Sensibel

Über moderne Empfindlichkeit und die Grenzen des Zumutbaren
12,00 €
(inkl. MwSt.)
Versandkostenfrei in DE
Sofort lieferbar
Buchprofile - Rezension
Philosophische Abhandlung über die "neue Sensibilität" in unserer Gesellschaft.
Sensibilität ist eigentlich etwas Schönes. Doch derzeit entsteht in allen möglichen gesellschaftlichen Schichten, politischen Parteien oder sozialen Blasen eine Hyper-Sensibilität, die eine fruchtbare Kommunikation zwischen Anhängern unterschiedlicher politischer oder gesellschaftlicher Positionen behindert oder gar unmöglich macht. Was ist das Limit des Zumutbaren bei Diskussionen und verbalen Auseinandersetzungen? Wann ist eine Berührung eine Belästigung? Fehlt den Menschen oft die notwendige Resilienz, um mit unserem Leben und unserer Umwelt zurecht zu kommen? Diesen Fragen widmet sich die Autorin in ihrem Buch und hat dazu sehr kluge Ideen. Aber sie ist eben auch Philosophin, und deshalb sind ihre Texte sehr philosophisch-soziologisch geprägt und somit in weiten Zügen nicht ohne größeren Denkaufwand zu verstehen. Darum eher für ausgebaute Bestände zu empfehlen.
Weiterlesen

Artikelbeschreibung

Mehr denn je sind wir damit beschäftigt, das Limit des Zumutbaren neu zu justieren. Wo liegt die Grenze des Sagbaren? Ab wann ist eine Berührung eine Belästigung? Svenja Flaßpöhler tritt einen Schritt zurück und beleuchtet den Glutkern des Konflikts: die zunehmende Sensibilisierung des Selbst und der Gesellschaft.

»Sensibilität ist eine zivilisatorische Errungenschaft. Im Kampf um Anerkennung unterdrückter Gruppen spielt sie eine wichtige Rolle. Aber sie kann auch vom Progressiven ins Regressive kippen. Über diese Dialektik müssen wir nachdenken, um die gesellschaftliche Polarisierung zu überwinden.« Svenja Flaßpöhler

Menschheitsgeschichtlich steht die Sensibilisierung für Fortschritt: Menschen schützen sich wechselseitig in ihrer Verletzlichkeit, werden empfänglicher für eigene und fremde Gefühle, lernen, sich in fremde Schicksale hineinzuversetzen und mit anderen zu solidarisieren. Doch diese Entwicklung hat eine Kehrseite: Anstatt uns zu verbinden, zersplittert die Sensibilität die Gesellschaft. Erleben wir gerade den Kipppunkt fortschreitender Sensibilisierung? Svenja Flaßpöhler erzählt die Geschichte des sensiblen Selbst aus philosophischer Perspektive, beleuchtet die zentralen Streitfragen der Zeit und arbeitet den Grund für die prekäre Schieflage heraus: Weil die Widerstandskraft bis heute mit kalter Verpanzerung assoziiert wird, gilt sie als Feindin der Sensibilität. Aber stimmt das? »Sensibel« ist ein hochaktuelles, philosophisches und gleichzeitig unterhaltsames Buch, das die Sensibilität dialektisch durchleuchtet und zu dem Schluss kommt: Die Resilienz ist die Schwester der Sensibilität. Die Zukunft meistern können sie nur gemeinsam.

Produktsicherheit

Hersteller: J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger GmbH
Anschrift: Rotebühlstraße 77
DE-70178 Stuttgart
Kontakt: produktsicherheit@klett-cotta.de

Personeninformation

Svenja Flaßpöhler ist promovierte Philosophin, Chefredakteurin des Philosophie Magazin sowie Gründerin des neuen Berliner Philosophie-Festivals »Philo.live!«. Ihre Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt, zuletzt erschien bei Klett-Cotta ihr Bestseller "Sensibel". Ihre Werke wurden u.a. für den Tractatus-Preis nominiert und mit dem Arthur-Koestler-Preis ausgezeichnet.

Pressestimmen

»Eine brillante Ideengeschichte der Sensibilität.« Peer Teuwsen, NZZ am Sonntag, 17.10.2021 Peer Teuwsen NZZ am Sonntag 20211017
Mehr von Flaßpöhler, Svenja

Bewertungen

Die Bewertungen werden vor ihrer Veröffentlichung nicht auf ihre Echtheit überprüft. Sie können daher auch von Verbrauchern stammen, die die bewerteten Produkte tatsächlich gar nicht erworben/genutzt haben.