüt über eine Freundschaft zwischen einem Geflüchteten und einem (teils überforderten) Nicht-Geflüchteten rund um das 'Wir schaffen das'-Jahr 2015, liebevoll und leicht erzählt.«
Aus der ZEIT Literaturcommunity

»Der Mathematiker Mitzenmacher thematisiert in seinem Debüt humorvoll und bewegend unsere Haltung gegenüber Geflüchteten sowie die Bedeutung von Freundschaft und Achtsamkeit im gesellschaftlichen Miteinander. Gerne empfohlen!«
Borromäusverein

»Mitzenmacher erzählt in seinem Pageturner auf eine persönlich berührende, auch mal zu Tränen treibende Weise, deren scheinbare Leichtigkeit auch Fans einer Benedict-Wells-Tonalität gefallen dürfte. Eine Geschichte von Freundschaft, Liebe, Verrat und der Schwierigkeit, von all dem zu erzählen, das uns wirklich an die Seele geht.«
Berliner Zeitung

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