Das Tor zum Himmel

Band 2
Roman
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Buchprofile - Rezension
Noam durchlebt die Welt der Sumerer.
Der erste Band von "Noams Reise" (BP/mp 23/747) behandelte eine Variante der Sintflut-Erzählung. Er endete mit einem Cliffhanger, der den Protagonisten Noam in der Gegenwart zeigt, während er versucht, eine radikale Gruppierung, welche die Welt-Infrastruktur zerstören will, auszuschalten. An diesem Punkt fährt der zweite Band fort. Der Zeitreisende erinnert sich an seine Erlebnisse in Mesopotamien: Er erlebt, wie die Keilschrift erstmals nicht nur für Verwaltungstexte, sondern für Literatur verwendet wird (Gilgamesch-Epos). Noam kommt mit Nimrod, dem Herrscher von Babylon, und seiner Gegenspielerin Kubaba, der Herrscherin von Kisch, in Berührung. Nimrod hat bei Schmitt größenwahnsinnige Züge, will er doch einen 36-stöckigen Turm für die Göttin Inanna bzw. zu seinem Ruhm bauen. Er verwüstet immer wieder die anderen Städte des Zweistromlands, um Kriegsgefangene als Bausklaven einzusetzen. Babylon erscheint Noam zuerst verführerisch, bis er Kontakt zu einer Hirtengruppe um Abram findet. Ihm wird bewusst, wie sehr städtisches Leben die Menschen einengt und ihr Tun kanalisiert. Als roter Faden läuft seine Suche nach der geliebten Nura durch das ganze Buch. – Schmitt bündelt auch in diesem Band große Mythen und die ersten Erkenntnisse der Wissenschaft in spannenden Szenen. Originell sind die Fußnoten Noams, wo er das heutige Wissen einfließen lässt und auf die etwas anders lautenden Überlieferungen in Bibel und Koran sowie der Griechen verweist. Bemerkenswert sind die Abschnitte, die Babylon beschreiben und auf die alsbald ein Kapitel folgt, das Noam Dubai erleben lässt. Man hat nicht das Gefühl, dass ein Vergleich allzu sehr hinkt. Vielleicht schwingt ein gewisser Pessimismus beim Autor mit. Aber gerade durch die Bezüge zur Gegenwart erhalten die Ursprünge eine neue Aktualität.
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Artikelbeschreibung

Die Reise durch die Zeiten führt Noam nach Babel, wo ein größenwahnsinniger Herrscher einen Turm bis in den Himmel errichtet.

Auf der Suche nach seiner geliebten Nura gelangt Noam, der Zeitreisende, nach Mesopotamien. Hier erlebt er Unerhörtes: die Zähmung der Flüsse, die Bewässerung des Landes, die Gründung der ersten Städte, die Erfindung der Schrift und der Astronomie. Noam erreicht Babel, wo der Tyrann Nimrod einen unermesslich hohen Turm baut. Man erhofft sich dadurch die Entdeckung der Gestirne und den Zugang zu den Göttern - ein echtes »Tor zum Himmel«. Als Heiler kommt Noam mit allen in Kontakt: mit den Bauarbeitern und dem König, mit dessen Architekten und Sternenkundlern, aber auch zu den nomadischen Hirten, die die neue Welt ablehnen. Wofür wird sich Noam entscheiden? Für sein persönliches Glück oder für die Errungenschaften der Zivilisation?

Im zweiten Band der Saga »Noams Reise« verwebt Schmitt den Mythos vom Turmbau zu Babel mit den neuesten Erkenntnissen über den Alten Orient, um uns in eine brodelnde, aufregende Epoche eintauchen zu lassen, der wir bis heute so viel verdanken.

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Personeninformation

Eric-Emmanuel Schmitt (geb. 1960 in St.-Foy-lès-Lyon) ist ein Dramatiker, Romanautor, Essayist, Filmemacher, dessen Werke in 45 Sprachen übersetzt wurden und in mehr als 50 Ländern der Welt erschienen sind. Er ist einer der meistgelesenen französischsprachigen Autoren weltweit. Seine Theaterstücke stehen regelmäßig auf den Spielplänen deutschsprachiger und anderer internationaler Bühnen. Sein Werk erreicht im deutschsprachigen Raum eine Gesamtauflage von über zwei Millionen Exemplaren. »Das Tor zum Himmel« ist der zweite Roman seines neuen, opulenten Romanzyklus, der die Geschichte der Menschheit erzählt.
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