Der brennende Garten

Roman | Shortlist des Internationalen Literaturpreises 2026
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Buchprofile - Rezension
Sashi lebt während des Bürgerkriegs (1983-2009) mit ihrer Familie im Norden von Sri Lanka und erzählt von traumatisierenden Erfahrungen und dem Leid der Bevölkerung.
Mit ihren vier Brüdern und den Eltern lebt die junge Sashi in Jaffna, einer Stadt im Norden Sri Lankas. Wie ihre Brüder möchte sie studieren und arbeitet hart für die Aufnahmeprüfung für das Medizinstudium, hat sie es doch als Frau und Tamilin besonders schwer. Gemeinsam gehen die Geschwister regelmäßig in die Bibliothek, um zu lernen. K, der Freund der Brüder, ist auch dabei. Es sind junge Leute, die gemeinsam scherzen, lachen und leben wie überall auf der Welt. Gerade dieser Blickwinkel von der heilen, alltäglichen Welt auf die kommenden schrecklichen Geschehnisse lässt hautnah und betroffen die Schrecken des Bürgerkriegs für die tamilische Bevölkerung mitfühlen. Gut recherchiert schreibt die Autorin davon, wie die Tamilen, die vor allem im Norden und Osten der Insel leben, der Regierung von Sri Lanka ein Dorn im Auge sind. Aufgrund der Diskriminierungen und ausgelöst durch das Pogrom gegen die Tamilen im Jahr 1983, das Sashi bei ihrer Großmutter in Colombo erleben muss und bei dem der älteste ihrer Brüder ermordet wird, bilden sich Widerstandsgruppen wie die Tamil Tigers. Von einer friedlichen Lösung zur Gründung eines eigenen Staats ist nicht mehr die Rede. Zwei Brüder schließen sich den Tigers an und Sashi findet ihre Aufgabe im Lazarett in der medizinischen Versorgung der Kranken und Verwundeten. Sie begleitet schließlich K, der durch einen Hungerstreik breite Aufmerksamkeit gewinnen möchte, um Forderungen für die tamilische Bevölkerung zu stellen. Den Verlust vieler geliebter Menschen muss Sashi im Verlauf des Bürgerkriegs beklagen und der drängende Wunsch, alles was geschieht akribisch festzuhalten, hindert sie, die vorbereitete Flucht nach London anzutreten. – Der Schreibstil des Romans bleibt trotz allem sachlich und fundiert. Geschickt verwebt die Autorin Familien- und Landesgeschichte, sodass sich Unterhaltung und Information gleichermaßen die Hand geben. – Absolute Empfehlung!
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Artikelbeschreibung

»Ein brillanter, tief bewegender Roman über eine Welt in Aufruhr.« Celeste Ng

Die junge Tamilin Sashi hat nur einen Wunsch: Sie will Ärztin werden. Wie ihr Großvater und ihr geliebter ältester Bruder. Und wie K, ein Junge aus der Nachbarschaft, mit dem sie eine besondere Freundschaft verbindet. Doch dann versinkt das Land im Bürgerkrieg, und Sashi ist gezwungen, um ihre Träume und Hoffnungen zu kämpfen, während die Welt um sie herum zerbricht. Mit großer erzählerischer Kraft zeichnet V. V. Ganeshananthan das Porträt einer jungen Frau, die zwischen Ideologie und Menschlichkeit, zwischen Heimat und Exil einen eigenen Weg sucht.

Sashi bereitet sich gerade auf die Zulassungsprüfungen für ihr Medizinstudium vor, als in Sri Lanka der Bürgerkrieg ausbricht. Über Nacht gerät ihr Leben aus den Fugen. Sashi muss mitansehen, wie ihre Familie in den Strudel der Gewalt gerät. Zwei ihrer Brüder schließen sich den Tamil Tigers an - ebenso wie K, ein stiller junger Mann, den sie seit ihrer Kindheit kennt und zu dem sie eine tiefe Verbindung spürt. Während er zur Waffe greift, entscheidet Sashi sich für einen anderen Weg: Sie zeigt ihren Widerstand als Ärztin. Doch der Preis für ihren Einsatz ist hoch, und am Ende ist Sashi gezwungen, in New York ein neues Leben zu beginnen. Ihre Vergangenheit holt sie aber auch dort unausweichlich wieder ein.
Ein mitreißender Roman, der uns mit bestechender Klarheit den Wert eines jeden Menschenlebens vor Augen führt.

»Ein spektakulärer Roman vor dem Hintergrund historischer Ereignisse: gründlich recherchiert, voller Empörung und Mitgefühl.« THE GUARDIAN

»Ganeshananthan ist eine grandiose Schriftstellerin. Ihr Schreiben zeugt von immenser Aufmerksamkeit gegenüber den Nuancen der Geschichte, die sie erzählt.« THE TIMES

»Ganeshananthan gelingt ein großer Roman vor dem Hintergrund eines Krieges. Sie erzählt von Jahren des Wachstums, entscheidenden Ereignissen und untermauert ihre Geschichte mit umfangreichen Recherchen, ohne je die Intimität und das Gefühl für ihre Figuren zu verlieren.« THE NEW YORKER

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Personeninformation

V. V. Ganeshananthan ist außerordentliche Professorin für Englisch an der University of Minnesota. Ihr Roman Der brennende Garten wurde von der Kritik gefeiert und 2024 mit dem Women's Prize for Fiction sowie dem Carol Shields Prize ausgezeichnet. Sie co-hostet den Fiction/Non/Fiction-Podcast auf Literary Hub, der sich mit dem Schnittpunkt von Literatur und Nachrichten beschäftigt.

Sophie Zeitz studierte Amerikanistik, Romanistik und Philosophie in Heidelberg, Granada und München. Sie lebt als freie Übersetzerin in Berlin. Zu den von ihr übertragenen Autoren zählen u. a. John Green, Leslie Jamison, Douglas Stuart and Tess Gunty.

Pressestimmen

»'Der brennende Garten' fächert komplexe Loyalitäts- und Wertekonflikte auf und macht die Verwüstungen, die Krieg im Zwischenmenschlichen verursacht, spürbar.« Michael Huber, Kurier, 07. Januar 2026 Michael Huber Kurier 20260107
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