Die autoritäre Revolte

Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes
20,00 €
(inkl. MwSt.)
Versandkostenfrei in DE
Sofort lieferbar
Buchprofile - Rezension
Fundierte Analyse der "Neuen Rechten", die weit über eine Beschreibung aktueller Phänomene hinausgeht.
Der durch eine einschlägige Monografie über Möller van den Bruck bekannt gewordene Historiker und Publizist legt mit dieser für den Leipziger Buchpreis nominierten Untersuchung eine fundierte, auch sprachlich anspruchsvolle Analyse der "Neuen Rechten" vor, die jedoch weit hinausgeht über eine bloße Beschreibung aktueller Phänomene und Akteure (AFD, Pegida etc.), insofern sie die ideengeschichtlichen und personellen Vorläufer der heutigen Rechten in großer Akribie untersucht und deren Gedankengut im neuen Gewande identifiziert (Oswald Spengler, Ernst Jünger, Carl Schmitt, Armin Mohler ...). So wird z.B. in großer Ausführlichkeit der gegenwärtig von der Rechten verwendete und missbrauchte Kampfbegriff Abendland analysiert und dekonstruiert. Die Analyse des Autors dürfte für viele Leser durchaus überraschende Ergebnisse zeitigen, dass z.B. "der fundamentalistische Islam selbst Teil jener "Konservativen Revolution" ist (S. 258), dass sich demzufolge die Neue Rechte dem Islam näher fühle als einem westlichen Universalismus. (Das ist übrigens eine der zentralen Aussagen in Michel Houllebecqs Roman "Unterwerfung", worauf der Autor zu Recht hinweist.) Amerika und die westliche Zivilisation samt dem Glauben an universale Menschenrechte, desgleichen die europäische Integration werden von identitären Bewegungen erbitterter bekämpft als ein autoritäres Regime vom Schlage Putins, dem man sich auch in geopolitischer Hinsicht nahe fühlt. - Die sehr sachlich und ganz und gar unpolemisch gehaltene und sorgfältig recherchierte Untersuchung ist politisch Interessierten nachdrücklich zu empfehlen.
Weiterlesen

Artikelbeschreibung

Scharfsinnig zeigt Volker Weiß die brisante Entwicklung des neuen rechten Denkens auf. Er porträtiert die wichtigsten Akteure der rechtspopulistischen Bewegungen mitsamt deren Strategien und Methoden. Eine dichte Darstellung von Geschichte und Gegenwart einer Neuen Rechten, deren Aufschwung nicht überraschend war.

»Endlich eine Darstellung der deutschen Rechten, die sich nicht in billiger Polemik erschöpft, sondern gründlich, gerecht und darum vernichtend ist.«
Gustav Seibt

In seinem hochaktuellen Buch bietet Volker Weiß die erste tiefgehende und historisch fundierte Zeitdiagnose zu den rechtspopulistischen Phänomenen Pegida, AfD & Co. Dabei beschreibt er das vielfältige Spektrum der neuen rechten Bewegungen und untersucht die Herkunft und Vernetzung ihrer Kader. Mit seinem kenntnisreichen Blick in die deutsche Geschichte zerschlägt er die zentralen Mythen der Neuen Rechten und zeigt: Gegenwärtig werden nationalistische Strömungen der Vergangenheit, die der Nationalsozialismus verdrängt hatte, wieder aufgegriffen. Volker Weiß geht den autoritären Vorstellungen nach und veranschaulicht Übergänge von Konservativismus, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus. Zugleich demaskiert er die antiliberalen Phrasen der Rechten und ihren Gestus als »68er von rechts«. Die frappierende Erkenntnis: »Abendländer« und Islamisten sind in ihrem Kampf gegen Selbstbestimmung Waffenbrüder. Ein aufklärerisches Buch, das die Dürftigkeit der neuen Bewegungen schonungslos entlarvt und zum Kampf gegen deren autoritäre Zumutungen aufruft.

Produktsicherheit

Hersteller: J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger GmbH
Anschrift: Rotebühlstraße 77
DE-70178 Stuttgart
Kontakt: produktsicherheit@klett-cotta.de

Personeninformation

Volker Weiß, Dr. phil., geboren 1972. Der Historiker war viele Jahre als Fachautor für DIE ZEIT und ZEIT Geschichte, Jungle World, Frankfurter Rundschau, FAZ, Taz, Spiegel-Online tätig und schreibt heute exklusiv für SZ,. Er ist einer der besten Kenner der neurechten Szene. Sein Buch "Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes" gilt als Standardwerk zum Thema und wurde für den Preis der Leipziger Buchmesse 2017 nominiert.

