Die Hände der Frauen in meiner Familie waren nicht zum Schreiben bestimmt

Roman
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Buchprofile - Rezension
Eine junge Frau bewältigt ihr Schicksal trotz Krankheit, Unterdrückung und Ausgrenzung in der Diaspora.
Die Ich-Erzählerin wächst in der aserbaidschanischen Community in Russland auf. Ausgrenzung erfährt sie von klein auf, auch Übergriffe und offene Ablehnung. Hinzu kommen Einschränkungen durch die archaischen Sitten in ihrer Familie, in der Frauen kulturell bedingt nichts zählen und nur dazu da sind, das Leben der Männer zu bereichern. Unermüdlich beschäftigt sind ihre Hände, ihre Münder sollen nicht sprechen, und ihre oft buschigen Augenbrauen dürfen erst verheiratete Frauen zupfen, was der Autorin als junges Mädchen besonders schwerfällt. Als wäre dies nicht genug, leidet sie seit ihrer Kindheit an einer unheilbaren Krankheit, die ihren Körper unbeherrschbar macht. Diese Krankheit ist jedoch letztlich ihre Chance, ihrer traditionellen Rolle zu entfliehen und für ihre Hände eine andere Verwendung als die in ihrer Familie übliche zu finden – das Schreiben. Auf nur 138 Seiten eröffnet uns Dschabbarowa einen ganzen Kosmos an Gefühlen und Erfahrungen. – Ein sehr poetischer Debütroman, lesenswert!
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Artikelbeschreibung

Ein poetisches Debüt über die Unterdrückung von Frauenrechten. »Ein außergewöhnlicher Roman, der Körperlichkeit und Nicht-Zugehörigkeit in Sprache übersetzt.« Olga Grjasnowa»Ein unverheiratetes, unschuldiges Mädchen lässt sich leicht von einer verheirateten Frau unterscheiden: Der erste und wichtigste Unterschied sind die Augenbrauen.« Die aserbaidschanische Community, die in Russland in der Diaspora lebt, ist streng konservativ. Schon als Kind kann sich die Erzählerin schwer in die patriarchale muslimische Gesellschaft einfügen. Eine Krankheit drängt und befreit sie zugleich aus ihrer Rolle der schönen, heiratsfähigen Tochter ...Jegana Dschabbarowa zeigt uns in ihrem ersten Roman eine verborgene Welt. Sie erzählt ihre eigene und die Geschichte der Frauen ihrer Familie ganz direkt und entlang ihres Körpers und verblüfft mit Eleganz und der poetischen Kraft ihres Erzählens.

Produktsicherheit

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Personeninformation

Jegana Dschabbarowa, geboren 1992 in einer aserbaidschanischen Familie in Jekaterinburg/Russland, ist Dichterin, Essayistin und Wissenschaftlerin. Die Hände der Frauen in meiner Familie waren nicht zum Schreiben bestimmt ist ihr Debütroman. 2024 war sie gezwungen, Russland zu verlassen, sie lebt heute in Hamburg. Maria Rajer, 1987 in Ust-Kamenogorsk (Kasachstan) geboren, studierte Slawistik und Germanistik an der Staatlichen Universität St. Petersburg und der Humboldt Universität zu Berlin. Seit 2013 arbeitet sie als freie Übersetzerin aus dem Russischen. Zu den von ihr übersetzten Autor:innen gehören Mikita Franko, Dmitri Gluchowski, Wassili Grossman, Andrej Platonow und Oxana Wassjakina.

Pressestimmen

»Was diesen Text auszeichnet, ist vor allem seine feinfühlige Sprache voller überraschender Vergleiche und Metaphern ... Jegana Dschabbarowas Hände hätten nicht schreiben sollen und haben vielleicht gerade deshalb einen zutiefst bewegenden Text geschaffen, der zum mitleiden einlädt.« Yelizaveta Landenberger, FAZ, 10.03.26 »Es gibt nun diesen Roman, entstanden aus Verboten, Unmöglichkeiten, Schmerzen, er ist hell wie der Tag, und seine Autorin hat Augen, die leuchten.« Elisabeth von Thadden, Die Zeit, 25.12.25 »Ein großartiges, markerschütterndes Debüt.« Magdalena Miedl, ORF, 12.12.25 »Ins Zentrum des Romans stellt Dschabbarowa den weiblichen Körper und macht dessen Unterdrückung auf poetische Weise sichtbar.« Alice Pfitzner, ORF, 09.11.25 »Ein tief poetischer, literarisch außergewöhnlicher und existenzieller Roman, der daran glaubt, dass Sprache eine Zuflucht sein kann.« Eva Marburg, SWR lesenswert, 24.10.25 »Still und zugleich aufsehenerregend ... Mit ihrem Romanerstling ist ihr jedenfalls ein ebenso erhellendes wie poetisches Werk gelungen, das Maria Rajer in ein nuancenreiches Deutsch übertragen hat.« Ilma Rakusa, NZZ, 17.10.25 »In einer unendlich zarten, friedfertigen, poetischen Sprache - vorzüglich übersetzt von Maria Rajer - erzählt Jegana Dschabbarowa von brutalen und finsteren Zuständen.« Annemarie Stoltenberg, NDR, 16.09.25 »Kunstvoll, virtuos ... und trotzdem so zugänglich ... man liest das gebannt.« Thomas Andre, Hamburger Abendblatt, 03.09.25 »Ein großartiges Stück Literatur!« Antje Flemming, Literaturhaus Hamburg

Bewertungen

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