Pressestimmen

»Volker Weiß' Buch "Die autoritäre Revolte" ... sei jedem empfohlen, der sich ein genaueres Bild von den weltanschaulichen Prämissen und ideengeschichtlichen Herkünften der rechtsautoritären Bewegungen der Gegenwart machen möchte.« Ijoma Mangold, Die Zeit, 23.03.2017 »Mit beeindruckenden Details seziert der Historiker Volker Weiß, ein ausgewiesener Kenner der neurechten Szene, diese in seinem Buch "Die autoritäre Revolte".« Stefan Locke, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.03.2017 »Wer noch tiefer und analytischer in die Kultur der neuen Rechten vordringen will, dem sei die glänzende Studie des für den Sachbuch-Preis der Leipziger Buchmesse nominierten Historikers Volker Weiß empfohlen, der alle Facetten der autoritären Revolte und konservativen Revolution seziert.« Claus Leggewie, Süddeutsche Zeitung, 21.03.2017 »Volker Weiß ist einer der besten Kenner der rechten Theorie in Deutschland. Und "Die autoritäre Revolte" liest sich wie eine Geheimgeschichte des bundesrepublikanischen Denkens.« Tobias Rapp, Literatur Spiegel, April 2017 »Nüchtern und kenntnisreich analysiert der Historiker die Bewegung von AfD und Pegida über die Identitären bis zu Kubitscheks Institut für Staatspolitik, ihre Medien, darunter die Junge Freiheit und Compact, ihre historischen Vorbilder und internationale Verknüpfungen. Dabei räumt Weiß mit einigen Mythen auf ... lesenswert und anregend.« Sabine am Orde, Die Tageszeitung, 22.03.2017 »Volker Weiß liefert mit seinem Buch "Die autoritäre Revolte" eine glasklare Analyse ... Dies ist ein so wegweisendes wie erhellendes Buch. Es führt mitten hinein in die aktuellen Debatten, ist aber auf Tagespolitik nicht zu reduzieren. Es befasst sich mit Geschichte, ohne sie zur bloßen Vorgeschichte von Gegenwart herabzustufen. Es schildert Entwicklungen, stellt sie jedoch nicht als einfach kausale Zusammenhänge hin.« Dirk Pilz, Frankfurter Rundschau, 16.03.2017 »Es ist unbedingt zu empfehlen - auch weil der Autor auf die blinden Flecke vieler Linker hinweist, darauf etwa, wie sie den ultrakonservativen Kern des politischen Islam verkannt haben.« Tania Martini, Taz »Es ist eine gründliche und detaillierte Bestandsaufnahme einer Ideologie, die mit der Identitären Bewegung, mit Pegida und AfD Gesichter bekommen hat. Und deren Vertreter Deutschland zu einem anderen Land machen wollen.« Stefan Maas, Deutschlandfunk, 20.03.2017 »Volker Weiß, einer der profundesten Kenner der rechtsradikalen Szene, hat ein informatives, erhellendes und zutiefst beunruhigendes Buch geschrieben. Ein aufwühlendes Buch. Eines der Bücher der Stunde.« Günter Kaindlstorfer, Bayern 2, 09.03.2017 »Das Buch "Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes" ist eine sehr klare, kühle, sachliche Beschreibung der neurechten Vorstellungen, ihrer historischen Vorbilder und internationalen Verknüpfungen.« Christian Rabhansl, Deutschlandradio Kultur, 11.03.2017 »Volker Weiß hat ein erhellendes Buch über die "autoritäre Revolte" der alten Neuen Rechten geschrieben.« Daniel Bratanovic, Junge Welt, 23.03.2017 »Ein treffliches, fesselndes, bisweilen brillantes Buch ... Nicht zuletzt liegt dies daran, dass der Autor ohne alarmistische Entrüstung und die weinerliche Betroffenheit auskommt, die viele andere Schriften "gegen rechts" ungenießbar machen. Sein Ton ist sachlich, nur gelegentlich mild ironisch.« Michael Bittner, Sächsische Zeitung, 12.05.2017 »Weiß' Analyse ist so klug, wie das, was sie zutage bringt, erschreckend ist, zeigt sie doch auch auf, wie schwierig es ist und immer bleibt, "die Seite der Emanzipation" gegen die "autoritäre Revolte" zu verteidigen.« Gitta List, schnüss, Mai 2017 »Ein nötiges, ein aufschlussreiches Buch« Wolfgang Schütz, Augsburger Allgemeine, 18.03.2017
Mehr von Weiß, Volker

Bewertungen

Die Bewertungen werden vor ihrer Veröffentlichung nicht auf ihre Echtheit überprüft. Sie können daher auch von Verbrauchern stammen, die die bewerteten Produkte tatsächlich gar nicht erworben/genutzt haben.